Radon als Heilmittel bei der Behandlung rheumatischer Erkrankungen, Fibromyalgie, Morbus Bechterew und weiteren Krankheitsbildern ist seit Jahrzehnten erfolgreich in vielen europäischen Kurbädern im Gesundheitseinsatz. Ob durch Wannenbäder, Stolleneinfahrten oder Trinkkur: Viele Erkrankte berichten von schmerzlindernder Wirkung der Behandlung durch dieses natürliche Heilmittel und in Folge dann die mögliche Reduktion von klassischen Medikamenten.
Wissenschaftliche Studien hierzu und gemeinsames Marketing ist Auftrag und Ziel des Vereins Europäische Radonheilbäder e.V. (EURADON) mit Sitz im sächsischen Bad Schlema, zu dem sich Kurbäder in Deutschland, Österreich, Tschiechen und Polen zusammenschlossen. Bei der Herbsttagung trafen sich die Vereinsmitglieder kürzlich im Sibyllenbad. Kurärzte und Geschäftsführer der Unternehmen erhielten am Vormittag Informationen zu aktuellen wissenschaftlichen Studien zur Radontherapie. Am Nachmittag standen die künftige gemeinsame Arbeit und weitere wissenschaftliche Projekte im Fokus. Bei der satzungsgemäßen Neuwahl des Vorstandes wurden Dr. Kathrin Bösecke-Spapens (Bad Schlema) als Vorsitzende und Christoph Köstinger vom Gasteiner Heilstollen als ihr Vertreter bestätigt. Als Kassier neu dabei ist Deddo Lehmann aus Bad Schmiedeberg. Bei den Kassenprüfern folgt Kurdirektor Kai Hoffmann aus Bad Steben auf Sibyllenbad-Chef Gerhard Geiger.
Im einzigen Kurbad der nördlichen Oberpfalz werden die Radonbäder in einer, vom früheren Badearzt Prof. Dr. Dr. Wolfgang A. Grunewald entwickelten, Kombination mit Kohlensäurewasser abgegeben. Damit ist die Radontherapie besonders kreislaufschonend möglich. Es gäbe keine Garantie der Schmerzlinderung bei rheumatischen Erkrankungen aber über 500.000 Wannenbäder in der Unternehmensgeschichte sind eindeutig und unterstreichen die Wirkung, so leitender Therapeut und Chef der medizinischen Abteilung im Sibyllenbad Nils Stoye.