Gemütlich wars im Burghof mit Musik und Bewirtung. (Bild: Annemarie Mösbauer)

Senioren fühlten sich wohl auf der Thansteiner Burg

Der Seniorentreff Winklarn-Thanstein traf sich zum gemütlichen Beisammensein mit den Senioren der Pfarreiengemeinschaft Neukirchen-Balbini, Penting, Seebarn auf der Burg in Thanstein. Ein Shuttle-Service brachte die Senioren vom Parkplatz an der Kapelle hinauf zum Burghof. Nach der Begrüßung erzählte Annemarie Mösbauer kurz die Geschichte der Thansteiner Burg von den ersten Erwähnungen 1218 bis heute. Burgstadel und Burghof sind im Besitz von Herbert Träxler und der Burgturm gehört dem Freistaat Bayern. Viele stiegen im Laufe des Nachmittags auf den sanierten Turm und genossen die weite Aussicht. Die musikalische Unterhaltung übernahm Manfred Kraus mit seinem Bruder Siegfried mit Musik, Liedern und Witzen. Durch Zufall kam noch ein Musikant dazu, Wolfgang Blattmeier aus Nittenau. Er borgte sich von Manfred die Gitarre und schon wurde aus dem Duo ein Trio. Für das leibliche Wohl sorgte Herbert Träxler mit Wurstsalat und diversen Getränken. Elvira Köppl brachte noch die Vorzüge der Alten in Reimform, die nach jeder Strophe mit dem Refrain endete „…so brachte mir das Alter einen Gewinn, gut dass ich ne Alte bin“. Von den zahlreichen Senioren kamen viele lobende Worte über den abwechslungsreichen und unterhaltlichen Nachmittag unter den schattenspendenden Bäumen bei angenehmen Temperaturen im Burghof. Auch der Wettergott hatte ein Einsehen, er schickte den ersehnten Regen erst nachdem alle wieder zu Hause waren.
Die Wandergruppe mit ihren Betreuern vor dem Hochbehälter. (Bild: Annemarie Mösbauer)

Der Natur auf der Spur

Im Rahmen des Ferienprogramms, organisiert vom Bürgerforum, erlebten die Buben und Mädchen einen interessanten und lehrreichen Nachmittag. Gemeinsam mit dem Naturfotografen Joe Häckl, den Mitgliedern des Forums Regina Ippisch und Herbert Gruber und dem ehemaligen zweiten Bürgermeister Hans Bock wanderten sie von Windhals aus durch den Wald zum Hochbehälter. Unter Anleitung von Joe Häckl waren sie ständig auf der Suche nach Besonderheiten der Natur und Tieren. Schon bald merkten sie, dass die Natur momentan aufgrund der Trockenheit nicht sehr vielfältig und üppig ist. Bildlich hielten sie eine Libelle, einen Frosch und viele Federn fest. Am Hochbehälter erwartete sie schon Alfred Frischmann. Er erklärte den Kindern den sehr aufwendigen Weg des Wassers von der Quelle bis zum Wasserhahn in den Häusern. Das Wasser der neun Winklarner Quellen wird gefasst und zum Winklarner und auch zum Muschenrieder Hochbehälter geleitet, denn die zwei Muschenrieder Quellen sind stillgelegt. Schon beim Einlauf in den Hochbehälter werden Kleinteile entfernt. Die UV-Anlage tötet etwaige Keime und Bakterien und mit Hilfe von Filterkies wird das Wasser entsäuert und das Eisen herausfiltriert. Das Wasser vom Frauenstein ist sehr weich, aber auch eisenhaltig. Zwei runde Behälter mit je 225.000 Litern speichern das Wasser, bevor es ohne Pumpe in die Haushalte kommt. Die Schüttung der Quellen geht in der Trockenheit merklich zurück, aber momentan ist der tägliche Wasserbedarf von 170 Kubikmetern noch gesichert, so der Wasserwart. Anschließend ging Hans Bock auf die Geschichte der Wasserversorgung ein. Ursprünglich hatte jedes Haus seinen eigenen Brunnen oder musste das Wasser vom Gemeinschaftsbrunnen am Marktplatz holen. Um 1930 gab es schon zwei Wasserleitungen nach Winklarn, eine vom Kalvarienberg und eine vom Kolm (Wald zwischen Zengeröd und Kulz). 1936 wurde dann die erste Leitung von Frauenstein gegraben. Durch den steigenden Wasserverbrauch kam immer wieder eine Quelle dazu. Die letzte neue Quellenfassung, die Erneuerung der Leitung und der Bau des Hochbehälters waren von 2000 bis 2003. Auf dem Rückweg nach Windhals fanden sie noch einige Besonderheiten und lichteten sie ab. Aus den gesammelten Bildern fertigte Joe Häckl ein Abschlussvideo mit allen Eindrücken an. Eine gemeinsame Brotzeit rundete die sehr interessante Wanderung ab.


Weitere Artikel

Bild

Ferienprogramm des Marktes Winklarn

Der Markt Winklarn bietet auch heuer wieder ein Ferienprogramm mit zahlreichen Aktionen für Kinder an. Jugendbeauftragter Christian Bronold hat gemeinsam mit Vereinen und Ehrenamtlichen ein abwechslungsreiches Angebot zusammengestellt. Das Programm beginnt am Montag, 3. August, mit einem Bastelnachmittag in Haag und führt unter anderem am Donnerstag, 6. August, zur Lesestunde ins Thammer Haus sowie am Freitag, 7. August, zu einer Wanderung zum Hochbehälter mit Naturfotograf Joe Häckl. Es folgen eine Kinonacht im Thammer Haus am Montag und Dienstag, 10. und 11. August, „Druntn vo da Wirtshaustür – Auf geht’s, bayrisch singen macht Spaß“ am Montag, 17. August, Fensterbilder basteln am Dienstag, 18. August, Pizza backen und Spiele in Schneeberg am Freitag, 21. August, sowie Spiel ohne Grenzen in Muschenried am Samstag, 22. August. Weitere Angebote sind Karten- und Brettspiele am Donnerstag, 27. August, Jumping Fitness am Freitag, 28. August, die „Jeder kann helfen – Tour“ am Donnerstag, 3. September, ein Feuerwehrnachmittag mit der FF Winklarn am Samstag, 5. September, Holzfiguren bemalen am Montag, 7. September, und zum Abschluss die traditionelle Familienwanderung mit Hans Bock am Samstag, 12. September. Online-Buchung und nähere Informationen gibt es ab Samstag, 25. Juli, auf www.winklarn.de. Zusätzlich führt das Ovigo Theater das Stück „Robin Hood“ am Marktplatz in Winklarn auf. Termine und Informationen dazu gibt es unter www.ovigo-theater.de/robin-hood.
Die Damen der Vorstandschaft warteten mit einer vielfältigen Getränkekarte an der Cocktailbar auf.  (Bild: Elisabeth Bauer)

Frauenbund holt mit Gartenparty „Urlaubsfeeling” nach Winklarn

„Bratwurst meets Cocktail“ unter diesem Motto wagte der Frauenbund Winklarn kürzlich eine Premiere in seinem Veranstaltungskalender. Zahlreiche Gäste waren der Einladung zur Grill- und Cocktailparty gefolgt und hatten sich an diesem heißen Sommertag ein schattiges Plätzchen im idyllischen Hutzler-Garten gesichert, wo es verführerisch nach gegrillten Steaks, Bratwürsten und leckerem Grillgemüse mit Dip duftete. Grillmeister Thomy sorgte dafür, dass alle Partygäste schnellstmöglich mit Essen versorgt wurden. Die Damen der Vorstandschaft hatten sich mit den Vorbereitungen für die Cocktailbar, unterstützt von Hans Hutzler, mächtig ins Zeug gelegt. An der lauschigen Bar, wo während des ganzen Abends reger Betrieb herrschte, sorgten z. B. „Touch down“, Solero, Sommercocktail, Sarti, Limoncello und Aperol für Abwechslung auf der Getränkekarte. Auch die verschiedenen „Spritz-Drinks“ schmeckten nach „Sommer und mehr“. Natürlich hatte das Team Vorstandschaft auch an „bodenständige“ Getränke wie Bier, Radler und Weinschorle, sowie alkoholfreie Getränke gedacht. Nicht zuletzt die passende Deko und die romantische Beleuchtung bei Einbruch der Dunkelheit taten ein Übriges dazu, dass sich im Garten bald ein gewisses „Urlaubs-Feeling“ verbreitete. Bei bester Stimmung und guten Gesprächen wurde noch bis in die Nacht hinein gefeiert und das Flair der lauen Sommernacht genossen.
north