Am Sonntag, 25.01.2026 wurde das Hauptfest der Frauenkongregation „Maria unter dem Kreuz” begangen. Den Gottesdienst zelebrierte Herr Dekan Thomas Helm. Nach der eucharistischen Anbetung endete der Festtag mit der Schlussandacht am Nachmittag. Seit dem Jahr 1630 besteht die Glaubensgemeinschaft und zählt somit zu den ältesten Organisationen der Stadt. Am 06. Mai desselben Jahres genehmigte der Regensburger Bischof Albert diese Bruderschaft, die den Namen „Maria unter dem Kreuz” annahm. Anschließend wurde sie von den Jesuiten errichtet, für beide Geschlechter. Es wuchs die Zahl der Mitglieder in einer solchen Weise, dass sie in der Hofkapelle keinen Platz mehr fanden, weshalb die Männer ausschieden und sich der Kongregation „Maria Verkündigung” anschlossen. Nach der Reformation wurden die Jesuiten vom Kurfürsten Maximilian berufen, die Bewohner der ihm zugefallenen Oberpfalz, wieder zum katholischen Glauben zurückzuführen und zu festigen. Die Mitglieder der Kongregation „Maria unter dem Kreuz” wurden angeleitet, die schmerzhafte Mutter Gottes in besonderer Weise zu verehren. Als Gotteshaus für die Versammlungen und Gottesdienste der Kongregation wurde die im 15. Jahrhundert erbaute Frauenkirche, die Hofkapelle erwählt. Diese Kirche verdankt ihr Entstehen den Bürgern Ambergs, welche sie aus ihren Mitteln errichtet haben. Eine wichtige Aufgabe der Bruderschaft war seit ihrer Gründung der Unterhalt und die Ausstattung der Frauenkirche. Bis in die heutige Zeit übergeben die Sodalinnen beim Hauptfest in großzügiger Weise ihr Jahresopfer. Damit werden verschiedene Projekte in unserer Region, sowie Missionseinrichtungen weltweit unterstützt.