Die geplanten Änderungen im Bayrischen Jagdgesetz und der aktuelle Stand zu den Rotwildgebieten waren Themen bei der ARGE Jagd im Bayrischen Bauernverband: Über 40 Vertreter der Jagdgenossenschaften und Gäste folgten der Einladung zur Jahresversammlung. Christian Kaul vom Bayrischen Waldbesitzerverband erläuterte die PEFCZertifizierung und die finanziellen Vorteile, die sich ergeben aber auch die Pflichten, die Waldbesitzer und Jagdgenossenschaften haben. Ein Kriterium der Zertifizierung ist, dass Waldbesitzer im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf Wildbestände hinwirken, die eine Verjüngung der Hauptbaumarten ohne Schutzmaßnahmen ermöglichen, frische Schälschäden minimieren und die biologische Vielfalt fördern. Jagd wird dabei als Dienstleistung gesehen. Ausgehend vom Waldpakt Bayern 2023 wurde eine längst überfällige Überarbeitung des Bayr. Jagdgesetzes angestoßen. Nach der Verbändeanhörung und der Einigung im bayrischen Kabinett soll es demnächst verabschiedet werden. Kernpunkte sind Änderungen der Jagdzeiten für Rehwild, angepasst an die veränderten Vegetationszeiten und die Möglichkeit, auf den Abschußplan für Rehwild zu verzichten. Mehr Freiheitmehr Verantwortung, es soll aber auch mehr Bewusstsein in den Jagdgenossenschaften erreicht werden. Hubert Hofmann von der Hauptgeschäftsstelle Regensburg erläuterte den Stand der kurz vor dem Abschluss stehende RotwildGenetikStudie der TU München. Mit der Studie sollen die genetische Vielfalt, Kondition und Populationsstruktur erforscht und ein Rotwildmanagement frei von ideologischen und politischen Deutungen erreicht werden. Grußworte der Gäste und einige Fragen aus der Versammlung rundeten die Versammlung ab. Über die Arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer im Bayerischen Bauernverband: Sie ist das zentrale Beratungsgremium des Bayerischen Bauernverbandes in allen jagdpolitischen, jagdrechtlichen und jagdpraktischen Fragen. Sie vertritt die Interessen der Inhaber des Jagdrechtes.