„Zum Ökumenischen Weltgebetstag 2026 trafen sich Frauen aus den Pfarreien St. Konrad und St. Markus im neuen Pfarrheim St. Konrad. Nigeria war in diesem Jahr das Motto-Land des Weltgebetstages mit dem, von nigerianischen Frauen ausgewählten Thema: „Kommt! Bringt eure Last“. Im landestypisch farbenfroh und schön dekorierten Pfarrsaal feierten die Frauen zu Beginn einen Gottesdienst mit ansprechenden, rhythmischen Liedern und drei bewegenden Geschichten nigerianischer Frauen. Die Kollekte im Gottesdienst war ein Zeichen für die weltweite Solidarität der Frauen. Mit ihr werden Frauen und Mädchen rund um den Erdball, sowie die internationale Weltgebetstagsbewegung unterstützt. Die Vorstandschaft des Kath. Frauenbundes St. Konrad hatte ein leckeres, kleines Buffet mit Getränken, verschiedenen Kuchen und einem Reis-Gericht vorbereitet und die Gäste, darunter auch Pfarrer Johannes Lukas und Pfarrvikar Patrick Akpan, konnten die Spezialitäten nach Rezepten aus Nigeria probieren. Ein interessanter Bildervortrag informierte die Frauen über Nigeria, das bevölkerungsreichste Land im Westen Afrikas mit reichen Bodenschätzen, die Segen und Fluch zugleich sind. Der Klimawandel und die Umweltzerstörung sind für die Menschen im Land eine Lebensbedrohung. Pfarrvikar Patrick Akpan, der aus dem Süden Nigerias stammt, berichtete den aufmerksamen Zuhörerinnen von der Situation in seinem Heimatland. Aufgewachsen im Süden, wo 90% der Bevölkerung den christlichen Glauben lebt, dominieren grüne Landschaften. Im Gegensatz dazu ist der Norden des Landes von Wüste geprägt, es herrscht der Islam als Religion und die Region wird immer wieder von Angriffen und Entführungen der Terrorgruppe Boko Haram erschüttert. Viele junge Mädchen, so Pater Patrick, werden bereits im Alter von 12 bis 13 Jahren zwangsverheiratet und ungewollt schwanger. Drei Haupt-Volksstämme und mehr als 400 Muttersprachen existieren in Nigeria, wobei Englisch als Amtssprache zur allgemeinen Verständigung dient. Mit dem Segen des Paters endete der Ökumenische Weltgebetstag der Frauen im Pfarrheim.“ (Narony Gaby)