Der 20. Januar ist für die Pfarrei St. Sebastian Waldthurn alljährlich ein fester Termin im Kirchenjahr. Dabei wird das Patrozinium in der Pfarrkirche gefeiert, anschließend findet die Pfarrversammlung im Lobkowitz-Schloss statt. Der Waldthurner Kirchenpfleger Max Kick legte der Pfarrgemeinde einen detaillierten und zahlenreichen Bericht über das Jahr 2025 vor.
Die Einnahmen aus den Kirchenkollekten in Waldthurn beliefen sich im Kalenderjahr 2025 auf 27.599,74 Euro. Aus den Caritas-Sammlungen kamen weitere 6.992,32 Euro zusammen.
Am Wallfahrtsort Fahrenberg wurden Spendeneinnahmen in Höhe von 7.275 Euro erzielt (ohne Kirchenkollekten). Dem standen jedoch Ausgaben von 18.344 Euro für laufende Kosten und Reparaturen gegenüber. Zusätzlich wurde am Freialtar eine neue Christusfigur für 9.996 Euro angeschafft, wofür 9.395 Euro an Spenden eingingen. Für 2026 sind die Renovierung der hinteren Kirchentür sowie die Sanierung der WC-Anlage geplant.
Friedhof Waldthurn: 9.060 Euro Einnahmen standen 2.531 Euro Ausgaben gegenüber. Die Arbeiten mit neuen Urnengräbern, dem erneuerten Friedhofskreuz und dem neugestalteten Priestergrab sind abgeschlossen.
Im Jahr 2025 wurden 16 Kinder getauft, 14 Erstkommunionen gefeiert und 27 Firmlinge gefirmt. Fünf Trauungen und 27 Sterbefälle wurden verzeichnet. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 zählte die Pfarrei 1.622 Katholiken. Die Gottesdienstbesucherzählungen ergaben im März 348 und im November 410 Besucher – laut Kick eine solide Zahl von durchschnittlich 379 Kirchenbesuchern (23,5 Prozent).
Sehr positiv fiel der Bericht über die Kindertagesstätte St. Josef aus: Insgesamt werden 69 Kinder in zwei Kindergartengruppen und einer Dehngruppe betreut, hinzu kommen 21 Kinder in der Krippe. Die Kindertagesstätte St. Josef (insgesamt 90 Kinder) ist vollständig ausgelastet, weshalb eine Erweiterung gemeinsam mit der Grundschule bereits geplant und vom Marktrat genehmigt sei. Mit Blick auf die bevorstehende Pfarrgemeinderatswahl am 1. März 2026 rief Kick zur Beteiligung auf.
Der Lennesriether Kirchenpfleger Georg Wittmann aus Frankenrieth berichtete von der bevorstehenden Erneuerung der Lennesriether Kirchenmauer, wofür viel Geld und Zeit benötigt würden. Am Lennesriether Friedhof plane man eventuell auch einen Bereich für Urnengräber. Besonders dankte Wittmann der Lennesriether Mesnerin Sieglinde Ertl, die ein echter Glücksfall sei. Der Dank ging auch an Ernst Ries, der sich rund um die Kirche und am Friedhof um die Mäharbeiten kümmert.
Pfarrer Norbert Götz meinte, er sei mit Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltungen, Pfarrgemeinde sowie Bürgermeister und Marktrat sehr zufrieden. „Bei euch kann man es gut aushalten“, sagte er lächelnd.
Abschließend nahm Franz Völkl die gut besuchte Pfarrversammlung mit den „Bildern des Jahres“ noch einmal mit auf eine Reise ins Jahr 2025.