Peter Hofmann als Zirkusdirektor auf der Bühne bei Akzente im SOS-Kinderdorf Oberpfalz (Bild: Holger Hassel)

Wenn Hasen fliegen und Erwachsene rote Nasen tragen

Lachen, Staunen und jede Menge Mitmachspaß bestimmten am vergangenen Freitag den Auftakt der Veranstaltungsreihe „Akzente” im SOS-Kinderdorf Oberpfalz. Zirkusdirektor Peter Hofmann sorgte mit seinem Kinderzirkus im vollen Saal für einen unvergesslichen Nachmittag. Die Besucherinnen und Besucher erlebten eine kurzweilige Mischung aus Zauberei und Mitmachaktionen. Schon vor Beginn der Vorstellung mischte sich Peter unter die Gäste. Er malte rote Clownsnasen, staubte Eltern und Opas ab oder „putze” mit seiner Spritzpistole Ohren und traf dabei aber vor allem die lachenden Nachbarinnen und Nachbarn. Zu Beginn der Vorstellung wurden dann alle im Publikum mit Wasserspritzern „aufgeweckt”. Nach einer humorvollen Präsentation seiner außergewöhnlichen Zirkustiere, wie dem chinesischen Schlappen-Jonglier-Hasen oder dem westafrikanischen Trapez-Elefanten, startete ein abwechslungsreiches Zauberprogramm, bei dem das Publikum immer wieder aktiv eingebunden wurde. Gleich beim ersten Trick durfte ein junger Assistent helfen, eine geheimnisvolle Zauberkiste zu öffnen. Als diese leer war, stellte Peter die Frage ans Publikum: „Welche Farbe hat das Nix?” Wenig später zauberte er einen Hasen in die Kiste. Besonderen Beifall erhielt auch ein Papa, der als Hasenschleuderbrettfangnetzhalter sein Können unter Beweis stellte. Anschließend brachte Peter mit rasanten Fingerzaubertricks den ganzen Saal zum Mitmachen. Die schnelle Abfolge aus Fingerübungen und Koordinationsaufgaben sorgte dabei nicht selten für schallendes Gelächter. Immer wieder verwandelten sich Bälle in andere Formen, vervielfachten sich oder wurden gemeinsam mit Kindern aus dem Publikum in Hasen, Herzen oder andere Überraschungen verwandelt. Für großes Staunen sorgte außerdem ein Zaubertrick mit einer aus Zeitungspapier gefalteten Schultüte. Mithilfe der Kinder verschwand Wasser darin und tauchte später auf magische Weise wieder auf. Ein SOS-Kinderdorf-Erzieher stellte sich dabei mutig als „Wasserversuchskopf” für die Wasserprobe zur Verfügung. Ein Höhepunkt der Vorstellung war der Zauberwettbewerb „Jung gegen Alt”. Kinder und Erwachsene traten in mehreren magischen Disziplinen gegeneinander an. Während die Erwachsenen am Ende mit roten Clownsnasen als Trostpreis bedacht wurden, erhielten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer stolz ihre Begabte-Zauberlehrlinge-Urkunden mit Peters Unterschrift. Den krönenden Abschluss bildete ein gemeinsames Finale mit dem großen Zirkusmarsch. Unter begeistertem Applaus wurden noch einmal alle Assistentinnen und Assistenten aus dem Publikum gefeiert. Am Ende waren sich alle einig, dass die Vorstellung beste Unterhaltung für die ganze Familie war und für viele strahlende Gesichter sorgte.
Interaktiver Vortrag mit Alexander Danzer (Bild: Alfred Schuster)

Café miteinander als Informationsbörse

Rauchmelder mit funktionsfähigen Batterien können Leben retten. Mit dieser Kernbotschaft einer Kurzgeschichte eröffnete Alfred Schuster den Nachmittag und begrüßte die Besucher: innen, die das 1. Mal dabei sind, die ab und zu kommen und die Dauergäste. Sodann waren das Kuchenbuffet und eine gemütliche Kaffeerunde eröffnet. Pfarrerin Friederike Steiner leitete mit einem Witz zum ernsten Thema Brandschutz über. „Zwei Männer klingeln an der Haustür und bitten um eine Spende für die Feuerwehr. Da sagt der Mann zu seiner Frau: Gib ihnen einen Eimer Wasser.” Ja, die Feuerwehr kostet den Kommunen Geld und das nicht zu wenig, so der Referent Alexander Danzer von der Freiwilligen Feuerwehr Immenreuth, der seit 35 Jahren ehrenamtlich Dienst am Nächsten leistet. Dabei verdeutlichte der Referent, dass die Ehrenamtlichen selbst jedoch keinen Cent für ihren Einsatz bekommen – eine freiwillige Arbeit, die schlichtweg unbezahlbar ist. Anschaulich erklärte er dem Publikum, warum Rauchmelder in jedem Haushalt unverzichtbare Lebensretter sind und wie man sich im Brandfall richtig verhält. Zudem erläuterte der erfahrene Feuerwehrmann Schritt für Schritt, worauf es beim korrekten Absetzen eines Notrufs ankommt. Applaus war der Dank des Publikums und ein kleines Präsent überreichte Brigitte Strößner an den Gast. Mit einem irischen Segen und einer herzlichen Einladung zum nächsten Café miteinander am 03.11.2026 zum Thema Kriegskindernothilfe e.V. aus Warmensteinach beschloss Frau Steiner den Nachmittag.
Von links: Frau Groß, Herr Seifert, Frau Ertl, Frau Amm (Bild: Jakob Seifert)

Gut vorbereitet auf den Schulbeginn: „easy start” in den Kitas der Stadt Kemnath

Seit dem Schuljahr 2020/2021 wird im Landkreis Tirschenreuth im Rahmen der Modellregion Inklusion das Programm „easy start” zur Förderung von Vorschulkindern durchgeführt. Es soll mögliche Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben und Rechnen früh erkennen und gezielt vor Schulstart entgegenwirken. Aktuell nehmen 14 Kindergärten teil, durchgeführt wird das Angebot von Sonderpädagogen der Förderzentren Immenreuth und Tirschenreuth. Zum Schuljahr 2026/2027 wird das Programm auch in den Kitas der Stadt Kemnath angeboten. An den drei Standorten mit sieben Kindergartengruppen werden dieses Jahr 59 Vorschulkinder an der Förderung teilnehmen. „Wir feuen uns sehr auf die Kooperation mit dem Kindergarten Kemnath, weil er eine große Einrichtung ist und wir dadurch viele Kinder erreichen”, erklärt Jakob Seifert, Rektor am SFZ Immenreuth. Das Vorschulalter ist für den späteren Erwerb des Lesens, Schreibens und Rechnens besonders wichtig. Kinder entwickeln in dieser Zeit ein grundlegendes Sprachverständnis sowie erste Vorstellungen von Mengen und Zahlen. Zunächst führen Frau Ertl und Frau Groß vom SFZ Immenreuth mit jedem Vorschulkind eine Überprüfung durch, um den Lernstand einzuschätzen. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die anschließende Förderung. Dazu arbeiten die beiden Sonderpädagoginnen wöchentlich jeweils etwa 20 Minuten im sprachlichen und 20 Minuten im mathematischen Bereich in Kleingruppen. Das Ziel des Programms ist es nicht, den Kindern das Lesen, Rechnen und Schreiben beizubringen, sondern ihnen früh die Unterstützung zu geben, die sie für einen erfolgreichen Übergang in die Schule benötigen. „Easy start” soll dabei die im Kindergarten geleistete Vorschularbeit nicht ersetzen, sondern durch einen präventiven Baustein ergänzen. Durch die enge Zusammenarbeit und den Austausch der Erzieherinnen und Erzieher mit den Lehrkräften soll jedes Kind die passende Förderung für einen gelungenen Start ins Schuljahr 2027/2028 bekommen.
Unsere Pilgergruppe nach der Andacht mit Pater Joachim (Bild: Lothar Porst)

Teilnehmer erfahren Stärkung bei Wallfahrt der Pfarrei Immenreuth nach Altötting

Die Pfarrei Herz-Jesu Immenreuth hatte zur Wallfahrt mit dem Bus nach Altötting eingeladen und viele schlossen sich uns an, um wieder eine Wegweisung für ihre Lebenssituation zu finden. Bereits bei der Hinfahrt gelang die Einstimmung der Teilnehmer auf die Erlebnisse im Wallfahrtsort durch gemeinsame Gebete sowie mit dem einfühlsamen Gesang von Marienliedern, mit denen unsere persönlichen Fragen und Erwartungen angesprochen wurden. Am Vormittag nahmen wir am Pilgergottesdienst in der gut gefüllten Basilika St. Anna teil. Wir konnten in der Gemeinschaft der Mitfeiernden unsere Anliegen vor Gott bringen. Das Erlebnis des feierlich gestalteten Gottesdienstes, der auch musikalisch eindrucksvoll mit Sologesang begleitet wurde, zeigte uns die Hoffnung und den Mut, mit denen wir als Gläubige unser Leben angehen können. Nach der Messe nutzten wir die freie Zeit, um uns leiblich zu stärken und Altötting selbst näher kennen zu lernen mit seinen zahlreichen religiösen Stätten, den verschiedensten Geschäften bzw an zahlreichen Markt- und Devotionalienständen. Unsere Andacht im Kongregationssaal zum Abschluss des Besuchs gestaltete der aus Immenreuth stammende Pater Joachim, wobei wir bei seiner Meditation nochmals die Gelegenheit hatten, zu innerer Ruhe zu finden. Dabei konnten sich viele von uns klar machen, was und wer uns eigentlich in unserem Leben wichtig ist. Diese Grundeinstellung und das darauf aufbauende Vertrauen in Mitmenschen ist wichtig, um für unser sonst so oft aufgeregt und hektisch verlaufendes Leben die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Die Teilnehmer bedankten sich bei unseren Vorbeterinnen Claudia und Margit für die gute Organisation und den schönen Ablauf, weshalb wir in jeder Weise gut gestärkt in der Heimat wieder angekommen sind.


Weitere Artikel

Verabschiedung Jasmin Heindl (Bild v.l.: Jakob Seifert, Schulleiter, Jasmin Heindl, Alfred Schuster, Vorsitzender, Bernhard Söllner, 3. Bürgermeister (Bild: Stefanie Danzer)

Aktive und bewegte Schulgemeinschaft

Bei der Jahreshauptversammlung des Sonderpädagogischen Förderzentrums Immenreuth hat sich wieder einmal deutlich gezeigt, was für eine aktive und innovative Schule hier vor Ort ist. Der Schulleiter, Jakob Seifert, berichtete von zahlreichen ergänzenden Projekten zum Unterricht. Das Schulforum wurde zum Halbjahr ins Leben gerufen. D. h., Schüler, Eltern und Lehrkräfte werden bei Fragen, die sie gemeinsam betreffen, gefragt und bestimmte Entscheidungen erfordern nämlich das Einvernehmen des Forums. Von umfassenden Aktionen des Jahres gab Jakob Seifert weitere Einblicke in das Leben der Schule. „Das Leben damals – vor ca. 400 Jahren“, „das Projekt Pausenkiste“, „die Ausbildung von Schülerinnen und Schülern zu Medientutoren“, „der Besuch der Bundeswehr“, „Betriebsbesichtigung bei der Firma Hegele in Kemnath“, „Erkundungen auf dem Bauernhof und bei der Obstpresse“ waren nur ein Ausschnitt aus der Vielfalt der Initiativen. Frau Gabriele Schecklmann berichtete vom Schulfrühstück, das auf ihre Initiative hin im abgelaufenen Schuljahr eingeführt wurde. 30 bis 38 Schülerinnen und Schüler nehmen das täglich in Anspruch. Eltern und Großeltern engagieren sich hier ehrenamtlich und verdienen hohen Respekt und Anerkennung. Gefördert wird die Maßnahme vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales. Bernhard Söllner, 3. Bürgermeister, überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde und lobte die vielen Kooperationen des Förderzentrums mit der Grundschule. Er freute sich über diese positiven Entwicklungen auch bezogen auf das Schulfrühstück. Bei den Neuwahlen gab es kaum Veränderungen. Alfred Schuster bleibt erster Vorsitzender, so wie Bernhard Söllner sein Stellvertreter, Kassier Holger Hassel und Wolfgang Prechtl und Michael Ackermann Revisoren. Nach dem Ausscheiden von Jasmin Heindl als Schriftführerin wurde Rebecca Ertl als Nachfolgerin gewählt. Mit einem kleinen Präsent wurde Frau Heindl für ihre Tätigkeit gedankt. Viele dieser Projekte und Unternehmungen unterstützte der Förderverein. Diese Zusage gab der Vorsitzende bei einem guten Kassenstand auch für das kommende Schuljahr.
Gruppenbild der Teilnehmer an den Schanzen von Planica (Bild: Lothar Porst)

KAB Immenreuth entdeckt Schätze der Natur, Kultur und den Genuss Sloweniens

Die Mehrtagesfahrt der KAB Immenreuth nach Slowenien bot viel Abwechslung zwischen Kultur, Natur und kulinarischen Entdeckungen. Beim Besuch der Hauptstadt Ljubljana fanden wir eine saubere und lebensfrohe Stadt vor. Das zeigt gut den Lebensmut der Bevölkerung, die nach der vollständigen Zerstörung der Innenstadt durch das Erdbeben von 1895 die Gebäude im Zentrum nach historischen Vorbildern wieder modern aufbaute. Es sind schmucke und teils farbenfrohe Gebäude und Plätze, dazu Markthallen nach römischen Vorlagen und es gab reges Treiben entlang der Straßen am Fluss und auf den zahlreichen Brücken. Dann - ein See am Fuß des Gebirges mit Insel, einer Burg und Wallfahrtskirche - die Kleinstadt Bled ist Anziehungspunkt für viele Besucher. Doch die Slowenen verstehen die Menschenmassen zu verteilen. Die Ruderboote hin zur Insel sind mit Muskelkraft bewegt, relativ klein und die Wallfahrtskirche der Insel nur damit erreichbar. Wir konnten uns auf der Seepromenade, in Cafes und zum Wandern auf den Burghügel aufhalten. Bemerkenswert ist die Sauberkeit in der gesamten Region, offenbar legen die Slowenen großen Wert, dass Orte und ihre natürlichen Umgebung ein gutes Bild abgeben. Die Natur in ihrer Ursprünglichkeit erlebten wir in den Julischen Alpen. Das enge Tal des Soca mit tief in den Kalkboden eingeschnittenem Gewässer, Wasserfällen und kiesigen Badestellen war nur über wilde
„Wegzehrung” zu einer „An-Geh-Dacht”. (Bild: Margit Hübner)

Orte, wo wir Gott erfahren können

Zum ersten Mal machte sich die „Wegzehrung” zu einer „An-Geh-Dacht” außerhalb der vertrauten Christuskirche in Immenreuth auf den Weg nach Ahornberg. Trotz der hohen Temperaturen kamen fast 30 Gäste, die sich mit dem Team Werner Schlöger, Heidi Raab und Gertraud Burkhardt sowie dem Gitarristen Robert Bayer vor dem wunderschön gelegenen Ahornberger Feuerwehrhaus trafen. Es war von Anfang an eine herzliche ökumenische Verbundenheit spürbar. Hier fand bereits die erste Kurzandacht zum Thema „Orte, wo wir Gott erfahren können” statt, da dies ein Ort einer helfenden Gemeinschaft ist. Die nächste Station war die Ahornberger Kapelle, wo die Bedeutung eines solchen Gebäudes für unsere Beziehung zu Gott meditiert wurde, begleitet von meditativen Gitarrenklängen. Weiter führte der Weg nun in den Wald. Dort wurden Bäumen und deren Wurzeln in Bezug gesetzt zu der Verbundenheit des Menschen mit Gott. Schließlich wanderte die Gruppe das letzte Stück des etwa 1,8 km langen Weges über die Hölzlmühle wieder zurück zum Feuerwehrhaus. Am Ausgangspunkt wurde diese kleine besinnliche Wanderung mit Gebet, Vaterunser, Segenslied und Segen abgeschlossen. Freiwillig gaben die Teilnehmer Spenden zugunsten der Kapelle und der Feuerwehr. Das Team dankte herzlich den freundlichen Unterstützern bei der Feuerwehr und der Pfarrgemeinde in Ahornberg. Anschließend blieben alle beisammen, um die mitgebrachten Speisen und Getränken bei angeregten Gesprächen zu verzehren. Fast ein „Abend-Mahl” am Abend!
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