Moderne Technik zur Einsparung von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln (csPSM) gewinnt zunehmend an Bedeutung. Wer vorne mit dabei sein möchte, muss sich mit den neuen technischen Möglichkeiten auseinandersetzen.
Am 2. Juni fand am Staatsgut Almesbach bereits zum zweiten Mal in Folge ein Feldabend zu diesem Thema statt, an dem rd. 150 Besucher teilnahmen. Die große Resonanz zeigt die Aktualität und Bedeutung des Themas.
In seiner Eröffnung betonte der Geschäftsführer der Bayerischen Staatsgüter, Anton Dippold, dass für einen erfolgreichen Ackerbau auch künftig eine breite Palette an Pflanzenschutzwirkstoffen erforderlich sei. Gleichzeitig gebe es heute zahlreiche technische und digitale Möglichkeiten, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gezielt zu reduzieren. „Die moderne Landtechnik bietet viele Ansätze, um Pflanzenschutzmaßnahmen noch präziser und ressourcenschonender umzusetzen”, so Dippold.
Im Anschluss präsentierten Mitarbeitende des Staatsguts Almesbach gemeinsam mit Vertretern verschiedener Unternehmen auf den Versuchsflächen moderne Technik und innovative Verfahren für den praktischen Einsatz auf landwirtschaftlichen Betrieben. Dabei standen Lösungen im Mittelpunkt, die den Pflanzenschutz effizienter gestalten und den Mitteleinsatz gezielt verringern können.
Vorgestellt wurden unter anderem verschiedene Drohnensysteme zur Unkrautkartierung, eine Feldspritze, die auf Basis dieser Karten csPSM punktgenau nur auf Schadpflanzen ausbringt, eine Hacke zur mechanischen Unkrautbekämpfung im Mais sowie digitale Prognosemodelle, die auf Basis von Feld- und Wetterdaten Empfehlungen für den optimalen Einsatz von csPSM geben und damit deren Effizienz verbessern.
Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Möglichkeit, sich mit Berufskollegen und Firmenvertretern auszutauschen. Der Feldabend ist Teil einer Veranstaltungsreihe der Bayerischen Staatsgüter. Die nächste Veranstaltung findet am Dienstag, den 16. Juni 2026, am Staatsgut Grub statt.
Der Feldabend in Almesbach hat erneut verdeutlicht, dass trotz aller Innovationen die Praxiserfahrung und die bewährten Grundsätze des integrierten Pflanzenschutzes weiterhin einen hohen Stellenwert für einen wirtschaftlich erfolgreichen Pflanzenbau haben.