Die RSK Neualbenreuth hat in ihrer JHV 2026 nach einem Jahr Übergangszeit die Weichen neu gestellt. Mit geänderten Strukturen und neuen Gesichtern wird der alte und neue Vorsitzende Meinhard Köstler gemeinsam mit zwei weiteren Vorsitzenden die Soldatenkamerad-schaft in die Zukunft führen. Auch alle anderen Führungsfunktionen sind bei den Ergänzungswahlen wieder vollständig besetzt.
Ein Jahr Bedenkzeit hatten sich die Neualbenreuther Soldaten in der JHV 2025 selbst gegeben, um sich über die Zukunft ihres Vereins Gedanken zu machen. Damals konnten weder Vorsitzende gefunden noch wichtige Vereinsfunktionen besetzt werden. Soll der Verein aufgelöst werden? Ist die Fusion mit der Nachbarkameradschaft Wernersreuth eine Lösung? Oder würde sich doch eine neue Führungstruppe finden? Die beiden einladenden kommissarischen Vorsitzenden Meinhard Köstler und Werner Plonner rechneten für den letzten Januarsonntag mit einer entsprechenden Diskussion.
Am Ende der entscheidenden Vorstandschaftssitzung zwei Wochen vorher lag plötzlich eine Lösung auf dem Tisch. Die „alten Vereinshasen“ hatten dank ihrer langjährigen Erfahrung personelle Alternativen einbringen können. Wahlleiter Gregor Köstler konnte dadurch in der Versammlung am 25. Januar 2026 den problematischen Tagesordnungspunkt „Wahlen“ überraschend kurz und erfolg-reich abwickeln: Als Kassier stellte sich der bisherige Fähnrich Franz Stoll zur Verfügung. Die Vereinsfahne übernimmt Werner Plonner. Ergänzt durch einen neuen dritten Mann wird die RSK Neualbenreuth von Meinhard Köstler, Ferdinand Gatter und Wolfgang Tischler geführt. Kanoniere bleiben Helmut Dimmling und Rudolf Sporrer. Damit sind auch eine Vereinsauflösung und -fusion vom Tisch. Dieses Ergebnis war den Mitgliedern ein kräftiger Applaus wert.
Drei weitere TO-Punkte wurden teilweise sehr kontrovers diskutiert: Das hiesige Kriegerdenkmal als Eigentum der Gemeinde steht für eine gründliche Reinigung bzw. fachmännische Renovierung an. Insbesondere der Moosbewuchs und die schwindende Goldschriftgravur machen Sorgen. Kamerad Artur Kursawe werde fachlichen Rat einholen und dann mit der Gemeindeverwaltung eine mögliche Vorgehensweise besprechen. Die Lagerung der wertvollen Gründungsfahnen und Ordenerinnerungsbänder ist im Archivgebäude „Raiffeisenstraße“ vorgesehen. „Hoffentlich bereiten uns die niedrigen Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit in den nicht beheizbaren Räumen keine Schwierigkeiten!“, sorgte sich 1. Vors. Meinhard Köstler. Er gab auch bekannt, dass er nach 43 Jahren die Organisation der Kriegsgräbersammlung an die Gemeinde zurückgeben werde: „Wir brauchen für unsere gemeindliche Erinnerungskultur frisches Engagement und neue Ideen!“
Mit der Erwartung, dass die anstehende neue Wehrpflicht langfristig die nötigen jungen 80.000 Männer und Frauen zur Bundeswehr bringen werde und mit der Bekanntgabe des Termins für das Kameradschaftsessen am 1. März schloss 1. Vors. Meinhard die Jahresversammlung 2026.