Pfarrvikar Emmanuel Obgu kam zum Treffen des Seniorentreffs Winklarn-Thanstein in das Pfarrheim nach Thanstein. Nach einer kurzen Andacht für den ersehnten Weltfrieden stellte er seine Heimat vor. Nigeria ist ungefähr drei Mal so groß wie Deutschland und mit 230 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land in Afrika. In der ehemaligen britischen Kolonie gibt es Christen, Muslime und etwa 500 Naturreligionen. Die größten Gruppen sind die Igbo, die Yoruba und die Hausa mit ihren eigenen Gesetzen und Riten. Englisch ist zwar die Amtssprache, aber es kommen noch 500 einheimische Sprachen dazu. Nigeria ist kein armes Land, es hat Bodenschätze und auch landwirtschaftliche Produkte, aber die Verteilung ist sehr ungleichmäßig und ungerecht. 65 % der Bevölkerung leben in Armut. Männer, die Paschas, unterdrücken unzählige Frauen. Es gibt keine Altersversorgung, nur etwa 10 % sind krankenversichert. Mit seinem Hilfsprojekt „Willing hand to help“ unterstützt Emmanuel Obgu seine Heimat. Mit Bildern zeigte er die Umsetzung seiner Projekte. Für die Förderung von Bildung sorgt er mit Schulmaterialien. Zur Verbesserung der medizinischen Versorgung, auch auf dem Land, half er mit Spenden, Betten und Medikamenten zur Errichtung einer Krankenstation. Momentan unterstützt er die Wasserförderung, die Grundlage für Leben und Wachstum. In einer Tiefe von 250m wurde Wasser gefunden und wird nun heraufgepumpt. Das bedarf natürlich einer großen Pumpe. Die Senioren waren beeindruckt von den Bildern, die die Wasserbohrung mit einfachen Geräten zeigte. Diese Investition wollen sie mit ihrer Spende unterstützen. Beim anschließenden Kaffeetrinken erzählte er noch so Manches über die Unterdrückung der Frauen und das ärmliche Leben.