Patroziniums - Kirchenzug zur Lennesriether Kirche St. Jakobus mit Pfarrer Norbert Götz, Vereinen, Gremien und Trachtenkapelle Waldthurn (Bild: Franz Völkl)

Das Patrozinium der Mutterkirche gefeiert

Im Dorf Lennesrieth verschmilzt seit vielen Jahren die kirchliche und weltliche Tradition im Rahmen der Dorfgemeinschaft zum alljährlichen Jakobifest. Die dortige Dorfkirche St. Jakobus, eine beliebte Hochzeitskirche, ist dem Apostel Jakobus dem Älteren, Patron der Pilger, der einer der allerersten Jünger Jesu war, geweiht. Der Namenstag des Jakobus war bereits am Samstag, doch feierte die Lennesriether Dorfgemeinschaft mit vielen Gästen das Patrozinium am Sonntag. Der Kirchenzug zur Feier des Patroziniums dieser Mutterkirche der Waldthurner Pfarrei nahm im unteren Dorf Aufstellung und marschierte schmissig angeführt von der Trachtenkapelle Waldthurn, gefolgt von der Landjugend, MMC, Frauenbund, den Feuerwehren Lennesrieth, Waldthurn und Spielberg, Landvolk, den Tellschützen Spielberg und den einheimischen Bayerntreu-Schützen über den Dorfberg in Richtung Gotteshaus. Pfarrer Norbert Götz zog mit den Vereinen, Gläubigen, Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung, Bürgermeistern und Markträten in das schmucke Gotteshaus ein. Hans Feiler aus Oberbernrieth spielte an der Orgel, die Lennesriether Mesnerin Sieglinde Ertl sprach die Lesung und Fürbitten. Der Waldthurner Chor Amicanti unter der Leitung von Manuela Grünauer untermalte diesen Festgottesdienst, begleitet von Annika Pankotsch am E-Piano und Julia Mäckl auf der Klarinette mit Präzision, Herz und viel Gefühl. Als einer der Festmesse-Ministranten fungierte Jakob Lukas aus Albersrieth, der tags zuvor den Namenstag gefeiert hatte und passend zum Festtag seinen Dienst am Altar versah. Götz nannte den Heiligen Jakobus als einen der ersten und engsten Apostel von Jesus Christus. Jakobus sei der Heilige der Pilger und er sei eine Art Kompass auf dem Weg zu und mit Jesus Christus. Nach Jakobus ist einer der wichtigsten Pilgerwege in Europa benannt – der berühmte Jakobsweg, der bis „zum Ende der Welt“ in Santiago de Compostela führt. Nach der Patroziniumsmesse schloss sich ein zünftiger Jakobifrühschoppen in der Dorfmitte mit der Trachtenkapelle Waldthurn, die „444“ in riesigen Holzzahlen aufgestellt hatte, um auf ihr 444-jähriges Jubiläum am 15. August 2026 hinzuweisen, an. Georg Bocka begrüßte die Gäste erstmals in seiner Funktion als Bürgermeister von Waldthurn und Lennesriether Dorfsprecher zugleich. Er freute sich, dass der Andrang bei diesem Traditionsfest so groß war und dankte besonders den beteiligten Vereinen. Der „Kramer aus Oberbernrieth“ versorgte die vielen Gäste am Mittagstisch mitten im Dorf. Am Nachmittag sorgten der Waldthurner Richard Wagner und Schorsch Bauer aus Schwarzenfeld bis in den Abend für beste Stimmung und Unterhaltung am Dorfplatz. Nicht fehlen durfte die Kaffeestube im „Schneinder-Anwesen“. Zufriedene Gesichter hatten diejenigen, die eines der Brote, ein Stück Zwiebelkuchen, einen Schmierkuchen oder auch Butterbrot, Griebenfettbrot, „Schnillingbrot“, Geräuchertes auf Brot der berühmten Lennesriether Dorfbäckerinnen ergattern konnten.
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Patrozinium der
Jakobuskirche

„Der Apostel Jakobus der Ältere, Patron der Pilger, war einer der allerersten Jünger Jesu. Sein Grab in Santiago de Compostela ist eines der häufigsten Pilgerziele und ist es heute wieder“, sagt der Waldthurner Pfarrer Norbert Götz. Die Kirche in Lennesrieth ist dem Apostel Jakobus geweiht, das Patrozinium findet am kommenden Sonntag, 26. Juli, in Lennesrieth statt. Um 8.45 Uhr Aufstellung zum Kirchenzug mit Pfarrer Norbert Götz und Ministranten, mit dem Bürgermeister Georg Bocka und den Markträten sowie mit den Vereinsabordnungen und Fahnen, angeführt von der Trachtenkapelle Waldthurn. Im Anschluss an den Festgottesdienst Frühschoppen auf dem Dorfplatz. Zur Stärkung gibt es Weißwurst mit Breze. Für die musikalische Unterhaltung sorgt die Trachtenkapelle Waldthurn. Ab 11.30 Uhr wird das Mittagessen ausgegeben. Vom Caterer „Kramer“ aus Oberbernrieth werden angeboten: Schweinsbraten mit Knödel, Schäufele und Schnitzel mit Kartoffelsalat. Um 14 Uhr ist Andacht in der Dorfkirche. Im Anschluss daran wird das Flurkreuz zum Irlhof, das vor Kurzem einen neuen Corpus erhalten hat, gesegnet. Am Nachmittag öffnet die Kaffeestube am Dorfplatz. Torte und Schmierkuchen, aus dem Backofen frisch gebacken, werden angeboten. Außerdem gibt es die Spezialitäten aus dem Lennesriether Backofen: Zwiebelkuchen, Brot mit Geräuchertem, mit Schnittlauch, mit Fischaufstrich und anderem. Auch werden Grillfleisch und Bratwürste angeboten. Für den musikalischen Schwung sorgen Richard Wagner und Co.
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Maiandacht und traditionelle Sitzweil im Veidnstodl

Am heutigen Freitag, 8. Mai, findet um 19 Uhr eine feierliche Maiandacht in der St.-Jakobuskirche in Lennesrieth statt. Die musikalische Gestaltung übernimmt die Waldthurner Gruppe „TriAngel“ mit Andrea Götz, Steffi Daubenmerkl und Doris Völkl, an der Orgel begleitet von Georg Schmidbauer. Im Anschluss daran sind die Besucher herzlich zur traditionellen Sitzweil eingeladen, die – wie bereits seit vielen Jahren – im Veidnstodl abgehalten wird. Mit dabei ist unter anderem Peter Ermer (Gesang und Gitarre), ehemaliger Domspatz und derzeit Student für Gesang und Instrumentalmusik an der Universität Stuttgart, der seit Jahren ein fester Bestandteil der Sitzweil ist. Ebenfalls auf der Bühne steht Ludwig Schieder, ein Virtuose auf der steirischen Harmonika. Die Busheislmuse unter der Leitung von Stephan Scheufler ist erneut zu Gast, mitwirkend ist unter anderem Johann Fröhlich. Für weitere musikalische Vielfalt sorgt das KUBZ-Orchester (Kultur- und Bildungszentrum Waldsassen) unter der Leitung von Klemens Reif. Die Besetzung umfasst Saxophon, zwei Querflöten, Geige, zwei Gitarren sowie abwechselnd Klarinette und Blockflöte und Kontrabass. Auch Andreas Augustin aus Waldthurn wird an der Sitzweil teilnehmen. Durch das Programm führt die Lennesrietherin Doris Vitzthum, bekannt durch Radio Ramasuri. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Die Besucher dürfen sich unter anderem auf Spezialitäten aus dem Lennesriether Backofen freuen.
Das 51. Gemeindeschießen bei den Bayerntreu – Schützen in Lennesrieth. Von links Organisatorin Lena Kellner, Vizejugendschützenkönig Julian Schell, Jugendschützenkönigin Sophia Kleber, Schützenkönigin Marie-Christin Wallmeyer, Vizeschützenkönigin Monika Kleber und der Bayerntreu – Schützenmeister Bernd Bodensteiner. (Bild: Franz Völkl)

Erfolgreiches 51. Gemeindeschießen mit starken Leistungen

Die Schützinnen und Schützen der beteiligten drei Schützenvereine Bayerntreu Lennesrieth, Schützenverein Waldthurn, Tell Spielberg zeigten beim 51. Gemeindeschießen in Lennesrieth wieder ihr Können. Sophia Kleber aus Waldthurn wurde zur Gemeindejugendschützenkönigin mit einem 107,3-Teiler gekrönt. Ihr folgte der Waldthurner Julian Schell mit einem 166,8-Teiler. Neue Gemeindeschützenkönigin ist Marie-Christin Wallmeyer (Waldthurn) mit einem 38,2-Teiler, sie siegte knapp vor der für Bayerntreu Lennesrieth startenden Monika Kleber mit einem 41,6-Teiler. Die Siegerehrung fand im Bayerntreu-Schützenhaus statt, wobei Bayerntreu-Sportleiterin Lena Kellner die einzelnen Sieger zusammen mit Schützenmeister Bernd Bodensteiner kürte. Bürgermeister Josef Beimler sprach von einer mustergültigen Organisation des traditionellen, mittlerweile 51. Gemeindeschießens und gratulierte den zwei weiblichen Königinnen und den beiden Zweitplatzierten. In diesem Jahr waren 56 Schützen an den Start gegangen – 28 Waldthurner, sechs Tell-Schützen aus Spielberg und 22 Bayerntreu-Schützen aus Lennesrieth. Beim Kampf um die Jugendscheibe siegte ebenfalls Sophia Kleber (38,1 T.) vor Thomas Bodensteiner (82,6 T.) und Julian Schell (97,1 T.). Die weiteren Platzierungen: Anna Kleber, Johannes Müller, Oleksi Minakov, Michael Götz, Johannes Schell, Lennard Förster und Helena Gollwitzer. Bei der Glückscheibe gewann Markus Pühler (11,6-Teiler) vor Johannes Kleber (33,9 T.) und Roland Fichtl (34,1 T.). Bei der Meisterscheibe Schüler Luftgewehr siegte Anna Kleber (87,1 Ringe) vor Johannes Müller (84,2 Ringe). Jugend – Luftgewehr siegte Sophia Kleber (102,3 R.) vor Julian Schell (92,0 R.). Jonas Pühler gewann bei den Schützen Luftgewehr mit 104,4 Ringen vor Marie-Christin Wallmeyer mit 102,5 Ringen. Der Waldthurner Schütze Josef Pühler trug bei der Altersklasse Luftgewehr mit 101,7 Ringen den Sieg davon, ihm folgte Christina Lukas (Lennesrieth) mit 96,8 Ringen. Wolfgang Möhwald (Lennesrieth) gewann bei der Meisterscheibe – Luftpistole mit 100,2 Ringen vor dem ebenfalls für Lennesrieth startenden Thomas Anzer mit 98,2 Ringen. Bei der „Tell-Zehntel-Scheibe“, bei der die Spielberger Schützen die Preise gestiftet haben, sicherte sich Hubert Pühler (Waldthurn) mit 36 Ringen vor Julia Lukas (Lennesrieth) und Markus Pühler (Waldthurn) mit jeweils 35 Ringen den ersten Platz. Beim Schuss auf die Altersscheibe gewann Josef Pühler (30 T.) vor Wolfgang Möhwald (32,9 T.), Alexander Lukas (65 T.), Hubert Pühler (97,9 T.) und Monika Kleber (102,1 T.). Den Wettbewerb, bei dem bei den vier besten Schützen des jeweiligen Vereins die Ergebnisse addiert werden und die geringste Teilerzahl den Sieg ausmachte, gewann der SV 1956 Waldthurn mit 288,0 Teilern den Wanderpokal.


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Fußball im Lennesriether Schulgarten ist seit 29 Jahren am Heiligabend-Nachmittag Tradition. (Bild: Franz Völkl)

Fußball in Lennesrieth – Gastspieler vom Betzenberg

Manche der Mitspieler waren noch nicht auf der Welt, als es das traditionelle Heilig-Abend-Fußballspiel im Lennesriether Schulgarten bereits gab. Fußball zur Vorbereitung auf den Heiligen Abend findet alljährlich am 24. Dezember ab 13.30 Uhr im Lennesriether Schulgarten statt. Lokalmatador Martin Vitzthum ruft – und jeder, der Lust, Laune, technisches Können sowie mehr oder weniger Kondition hat, kommt und spielt mit. In diesem Jahr musste Franzi Striegl vom Haselranken, die bisher als einzige Fußballerin immer dabei war, pausieren. Sie kam mit Kinderwagen zum Lennesriether Schulgarten und hatte, warm eingepackt, ihre drei Monate alte Tochter Theresa dabei. Sie verfolgten das Spiel von Ehemann, Neu-Papa sowie stellvertretendem Dorfsprecher Christoph Striegl und natürlich das der restlichen neun Fußballer. Etwas schwierig war es, die einzelnen Fußballgrößen genau zu definieren, denn der böhmische Wind wehte ihnen gewaltig um die Nase und sie waren teilweise vermummt. Der Albersriether Jakob Lukas war dabei ein hartgesottener Spieler und marschierte mit kurzer Sporthose auf. In der „Perle der Oberpfalz” waren an diesem Nachmittag, an dem der nationale und internationale Fußball ruht, Fußballgrößen aus Lennesrieth, Albersrieth, Brunnhof, Goldbrunn oder auch Spielberg aufgelaufen. Sogar zwei junge Männer, Jakob und David vom Betzenberg in Kaiserslautern, hatten den Weg in die Lennesriether Schulgartenarena gefunden. Übrigens: Wer gegeneinander spielt, wird kurz vor Beginn festgelegt – in diesem Jahr angeblich Alt gegen Jung. Schiedsrichter: Fehlanzeige – Fairness geht vor. So haben alle richtig Spaß, mittlerweile seit 29 Jahren, auch mit wechselnder Besetzung. Das Ergebnis war wie immer zweitrangig.
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