Besondere Würdigung für Mister TSV Richard Zeiler (Bildmitte) für 50 Jahre Mitgliedschaft bei der Ehrung durch 2. Vorsitzenden Andreas Schärtl (l.) und Ehrenamtsbeauftragten Ulrich Schimer (r.). (Bild: Manuela Kellermann )

TSV Neudorf setzt auf Gemeinschaft und Engagement – Besondere Ehrung an „Mister TSV“

Seit seiner Gründung im Jahr 1974 ist der Fußball aus Neudorf nicht mehr wegzudenken. Vor rund 50 Anwesenden eröffnete der 1. Vorsitzende Richard Zeiler die Jahreshauptversammlung und zeigte sich insgesamt optimistisch. Mit aktuell 16 Mannschaften, davon neun im aktiven Spiel- und Trainingsbetrieb auf dem Sportgelände im Hoffeld, zeigt sich der TSV Neudorf als lebendiger und wachsender Verein. Gleichzeitig machte Zeiler deutlich, dass ein Sportverein heute zunehmend auch als Wirtschaftsbetrieb zu verstehen sei, der mit steigenden Auflagen und Kosten konfrontiert ist. Positiv hob er jedoch die wachsenden Mitgliederzahlen hervor, was der hervorragenden Jugendarbeit zuzuschreiben ist. Zahlreiche Eltern engagieren sich in allen Bereichen bei den Mädchen- und auch Jungenmannschaften. Zugleich appellierte er an die Mitglieder, die Vereinsarbeit auf mehrere Schultern zu verteilen, um die Herausforderungen gemeinsam leichter zu bewältigen. Die Grußworte der Gemeinde überbrachte der 3. Bürgermeister Johann Kick. Auch abseits des Fußballbetriebs ist beim TSV einiges geboten: So treffen sich die TSV-Wanderfreunde regelmäßig, um die Umgebung zu erkunden und das Vereinsleben mit geselligen Veranstaltungen wie dem traditionellen Schlachtschüsselessen zu bereichern. Gleichermaßen bürgen Großveranstaltungen wie Turniere als auch das alljährliche Kirwawochenende für maßgebliche wichtige Einnahmequellen. Im weiteren Verlauf der Versammlung berichtete das Vorstandsteam entsprechend der Tagesordnung über die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Ergänzend schilderten die drei Spartenleiter (Jugend, Damen und Herren) ein reges Vereinsleben mit nahezu täglichem Betrieb auf den Plätzen von März bis November und die Hallensaison im Winter. Sportliche Leistungen reichen dabei von oben bis unten. Lobende Dankesworte ergingen an die Platzwarte und alle im Hintergrund mitwirkenden Ehrenamtlichen von Reinigungspersonal über Küchen- und Kioskfrauen bis hin zu allen Trainern, Betreuern, Eltern und Spielern und Spielerinnen. Die Ehrungen langjähriger Mitglieder wurden vorgenommen vom 2. Vorsitzenden Andreas Schärtl und dem Ehrenamtsbeauftragten Ulrich Schirmer. Für zehnjährige Mitgliedschaft wurden Markus Grünbauer, Annika und Theresa Kellermann ausgezeichnet. Bereits seit 50 Jahren dem Verein treu verbunden sind Josef Mutzbauer, Albert Vogl und Anton Zeiler. Eine besondere Würdigung erhielt zudem Richard Zeiler selbst, der ebenfalls auf 50 Jahre Vereinszugehörigkeit zurückblicken kann. In seiner Laudatio bezeichnete Andreas Schärtl ihn als „Mister TSV“ und „Gesicht des Sportvereins“ und beschrieb seine außergewöhnliche Laufbahn als Spieler, Trainer und Vorsitzender.
Die Blaskapelle Oberwildenau führt den Kirchenzug an (Bild: Manuela Kellermann )

Barbarafest in Neudorf bei Luhe

Alljährlich am 4. Dezember feiert Neudorf bei Luhe sein traditionsreiches Barbarafest, das Hochfest der Kirche St. Barbara und zugleich ein fester Höhepunkt im Dorfkalender. Trotz nasskalter Temperaturen strömten zahlreiche Gläubige und Besucher in die festlich geschmückte Kirche, deren Patronin – die heilige Barbara – seit jeher als Schutzpatronin des Ortes verehrt wird. Der feierliche Festgottesdienst wurde von H. H. Pfarrer Arnold Pirner zelebriert. Er begrüßte eingangs eine Reihe prominenter Gäste, darunter Landrat Andreas Meier, Landtagsabgeordneten Dr. Stephan Ötzinger, die drei örtlichen Bürgermeister Sebastian Hartl, Sigrid Ziegler und Johann Kick, die Mitglieder des Gemeinderats sowie Vertreter von Kirchenrat und -verwaltung. Besonders eindrucksvoll präsentierten sich zudem acht Vereine, die mit ihren Fahnen ein farbenprächtiges und würdiges Bild schufen. In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Pirner an die Geschichte der heiligen Barbara und zog Parallelen zur heutigen Zeit. So wie die Patronin in schwierigen Lebensumständen ihren Glauben bewahrte, gelte es auch heute, die Herausforderungen einer veränderten Welt mit Mut, Vertrauen und Zusammenhalt zu meistern. Nach dem Gottesdienst machte sich die Festgemeinde traditionell in Begleitung der Blaskapelle Oberwildenau auf den Weg zum Gasthaus Schärtl. Dort fand die gewohnte Einkehr statt – ein Zusammensein, das nicht nur dem geselligen Austausch dient, sondern auch dem „Politisieren”, wie es im Ort seit Generationen Brauch ist.


Weitere Artikel

Gruppenbild vor der Allianz Arena (Bild: Konrad Nickl)

FC Bayern Frauen stellen Zuschauerrekord auf - TSV Neudorf Juniorinnen live dabei

Ein historischer Tag für den deutschen Frauenfußball: Über 57.000 Zuschauer strömten am vergangenen Wochenende in die Allianz Arena, um das Bundesliga-Spiel zwischen den FC Bayern Frauen und Bayer Leverkusen zu verfolgen. Dies markierte einen neuen Zuschauerrekord im deutschen Frauen-Vereinsfußball. Mittendrin in dieser euphorischen Menge befanden sich die Juniorinnen des TSV Neudorf. Der Ausflug, organisiert von U13-Trainer Konrad Nickl, hatte zum Ziel, den Mädchen nicht nur ein Spiel zu zeigen, sondern sie Fußball in seiner Perfektion live erleben zu lassen und den Teamgeist zu stärken. Die Nachfrage war riesig: Über 60 Tickets wurden bestellt, sodass kurzfristig ein Bus von Bayer Reisen aus Pleystein organisiert werden musste. Die jungen Fußballerinnen sahen eine dominante Leistung des FC Bayern, der die ersten drei Punkte der Saison mit einem 2:0-Sieg sicherte. Während die erste Halbzeit noch etwas zäh war, zeigten die Stars Lea Schüller, Linda Dahlmann und Klara Bühl in der zweiten Hälfte ihr ganzes Können. Für die Neudorfer Juniorinnen war es ein unvergessliches Erlebnis, ihre Idole aus der Nähe zu sehen und Teil eines Rekordspiels zu sein. „Es war ein voller Erfolg”, so die Organisatoren. Ein zusätzliches Highlight war der obligatorische Stopp an einem Fast-Food-Restaurant, den der Busfahrer auf Wunsch der Mädchen einlegte. Ein gelungener Tag, der nicht nur die Leidenschaft für den Fußball, sondern auch die Gemeinschaft des Teams stärkte.
north