Die Nordoberpfälzer Musikfreunde haben bei ihrer Jahreshauptversammlung zahlreiche langjährige Mitglieder ausgezeichnet und zugleich einen Blick auf ein ereignisreiches Vereinsjahr geworfen. Vorsitzender Horst Fuchs hob die Bedeutung des Vereins für Brauchtum, Kultur und musikalische Nachwuchsförderung hervor. „Wir wollen die musikalische Vielfalt in der Region erhalten und gleichzeitig jungen Musikanten eine Plattform geben“, betonte er. Neuwahlen standen diesmal nicht an. Allerdings kündigten Fuchs und seine Stellvertreterin Anita Wiendl an, im kommenden Jahr nach vielen Jahren an der Spitze nicht mehr zu kandidieren. „Wir haben frühzeitig darauf hingewiesen, damit sich Interessierte für die Verantwortung melden können“, erklärte Fuchs.
In seinem Rückblick erinnerte der Vorsitzende an ein umfangreiches Programm. Höhepunkt sei der „Oberkrainer Abend“ mit der Gruppe Power-Hoch-5 gewesen. Auch das Musikantentreffen in der Faschingszeit mit Maskenprämierung habe großen Anklang gefunden. Im Mai begleiteten Musikanten die Maiandacht beim Sparrerwirt, gestaltet vom Josephshofer Hausgesang. Am Pfingstsonntag lud der Verein zum Pfingstmusikantentreffen mit Kuchenbüfett ein. Einen Monat später trafen sich 18 Musikanten beim Maler-Michl in Waldthurn. Gesellige Begegnungen boten zudem eine Tagesfahrt sowie eine Tourfahrt nach Stulln. Zum Jahresabschluss spielten geladene Gruppen für eine OTV-Aufzeichnung. „Auch organisatorisch haben wir einiges bewegt, etwa die Betreuung unserer Homepage durch Erwin Hornauer und neue Ansätze in der Jugendförderung“, sagte Fuchs und verwies zudem auf die neue WhatsApp-Gruppe.
Kassier Peter Ertl legte den Kassenbericht vor. Die Revisoren Alfons Betzl und Dagmar Schletz bestätigten eine einwandfreie Führung. „Alle Eintragungen sind korrekt“, erklärte Schletz und beantragte die Entlastung, die einstimmig erfolgte. Bürgermeister Reinhold Wildenauer überbrachte die Grüße der Stadt. „Die Nordoberpfälzer Musikfreunde leisten einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Identität unserer Region“, würdigte er die Arbeit des Vereins. Ehrenmitglied Günther Magerl stellte für den Heimatring die Dachorganisation vor. „Unter unserem Dach engagieren sich 68 Vereine, die Brauchtum und Kultur lebendig halten“, sagte Magerl.
Schriftführer Michael Wiendl führte durch den weiteren Ablauf und ehrte gemeinsam mit Fuchs langjährige Mitglieder mit Urkunden. Für 35 Jahre zeichneten sie Manfred Wild, Emma Vitzthum, Helmut Scheufler, Gustav Müller, Uwe Mühlbauer, Theo Helgert, Heiko Daubenmerkl und Rita Bunzel aus. Ebenso seit 35 Jahren dabei sind die Ehrenmitglieder Roland Hansl, Karlheinz Deisinger, Hans Giesl, Rüdiger Hortig, Stefan Karl, Josef Luber und Günter Woppmann. Seit 30 Jahren gehören Mirko Nordgauer, Monika Pöllmann, Robert Sambauer, Hans Daller und Wilhelm Hösl dem Verein an sowie die Jugendblaskapellen Parkstein und Pirk. Für 25 Jahre erhielten Christian Steger und Josef Baier die Auszeichnung. Seit 20 Jahren engagieren sich Matthias Steger, Erich Regler, Horst Maibach, Martin Duschner, Barbara Dineiger, Brunhilde Bergler, Ingrid Steger und Andreas Augustin. Einige Mitglieder waren verhindert; ihnen werden die Urkunden nachgereicht. Aus der Vorstandschaft schieden Barbara Dineiger und Thomas Fritsch aus und erhielten ein Präsent.
Zum Abschluss kündigte Fuchs kommende Termine an. Das Pfingstmusikantentreffen findet am 24. Mai um 14 Uhr in der Almhüttn statt. Am 27. Juni beginnt „A zünftige Musi“ beim Michl in Waldthurn um 19 Uhr. „Wir hoffen wieder auf viele Musikanten und Gäste“, sagte der Vorsitzende.