Carola Riederer vom Betreuungsverein Schwandorf (vorne links)und Annemarie Mösbauer begrüßten den Referenten Anton Ruhland vorne rechts). (Bild: Annemarie Mösbauer)

Anton Ruhland informierte über Vollmachten

Fast 70 Gäste folgten der Einladung des Seniorentreffs Winklarn-Thanstein zum Vortrag „Betreuungsrecht, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung“. Der langjährige Rechtspfleger am Landratsamt Schwandorf Anton Ruhland informierte über rechtliche Grundlagen. Zuerst ging er auf das Betreuungsrecht ein. Dieses Recht tritt in Kraft, wenn der Betroffene seine persönlichen Angelegenheiten nicht mehr selber regeln kann. Wer ist Betreuer? Meist stellt bei einem Krankenhausaufenthalt ein Arzt die Betreuungsbedürftigkeit fest und nun prüft das Amtsgericht den Fall. Welchen Umfang die Betreuung dann umfasst, ist unterschiedlich. Verschiedene Wirkungskreise können dem Betreuer zugewiesen werden. Eine Betreuungsvollmacht kann jeder selber, wer im Fall des Falles seine Betreuung übernehmen soll. Neben der Betreuungsvollmacht, die vom Amtsgericht überwacht wird, kann und sollte jeder Erwachsene eine Vorsorgevollmacht selber festlegen. Dazu stellt Ruhland fest, ist jedoch absolutes Vertrauen zwischen den beiden Personen wichtig. In einer Vorsorgevollmacht kann der Betroffene ebenso wie in einer Betreuungsvollmacht die verschiedenen Wirkungskreise festlegen. Hier empfiehlt Ruhland den Vollmachtempfänger nicht nur zu informieren, sondern auch gegenzeichnen zu lassen. Bei Lebzeiten und solange der Betroffene im Besitz seiner geistigen Kräfte ist, kann diese Vollmacht jederzeit geändert oder widerrufen werden. Neben diesen beiden wichtigen Vollmachten ist vielen die Patientenverfügung bekannt. Diese stellt jedoch nur eine Weisung an die behandelnden Ärzte dar, wie sie bei entsprechenden Krankheitsbildern zu verfahren haben. Was soll der Arzt im Fall des Falles tun? Und was darf er nicht tun? Ruhland empfiehlt dringend eine Betreuungs- und Vorsorgevollmacht für jeden volljährigen Bürger. Damit erspart er später seinen Angehörigen viele Unannehmlichkeiten. Zusätzlich ist eine Patientenverfügung sinnvoll, sie erleichtert den Angehörigen manche Entscheidung. Annemarie Mösbauer bedankte sich für die wertvollen Informationen bei Anton Ruhland. Anschließend beantwortete der Fachmann noch viele Fragen der zahlreichen Zuhörer und der Vorrat an Vordrucken war im Nu vergriffen.
Die Jubilarin inmitten ihrer Enkel, ihrer Urenkel und ihres Ururenkels Nick. (Bild: Annemarie Mösbauer)

Mit 97 Jahren noch gerne beim Seniorentreff

Seit Gründung des Seniorentreffs Winklarn-Thanstein 2009 gehört Gertraud Köppl, die älteste Thansteinerin, zu den treuen Besuchern bei den Veranstaltungen und den Ausflügen. Gerne erzählt sie dabei von früher und interessiert sich aber auch für Neues. Die Jubilarin konnte am 17.Oktober bei geistiger Frische ihren 97. Geburtstag feiern. Pfarrer Eugen Wismeth, Freunde, Nachbarn, der Seniorentreff und natürlich die große Familie brachten ihre Glückwünsche. Gertraud Köppl wurde 1928 in Grassersdorf als 5. Kind der Eheleute Alois und Katharina Rötzer geboren. Gemeinsam mit ihren zehn Geschwistern wuchs sie in der elterlichen Landwirtschaft auf. Nach ihrer Volksschulzeit arbeitete sie in der Landwirtschaft mit, bevor sie die Hauswirtschaftsschule in Amberg besuchte. Mit 22 Jahren heiratete sie 1951 Laurentius Köppl aus Thanstein, der ihr 1996 bereits in die Ewigkeit voraus ging. Zu ihren drei Kindern Josef, Erhard und Johann kamen noch vier Enkel (Rainer, Daniela, Kilian und Antonia), fünf Urenkel (Deborah, Moritz, Rebecca, Nadine, und Raphael) und zwei Ururenkel (Noah und Nick) dazu, die alle gemeinsam mit der „Oma“ ihren Ehrentag am Sonntag in Lukahammer feierten. Gertraud Köppl ist immer am Dorfgeschehen interessiert, liest gerne die Zeitung und bestimmte Fernsehsendungen dürfen in ihrem täglichen Ablauf nicht fehlen. Gerne kommen ihrer Enkel und Urenkel zu ihr und darüber freut sie sich immer. Gartenarbeit und Blumen zählten zu ihren Hobbies.
Die Senioren genossen die frischen Brote im Vereinstadel.  (Bild: Annemarie Mösbauer)

Senioren genossen frisch gebackenes Brot

Der Seniorentreff Winklarn-Thanstein traf sich zu seinem Treffen im Vereinsstadel in Schneeberg. Annemarie Mösbauer konnte viele Besucher und auch Pfarrer Eugen Wismeth begrüßen. Dabei verwöhnten die Schneeberger Brotbäcker Matthias Karl, Veronika und Josef Schmid die Frauen und Männer mit frischem Brot. In der Bibel gibt es 260 Textstellen in denen das Brot erwähnt wird. Annemarie Mösbauer las dazu einige markante Zitate vor. Pfarrer Eugen Wismeth ging in seinen Worten auf die enormen Mengen an Lebensmitteln ein, die im Abfall landen. In Deutschland werden pro Jahr 500.000 t Brot weggeworfen, das sind 7-8 kg pro Person und dann kommen noch 1,7 t Backwaren aus Haushalten und Bäckereien dazu, die im Abfall landen. Nach dem Gebet um das tägliche Brot, dem „Vater unser“ ließen sich die Senioren die Brotzeit schmecken. Die Frauen vom Seniorentreffteam verfeinerten das Brot noch mit verschiedenen Aufstrichen. Für jeden Geschmack war etwas dabei, süß und deftig, Butter mit diversen Marmeladen, Honig, Schnittlauch, Frischkäse, Obazda und auch Streichwurst. Die Besucher durften auch tischweise mit einem Schüttelglas ihre eigene Butter herstellen. Brotbacken früher mit all den Problemen wie richtige Temperatur, das schwere Kneten und die richtige Hitze im Backofen stand bei den Gesprächen im Vordergrund. So weit der Vorrat reichte konnten die Senioren auch einen Laib dieses leckeren Brotes erwerben. Annemarie Mösbauer dankte den Bäcker für die Mühen das leckere Bauernbrot zu backen.

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