Wie in jedem Frühjahr lud der „Arbeitskreis Mundart Weiden (Opf)” auch heuer wieder zur traditionellen Frühjahrslesung in die Almrauschhütte des Trachtenvereins „Stamm e.V.” ein. Der heimliche „Chef” des Arbeitskreises, Wolfgang Leo Bäumler, konnte viele Besucher begrüßen und führte gewohnt humorvoll durch die Veranstaltung. Die Vertreter der lokalen Politik waren diesmal leider alle anderweitig gebunden.
Die Autoren Wolfgang Leo Bäumler, Gertraud Mois, Günter Weber, Helmut Erndt, Christa Haubner und Markus Keßler erzählten neue „Hudala, Gschichtn und Stickla”. Bäumler berichtete von „verbotenen Wörtern”, vom echten Nikolaus und wie sich KI in der Mundart auswirken (könnte). Vom Klassentreffen, der Hausschlachtung und über das „ka passiern” erzählte Gertraud Mois. Nachdem Günter Weber über „wäjs woar - wäjs is”, von Blumen für Mädchen sprach und noch „wos positivs” berichtete, reimte Helmut Erndt über einen Lottogewinn, dessen Auswirkungen anders als gedacht abliefen, erklärte dass zumindest eher der Mann vom Affen abstammt und von einem wildgewordenen Modellkran zu Weihnachten. Christa Haubner erzählte Geschichten von früher, diesmal von ihrer Führerscheinprüfung, von einem schönen Fest, bei dem der Nachbar vor lauter Rausch ins falsche Schlafzimmer abbog, und von einem Spaziergang am geladenen Weidezaun entlang, der der Tante einiges abverlangte. Markus Keßler reimte über den Bikini-Kauf der „Grundler-Oma”, über einen schönen Tod und vom Pfarrer, der aus Selbsthilfe mit seiner Haushälterin, einer Ordensschwester, so tat als wären sie verheiratet.
Im Rahmen der Veranstaltung präsentierte der Arbeitskreis die 16.te Ausgabe des „Zungaschlooch”, der wieder ein Kompendium der Werke der Autoren darstellt.
Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der Gruppe „Andrersaits”, die mit feinen Tönen und schönen Stücken die passende Ergänzung zur Lesung waren. Die Herbstlesung wird am letzten Freitag im November stattfinden.