„A scheena Schmarrn“ – so nennt Sara Brandhuber ihr aktuelles Programm. In einer erfrischenden Mischung aus Stand-up-Comedy und Gesangseinlagen bereitete die Künstlerin dem Publikum im ausverkauften Seidelsaal einen unterhaltsam-flotten Abend. Ihre Fähigkeit zum Redeschwall im niederbayerischen Dialekt, der erstaunlicherweise auch für „Zuagroaste“ recht verständlich bleibt, und ihre Art, aus den Niederungen des menschlichen Lebens absurde Geschichten zu generieren, sind bemerkenswert.
Brandhuber redet sich spaßig um Kopf und Kragen, wird auch mal etwas schwarzhumorig und realisiert nach eigener Aussage oft erst, nachdem sie etwas ausgesprochen hat, was die Aussage ihrer Worte war. Die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden will ihr nicht gelingen, und was sie nicht kann, ist: „Einfach mal die Pappen halten“.
Von den Schwierigkeiten eines durch ihre Kinder versifften Autorücksitzes, der Wichtigkeit, die Telefonnummer des Giftnotrufs zu kennen, warum Fernsehbären keine Hosen tragen und warum Frau Brandhuber nach eigener Aussage die Kokosnuss geklaut hat – sie spricht und singt, begleitet sich selbst mit Gitarre oder Keyboard. Nach ihrer Show weiß man, wer dem Fass die Zipfelmütze aufgesetzt hat.
Brandhuber bietet leichte Kost, wird aber nie flach. Empfehlenswert!