Die Krankenschwester schüttelt die Betten auf und räumt das Essentablett ab – soweit das Klischee über einen Beruf, der heute vielseitiger ist denn je. Ach ja, und er ist auch spannend für Männer. Dass die Pflege inzwischen Kommunikation, Medizin, Technik und Organisation auf der Höhe der Zeit miteinander verbindet, bewies der Aktionstag „Zukunft braucht Pflege“ im Foyer des Klinikums Weiden.
Rund 350 Schülerinnen und Schüler von zehn Schulen aus Weiden und dem Kreis Neustadt/WN sahen sich von 9 bis 12 Uhr um, welche Perspektiven eine Ausbildung im Gesundheitssektor eröffnen kann. Dabei standen ihnen erfahrene Pflegekräfte des Klinikums als Ansprechpartner mit Rat und Tat zur Seite. Einen Vormittag lang war Bildung und Action gleichermaßen angesagt.
Die jungen Leute konnten an Dummys ausprobieren, wie es ist, einen Menschen wiederzubeleben, einen Gipsverband anzulegen oder einen Säugling im Inkubator zu versorgen. Stationen wie ein Reanimationstraining oder Intubation sowie Herzkatheter gewährten Einblicke in den Alltag auf Station oder im OP, der sonst nur festangestelltem Personal vorbehalten ist. Das Themenspektrum reichte von A wie Anästhesie bis zu Z wie Zentrale Notaufnahme.
Dazu hatten sich im Vorfeld KNO-Pflegedirektorin Angela Dzyck und ihr Team, allen voran Heidi Häupler, viel Mühe gemacht. Das Ergebnis wurde von den Jugendlichen mit großem Interesse aufgenommen. Bei den Gesprächen an den einzelnen Ständen staunten einige, dass Pflegeberufe inzwischen zu den bestbezahlten Tätigkeiten ohne Studium gehören.