Schulung für Fachkräfte und Schülerinnen und Schüler
Mit einem klaren Fokus auf Prävention, Aufklärung und Stärkung der Handlungskompetenz junger Menschen fand im April an der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule Oberviechtach sowie den Berufsfachschulen Oberviechtach das Projekt „LIEBESLEBEN“ statt. Die Initiative verbindet fachliche Qualifizierung von Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften mit interaktiven Projekttagen für Schülerinnen und Schüler – und setzt damit auf einen ganzheitlichen Ansatz schulischer Gesundheitsbildung.
Den Auftakt bildete eine Fachkräfteschulung am Dienstag, 14. April 2026, im Vorfeld der Projekttage. Insgesamt nahmen 31 Fachkräfte an der Fortbildung teil, die von Nina Goliasch, Referentin des Sinus – Büro für Kommunikation GmbH im Auftrag des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit, durchgeführt wurde. Zu den Teilnehmenden zählten Lehrkräfte der beiden Schulen, Johanniter-Mitarbeitende von JaS (Jugendsozialarbeit an Schulen) und weitere Fachkräfte der Jugendsozialarbeit aus dem Landkreis Schwandorf. Ergänzt wurde die Gruppe durch Kooperationspartner, darunter Fachkräfte der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern Schwandorf.
Im Anschluss daran folgten drei Projekttage mit Schülerinnen und Schülern beider Schulen. Im Rahmen von „LIEBESLEBEN – Das Mitmach-Projekt“ hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich intensiv mit Themen rund um HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) auseinanderzusetzen. Ein speziell geschultes Team von Moderatorinnen und Moderatoren arbeitete dabei interaktiv mit den Teilnehmenden in insgesamt sechs Themenmodulen.
Ziel des Projekts war es, den Jugendlichen nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern sie auch in ihrer Handlungskompetenz zu stärken. In abwechslungsreichen und spielerischen Formaten lernten sie, wie sie sich selbst und andere schützen können. Gleichzeitig wurden Wege aufgezeigt, Hemmschwellen im Gespräch über Sexualität abzubauen. Darüber hinaus setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit Fragen der sexuellen Selbstbestimmung sowie mit der medialen Darstellung unterschiedlicher Sexualitäten auseinander. Auch Hinweise auf weiterführende Informations- und Unterstützungsangebote waren Bestandteil der Module, ebenso wie die Förderung eines respektvollen und verantwortungsbewussten Umgangs miteinander. Begleitet wurden die Projekttage durch die geschulten Lehrkräfte der beteiligten Schulen.
Neben nachhaltigen Eindrücken und neuen Erkenntnissen bleibt den Schulen ein umfangreicher Materialkoffer des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit, der künftig im Unterricht eingesetzt werden kann. Damit wird sichergestellt, dass die Inhalte des Projekts auch langfristig in die schulische Bildungsarbeit integriert werden.