Mit einem solchen Zuspruch hatten selbst engagierte Mitglieder der Vorstandschaft des Schützenvereins Frauenreuth nicht gerechnet. Begünstigt durch traumhaftes Frühlingswetter strömten neben Einheimischen auch viele auswärtige Gäste zum Dorfanger in Frauenreuth. Den Grundstein für die alljährliche Attraktion legten bereits am Vortag des 1. Mai, arbeitswillige Mitglieder. Die Maibaumspitze und die -kränze wurden mit bunten Bändern geschmückt und das Festgelände hergerichtet. Am „Tag der Arbeit“ selbst wurde die alte Tradition, mit geballter Muskelkraft das Frühlingssymbol aufzustellen, auch in diesem Jahr gepflegt. Mit einem Bagger oder einem Kran den Maibaum aufstellen - das kommt für die Frauenreuther Sportschützen seit über 60 Jahren nicht in Frage. „Das alljährliche Aufstellen passiert bei uns mit Stangen“, unterstrich Vorsitzender Wolfgang Schlicht gegenüber einer Wandergruppe, die das Aufstellen interessiert verfolgte. Mit diesen Stangen, wo immer zwei zusammengebunden werden und als „Schwalbe“ ihren Dienst verrichten, funktionierte das Aufstellen abermals perfekt. Mit lediglich drei Schwalben wurde der neue 1.000 Kilo schwere und 26 Meter lange Maibaum von vielen jungen kräftigen Männern Schritt für Schritt in die Höhe gedrückt. Das anschließend stattfindende Maibaumfest brachte einen Rekordbesuch. Von der großen Auswahl an Kuchen, saftigen Steaks und Bratwürsten sowie Käse und Brezen, machten die vielen Gäste rege Gebrauch. Seine erste öffentliche Amtshandlung als neuer Bürgermeister vollzog Adrian Käß. Für das künftige Friedenfelser Gemeindeoberhaupt war dies eine besondere Freude, wie er im Gespräch mit Oberpfalz Medien anklingen ließ. „Zum einen ist es mein Heimatverein, zum anderen ist das Maibaumaufstellen ein kulturelles Highlight in Friedenfels“, unterstrich Adrian Käß. Für die gelungene Maibaumaktion überreichte er an Wolfgang Schlicht eine Spende. Der Schützenmeister des Schützenvereins Frauenreuth bedankte sich mit einem herzlichem Vergelt`s Gott.