Bürgermeisterin Sonja Meier, Festleiter Andreas Sorgenfrei, Braumeister Ulrich Scheuerer und die Vorstände Simon Wellnhofer (FFW), Thomas Deml (TSV) und Theresa Bauer (Blaskapelle Kunschir) stießen auf ein schönes und unfallfreies Fest an (von links). (Bild: Annemarie Mösbauer)

Festausschuss probierte Heimatfestbier

Die Planungen und Besprechungen zum Heimatfest befinden sich nun in der Endphase. So traf sich der Festausschuss zu einer ganz besonderen Sitzung. Festleiter Andreas Sorgenfrei ging in seinen Ausführungen noch einmal die Aufgaben einzelnen Teams durch. Dazu gehörten: Werbung, Ausschank, Technik, Musik, Sicherheit, Festbüro, Bar, Parkplätze, Sicherheitskonzept, Haftpflichtversicherung, Sanitätsdienst, Zeltaufbau und Dekoration. Die noch offenen Fragen wurden gemeinsam besprochen und diskutiert. Nach der Besprechung der einzelnen Posten folgte der besondere Teil der Sitzung, die Bierprobe. Ulrich Scheuerer von der gleichnamigen Landbrauerei aus Moosbach brachte ein kleines Fass Festbier zum Probieren mit. Bürgermeisterin Sonja Meier durfte das Fass anzapfen. Nach ein paar gekonnten Schlägen hieß es „ozapft is“ und der erlesene Gerstensaft floss in die bereitgestellten Krüge. Warmer Leberkäs, Kartoffelsalat und frisch gebackene Brezen schufen die Unterlage für das gehaltvolle Getränk. Schon nach den ersten Schlucken kamen lobende Worte für das Bier, die flüssige Nahrung beim Heimatfest. Die Mitglieder des Festausschusses und die Vorstände der veranstaltenden Vereine, Blaskapelle Kunschir, Freiwillige Feuerwehr und Sportverein, stießen auf ein schönes und unfallfreies Fest an. In geselliger Runde genossen alle Bier und Brotzeit. Neben kleineren Sitzungen und Besprechungen wurde der 7. Mai als nächste und vielleicht auch finale große Sitzung terminiert.
Pfarrvikar Emmanuel Obgu erzählt den Senioren von seiner Heimat und seinen Hilfsprojekten. (Bild: Annemarie Mösbauer)

Pfarrvikar Emmanuel erzählt von seiner Heimat

Pfarrvikar Emmanuel Obgu kam zum Treffen des Seniorentreffs Winklarn-Thanstein in das Pfarrheim nach Thanstein. Nach einer kurzen Andacht für den ersehnten Weltfrieden stellte er seine Heimat vor. Nigeria ist ungefähr drei Mal so groß wie Deutschland und mit 230 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land in Afrika. In der ehemaligen britischen Kolonie gibt es Christen, Muslime und etwa 500 Naturreligionen. Die größten Gruppen sind die Igbo, die Yoruba und die Hausa mit ihren eigenen Gesetzen und Riten. Englisch ist zwar die Amtssprache, aber es kommen noch 500 einheimische Sprachen dazu. Nigeria ist kein armes Land, es hat Bodenschätze und auch landwirtschaftliche Produkte, aber die Verteilung ist sehr ungleichmäßig und ungerecht. 65 % der Bevölkerung leben in Armut. Männer, die Paschas, unterdrücken unzählige Frauen. Es gibt keine Altersversorgung, nur etwa 10 % sind krankenversichert. Mit seinem Hilfsprojekt „Willing hand to help“ unterstützt Emmanuel Obgu seine Heimat. Mit Bildern zeigte er die Umsetzung seiner Projekte. Für die Förderung von Bildung sorgt er mit Schulmaterialien. Zur Verbesserung der medizinischen Versorgung, auch auf dem Land, half er mit Spenden, Betten und Medikamenten zur Errichtung einer Krankenstation. Momentan unterstützt er die Wasserförderung, die Grundlage für Leben und Wachstum. In einer Tiefe von 250m wurde Wasser gefunden und wird nun heraufgepumpt. Das bedarf natürlich einer großen Pumpe. Die Senioren waren beeindruckt von den Bildern, die die Wasserbohrung mit einfachen Geräten zeigte. Diese Investition wollen sie mit ihrer Spende unterstützen. Beim anschließenden Kaffeetrinken erzählte er noch so Manches über die Unterdrückung der Frauen und das ärmliche Leben.
Theresa Bauer, die Vorsitzende der Blaskapelle, dankte den musikalischen Leitern mit einem kleinen Präsent, Susanne Hutzler (Jugendblaskapelle) und Sebastian und Thomas Kunschir (Gesamtkapelle) von links. (Bild: Annemarie Mösbauer)

Blaskapelle Kunschir blickte zurück und schaute voraus

Wie immer begann auch heuer die Jahreshauptversammlung der Blaskapelle Kunschir mit einem musikalischen Auftakt. Vorsitzende Theresa Bauer begrüßte die Mitglieder, ihr besonderer Gruß galt Bürgermeisterin Sonja Meier, Ehrenbürger Hans Bock, Ehrenvorstand Eduard Kunschir, Ehrenschriftführerin Maria Kunschir, Kreisvorsitzenden des Nordbayerischen Musikbundes Joseph Ferstl sen. und dem stellvertretenden Bezirksvorsitzenden des Nordbayerischen Musikbundes Ferdinand Münch. Nach dem Totengedenken erfolgten die Berichte. Theresa Bauer ließ das Jahr 2025 noch einmal Revue passieren. Der Verein zählt 320 Mitglieder, von den 77 Aktiven sind noch 30 in Ausbildung. Neben den alljährlichen Auftritten kamen noch die Umrahmung des Florianstages und die Beisetzung von Ehrenmitglied Johann Sailer, die Schneeberger Kirwa, das Bürgerfest und die Sommernachtsserenade dazu. Ein Highlight war die Verleihung des Ehrenzeichens des Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt an Eduard und Maria Kunschir. In seinem Bericht ging Michael Simbeck auf die nicht aktiven musikalischen Termine ein. Dies waren Besuche von Konzerten und Veranstaltungen der Ortsvereine, der Bayerische Abend, der Kinderfasching, „Winklarn Open Air“, der voradventliche Markt, die Nikolausbesuche und die zahlreichen Vorstandssitzungen. Dirigent Sebastian Kunschir berichtete von 37 Proben der Gesamtkapelle mit einem guten Besuch von 88 %. Für die nächsten Wochen stehen noch wichtige Proben für das Heimatfest Ende Mai und das Bezirksmusikfest in Winklarn NÖ an, kündigte er an. Susanne Hutzler, als Leiterin der Jugendblaskapelle, sprach von einem erfolgreichen Jahr 2025. Sie nannte folgende öffentliche Auftritte: Vorspielnachmittag, „Winklarn Open Air“, Bürgerfest, 100-jähriges Jubiläum des OGV, voradventlicher Markt und Anspielen der Christmette. Die Einnahmen und Ausgaben listete Kassierin Regina Hildebrand sehr detailliert auf. Die Vorsitzende blickte auch schon auf die wichtigsten Termine im Jahr 2026. Das sind der Florianstag in Pondorf, das 5-tägige Heimatfest mit Kreismusikfest und großem Standkonzert am Marktplatz, das 50-jährige Kindergartenjubiläum, das Bezirksmusikfest in Winklarn NÖ und einige Festzüge. Mit dem „Fliegermarsch“ endete die Versammlung musikalisch.
Emmanuel Obgu zusammen mit Monika Bösl (links) und Theresia Schwendner (rechts) bei der Spendenübergabe (Bild: Elisabeth Bauer)

Frauenbund Winklarn überreicht vorgezogenes Ostergeschenk an Pfarrvikar Emmanuel Obgu

Zulassen – Loslassen – Überlassen, diese drei christlichen Grundhaltungen betrachteten die zahlreichen Teilnehmer des Einkehrnachmittages, zu dem der Frauenbund Winklarn in den Pfarrsaal eingeladen hatte. Pfarrvikar Emmanuel Obgu aus Neunburg v. W. zeigte mit Hilfe von geistlichen Impulsen auf, wie die drei christlichen Grundsätze besonders jetzt in der Fastenzeit durch Gottvertrauen immer wieder neu in das Leben eines jeden Christen eingebracht werden können. Während einer kleinen Pause bewirtete das „Team Vorstandschaft“ seine Gäste mit Kaffee und einem reichhaltigen Kuchenbuffet auf Spendenbasis. Außerdem wurden Palmbüschel und hübsche selbstgebastelte Dekoartikel aus Weidenkätzchen zum Kauf angeboten. Im zweiten Teil der Veranstaltung stellte Emmanuel Obgu seine nigerianische Heimat kurz vor, wo sauberes Wasser, tägliche Mahlzeiten und ärztliche Grundversorgung Mangelware sind. Besonders Frauen sind in dem westafrikanischen Land die Leidtragenden, da sie meist keine Schulbildung aufweisen können. Deshalb freute sich Vorsitzende Monika Bösl ganz besonders, am Schluss der Veranstaltung die stolze Summe von über 1.000 €, die sich aus Spenden für Kaffee und Kuchen sowie dem Erlös aus dem Palmbüschelverkauf zusammensetzt, an Emmanuel Obgu für seine Hilfsprojekte der Organisation „Willing hand of help“, die dem Geistlichen besonders am Herzen liegt, zu überreichen. Der gebürtige Nigerianer war sichtlich überwältigt von der großen Spendenbereitschaft und sagte den Frauen „Tausend Dank“ und ein herzliches “Vergelt´s Gott“ für das vorgezogene Ostergeschenk.


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Nicole Spachtholz (links) und Anita Dietl (rechts) bedankten sich bei Karl Ruhland für den informativen Vortrag. (Bild: Annemarie Mösbauer)

Gartenarbeit erleichtern

In seinem Vortrag „Weniger Stress im Garten-Gießen und Mulchen richtig gemacht” beim OGV Winklarn brachte Karl Ruhland wertvolle und praktische Tipps zum Garteln. Für ihn ist es besonders wichtig die Gartenarbeit für Ältere zu erleichtern und Junge zu motivieren sich einen eigenen Gemüsegarten anzulegen. Eine gesunde Bodenfauna ist die Grundvoraussetzung für einen fruchtbaren Gemüsegarten. So leben in der oberen Erdschicht, der Humusauflage, eine Vielzahl von Kleintieren, wie Würmer, Springschwänze, Insekten, Tausendfüßler, tierische Einzeller und natürlich der Regenwurm. Über ihn und seine Wichtigkeit gibt es einen lehrreichen Spruch: „Der liebe Gott weiß, wie man gute Erde macht. Das Rezept hat er den Regenwürmern gegeben”. Um diese Tiere zu schützen sollte der Boden nicht umgestochen werden, nur mit der Grabgabel lockern reicht. Er rät auch zu richtigem Gießen, am besten am Morgen. Wichtig ist auch nicht alle Tage leicht zu gießen, sondern alle zwei bis drei Tage richtig zu wässern. Die Pflanzen sollen erzogen werden ihre Wurzeln nach unten zu entwickeln um die Nährstoffe aufzunehmen. Gezieltes Gießen, am besten mit einer Gießkanne spart auch Wasser. Mulchen mit Heu, Stroh, Karton, Hackschnitzel oder getrocknetem Rasen schützt vor Austrocknen und Ausschwemmen. Mulch bietet auch Schutz vor Kraut- und Braunfäule. Neben dem Schutz ist Mulch auch noch Dünger. Mit vier Kilogramm Rasenschnitt kann man 80 Gramm Hornspäne ersetzen. Die Dicke der Mulchschicht variiert je nach Pflanze. Karl Ruhland rät bei Radieschen und Salat eine Schicht von drei bis fünf Zentimeter, bei Tomaten können es schon mal 15 Zentimeter sein. Durch das Auftragen von Mulch entwickelt sich auch weniger Unkraut. Im Herbst soll der Boden nicht umgegraben werden, sondern dick mit Mulch bedeckt werden, der aber im Frühling wieder entfernt wird um die Erwärmung des Bodens nicht zu behindern. Der Gartenfachmann rät auch Bodenproben von der Gartenerde zu machen und diese untersuchen lassen. Oft sind die Gartenböden überdüngt oder es fehlen bestimmte Mineralstoffe. Nicole Spachtholz und Anita Dietl bedankten sich mit einem kleinen Frühjahrsgruß für die vielen Informationen und vor allem die praktischen Tipps.
Das Team Vorstandschaft mit Pfarrer Wismeth im Pfarrsaal. (Bild: Elisabeth Bauer)

Frauenbund Winklarn richtet den Blick nach Nigeria

Gemeinsam mit Frauen aus Nigeria hoffen und beten für ein anderes, besseres Nigeria – das war der Grundgedanke des Weltgebetstages den auch der Frauenbund Winklarn am ersten Freitag im März feierte. Der Pfarrsaal war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Monika Bösl zahlreiche Mitglieder, geistlichen Beirat Pfarrer Wismeth und Abordnungen der Zweigvereine Muschenried und Thanstein herzlich begrüßte. Das Team Vorstandschaft hatte mit der passenden Deko dafür gesorgt, dass im Saal sofort ein bisschen „Afrika-Feeling“ aufkam. Mit der Landesvorstellung zu Beginn der Veranstaltung verschaffte das Team mit Unterstützung von Pfarrer Wismeth einen kleinen Einblick in die schwierige Situation im bevölkerungsreichsten Land Afrikas. Obwohl die ehemalige britische Kolonie über gute Einnahmequellen durch Erdöl- und Gasexporte verfügt, ist der daraus folgende Reichtum sehr ungleichmäßig verteilt und Umweltkatastrophen bleiben nicht aus. 40 % der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze, vor allem Frauen sind betroffen. Über 500 verschiedene Religionen und Sprachen im Land sorgen immer wieder für vielfältige ethnische, religiöse und politische Konflikte. Im anschließenden Wortgottesdienst, den Christinnen aus Nigeria mit Texten und Liedern unter dem Motto „Kommt! Bringt euere Last.“ vorbereitet hatten, wurde in anschaulichen Rollenspielen auf Frauenschicksale aufmerksam gemacht, die von Angst, Terror und Gewalt gekennzeichnet sind. Diese Frauen schöpfen Kraft aus ihrem Glauben. Die Spenden aus der Kollekte unterstützen Projekte in Nigeria zur Verbesserung der Lebenssituation für die weibliche Bevölkerung. Ein buntes Buffet mit Köstlichkeiten aus der nigerianischen Küche zeigte das diesjährige Weltgebetsland schließlich auch von seiner kulinarischen Seite.
Die gesamte Vorstandschaft begrüßte die anwesenden Neumitglieder. (Bild: Annemarie Mösbauer)

OGV begrüßt Neumitglieder

Der OGV Winklarn traf sich zur Jahreshauptversammlung im Gasthaus „Zum Simmerl“. Dazu begrüßte Nicole Spachtholz neben den zahlreichen Mitgliedern auch Bürgermeisterin Sonja Meier und Ehrenbürger Hans Bock. Tanja Wellnhofer schaute noch einmal auf das Jahr 2025 zurück. Zu den Arbeitseinsätzen in den kirchlichen und gemeindlichen Anlagen und den Besuchen der Feste in der Umgebung kamen noch ein Baum- und Sträucherschneidekurs, die gut besuchte Pflanzentauschbörse, das Ferienprogramm rund um die Bienen und das Fischessen mit der Feier des 100-jährigen Bestehens. Gerätewart Klaus Mösbauer gab einen Überblick über die vereinseigenen Geräte, die die Pflege der privaten, kirchlichen und gemeindlichen Flächen erleichtern. Er dankte für den pfleglichen Umgang mit den Geräten. Detailliert listete Kassierin Sonja Turban sämtliche Einnahmen und Ausgaben im Laufe des Jahres auf. Den Vorschlag zu einer Beitragsanpassung, Einzelpersonen von 8 € auf 10 € und bei Familien von 12 € auf 15 € wurde einstimmig angenommen. Eine besonders schöne Aufgabe hatte Anita Dietl. Sie konnte einige Neumitglieder begrüßen. Josef Schnagl, Hans und Gerti Steger, Familie Benedikt und Kerstin Hutzler, Familie Johannes und Jutta Hutzler, Familie Hinterleitner und Familie Pfeiffer wurden mit einem Rosenstock als neue Mitglieder begrüßt. Mit einem „Vater unser“ wurde auch der verstorbenen Mitglieder gedacht. Im Namen der Marktgemeinde dankte Bürgermeisterin Sonja Meier der Vorstandschaft für ihre Arbeit, besonders für die Pflege der Flächen im gesamten Ort und des Friedhofs. Tanja Wellnhofer blickte auf das Jahr 2026 voraus. Es beginnt im April mit der Pflanzentauschbörse und gleichzeitigem Veredlungskurs. Dann folgen die Samenverteilung für den Kinderwettbewerb, das Heimatfest, das Ferienprogramm, das Fischessen und eventuell ein Ausflug. Ein gemeinsames Essen schloss die Versammlung.
Carola Riederer vom Betreuungsverein Schwandorf (vorne links)und Annemarie Mösbauer begrüßten den Referenten Anton Ruhland vorne rechts). (Bild: Annemarie Mösbauer)

Anton Ruhland informierte über Vollmachten

Fast 70 Gäste folgten der Einladung des Seniorentreffs Winklarn-Thanstein zum Vortrag „Betreuungsrecht, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung“. Der langjährige Rechtspfleger am Landratsamt Schwandorf Anton Ruhland informierte über rechtliche Grundlagen. Zuerst ging er auf das Betreuungsrecht ein. Dieses Recht tritt in Kraft, wenn der Betroffene seine persönlichen Angelegenheiten nicht mehr selber regeln kann. Wer ist Betreuer? Meist stellt bei einem Krankenhausaufenthalt ein Arzt die Betreuungsbedürftigkeit fest und nun prüft das Amtsgericht den Fall. Welchen Umfang die Betreuung dann umfasst, ist unterschiedlich. Verschiedene Wirkungskreise können dem Betreuer zugewiesen werden. Eine Betreuungsvollmacht kann jeder selber, wer im Fall des Falles seine Betreuung übernehmen soll. Neben der Betreuungsvollmacht, die vom Amtsgericht überwacht wird, kann und sollte jeder Erwachsene eine Vorsorgevollmacht selber festlegen. Dazu stellt Ruhland fest, ist jedoch absolutes Vertrauen zwischen den beiden Personen wichtig. In einer Vorsorgevollmacht kann der Betroffene ebenso wie in einer Betreuungsvollmacht die verschiedenen Wirkungskreise festlegen. Hier empfiehlt Ruhland den Vollmachtempfänger nicht nur zu informieren, sondern auch gegenzeichnen zu lassen. Bei Lebzeiten und solange der Betroffene im Besitz seiner geistigen Kräfte ist, kann diese Vollmacht jederzeit geändert oder widerrufen werden. Neben diesen beiden wichtigen Vollmachten ist vielen die Patientenverfügung bekannt. Diese stellt jedoch nur eine Weisung an die behandelnden Ärzte dar, wie sie bei entsprechenden Krankheitsbildern zu verfahren haben. Was soll der Arzt im Fall des Falles tun? Und was darf er nicht tun? Ruhland empfiehlt dringend eine Betreuungs- und Vorsorgevollmacht für jeden volljährigen Bürger. Damit erspart er später seinen Angehörigen viele Unannehmlichkeiten. Zusätzlich ist eine Patientenverfügung sinnvoll, sie erleichtert den Angehörigen manche Entscheidung. Annemarie Mösbauer bedankte sich für die wertvollen Informationen bei Anton Ruhland. Anschließend beantwortete der Fachmann noch viele Fragen der zahlreichen Zuhörer und der Vorrat an Vordrucken war im Nu vergriffen.
Die Damen der Vorstandschaft stellten fest, wie anstrengend ein „Anti-Aging-Test für Faschingsoldtimer beim Dorf-TÜV sein kann. (Bild: Elisabeth Bauer)

Frauenbund in Feierlaune

Traditionell verwandelte der Frauenbund Winklarn am Rosenmontag das Thammerstüberl wieder in eine Faschingshochburg. Monika Bösl begrüßte zahlreiche Maschkerer in der guten Stube des Thammerhauses in Gedichtform und wünschte mit „Winklarn, helau!“ einen fröhlichen Rosenmontag. Stimmungsgarant Markus mit seiner „Steierischen“ traf sofort den richtigen Ton beim „närrischen Weibervolk“, so dass es nicht lange dauerte bis feine Damen, Discogirl, Katze, Zigeunerin und Gärtnerin kräftig mitsangen und schunkelten oder sogar ein Tänzchen wagten. Bürgermeisterin Sonja Meier versprühte im Glücksbringer-Kostüm nicht nur Charme, sondern auch eine extra Portion Glück im bunt dekorierten „Stüberl“. Mit dem Lied „Ja, so san´s, die Frau´n vom Frauenbund“ gab das „Team Vorstandschaft“, musikalisch unterstützt von Christa Harris auf der Gitarre, einen humorvollen Überblick über das Vereinsleben des Winklarner Frauenbundes. Angelika Meindl und Lisa Bauer starteten mit dem Sketch „Auf der Alm – wenn Schickimicki auf Gummistiefel trifft“ einen Angriff auf die Lachmuskeln der Zuschauer. In einer weiteren Einlage zeigte die Vorstandschaft, wie anstrengend es für „Faschings-Oldtimer“ sein kann, einen „Anti-Aging-Check“ beim Dorf-TÜV zu bestehen. Während des Nachmittags wurde mit Süßem, Deftigem sowie Kaffee und Kaltgetränken bestens für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt. Viel zu schnell verging der gelungene Nachmittag und alle anwesenden Faschingsfans waren sich einig: Schee war´s wieder beim Frauenbund. Winklarn, helau!
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