Eine außergewöhnliche „Sternstunde“ erlebten die Senioren der Pfarreiengemeinschaft mit der Referentin Kathrin Karban-Völkl aus Kemnath beim Seniorennachmittag im April.
Die Leiterin der Senioren St. Elisabeth, Margit Konze, freute sich über die zahlreich erschienenen Senioren und Gäste und Stadtpfarrer Thomas Jeschner, der sehr herzlich alle Anwesenden begrüßte und eine frohe und gesegnete Osterzeit wünschte.
Mit dem Ritual, dem Entzünden der Kerze, Zeichen des Vertrauens, dass Gott auch in dieser Stunde da ist und uns durch Höhen und Tiefen des Lebens begleitet, begann dieser Nachmittag. Nach der Einstimmung mit österlichen Gedanken zur Auferstehung Christi und der Ermutigung, dass auch wir aus unseren Sorgen und Ängsten auferstehen und leben und glücklich sein können, stimmten alle mit ein bei „Halleluja, lasst uns singen”.
„Gestern war ich noch jünger“- Vom Altwerden und Jungbleiben, so lautete das verheißungsvolle Thema der Religionspädagogin und Texterin Kathrin Karban-Völkl. Sie hatte angekündigt, sich mit den Anwesenden auf die Suche zu machen, um die wahre Kunst des Älterwerdens zu entdecken.
Denn alt werden will jeder, alt sein jedoch die wenigsten. Deshalb lohne es sich, so Frau Karban-Völkl, das Älterwerden in den Blick zu nehmen, ganz gleich, in welcher Altersstufe man sich befinde. Mit sprühendem Charme und Herzenswärme erzählte die Referentin, wie wichtig es wäre, im Augenblick zu leben und nicht in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Das Ja-Sagen zum Leben, sich nicht mit anderen zu vergleichen, sich freuen über das Dasein, über ein unerwartetes Lächeln anderer und – so wie Gänseblümchen es tun – dort blühen, wo man steht.
Mit einem Lied, welches als Spirale auf ein Blatt geschrieben und deshalb fortlaufend zu drehen war, begeisterte die Referentin die Anwesenden und erhielt spontanen starken Zwischenapplaus.
Aber auch ernstere Töne schlug Frau Karban-Völkl an. Sie ermutigte alle Anwesenden, auch in schweren Zeiten, wenn Lebensstürme toben, nicht zu wanken und auf Gott zu vertrauen, der die Kraft gibt – in Anlehnung an einen Baum – zum festen Stamm zu wachsen und tiefe Wurzeln zu schlagen. Mit dem Lied „Herr, wie ein Baum, so sei vor dir mein Leben“ und dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse endete der inspirierende, tief berührende Nachmittag, der eine wahre „Sternstunde“ war.