Schützenmeister Wolfgang Schlicht (links) und Sportleiter Bernhard Stock (rechts) gratulieren den Gewinnern des Kirchweihschießens 2026, Hannelore Janko, Christine Schraml und Johannes Schraml (von links).<br> (Bild: Bernhard Schultes)

Kirchweihfeier vereint Tradition und Gemeinschaft beim Schützenverein Frauenreuth

Bürgermeister und stellvertretender Vorsitzender Adrian Käß unterstrich zu später Stunde und am Ende der traditionellen alljährlichen Schützenveranstaltung: „Eine solche Kirchweih gab es schon lange nicht mehr.“ Dabei war er nicht allein mit dieser Aussage; schon während des Treffens lobten viele Besucher die sportliche und fröhliche Feier. Die Beliebtheit und lebendige Tradition der Kirchweih bei den Frauenreuther Sportschützen zeigten sich außerdem im prall gefüllten Schützenheim, in dem einmal mehr Neumitglieder Glückskönigin Fortuna auf ihrer Seite hatten. Das Kirchweihschießen wird seit über sechs Jahrzehnten verbunden mit einem geselligen Beisammensein gepflegt. Dabei wurden bereits Pokale, kleine Sachpreise und kostbare Kirchweihscheiben vergeben. Seit 1984 steht beim sportlichen Wettstreit ein kostbarer Bleikristallpokal an der Spitze, der den drei Erstplatzierten zudem Geldpreise verschafft. Die begehrte Trophäe sicherte sich in diesem Jahr Christine Schraml. Die weiteren Plätze auf dem Stockerl wurden von Hannelore Janko und Johannes Schraml belegt. Neben den sportlichen Aktivitäten am Schießstand und einem schmackhaften Abendessen mit allerlei Getränken, gespendet von einem Geburtstagsjubilar, galt es, die vergrabene „Kirwa“ von 2025 auf dem Freigelände der Sportanlage zu suchen. „Kirwa-Pfarrer“ Uwe Heider und seine „Ministranten“ führten die Schützen an und wurden in diesem Jahr erst nach fast 40-minütigem Suchen fündig. Fröhliche Erinnerungen weckte Uwe Heider, als er im Anschluss das im vergangenen Jahr mitvergrabene Protokoll in einem gut verschlossenen Beutel mit anderen verschiedenen Gegenständen verlas. Auch die „Stoawaldlerer“ blickten in diesem Jahr zu nächtlicher Stunde im Schützenheim vorbei. Das traditionelle „Kirwa-Umigeign“ und das Kommen der Jugendlichen wurden dabei mit einem Getränk belohnt. Die jugendlichen Gäste würdigten die immer willkommene Aufnahme im Schützenheim abschließend mit einem herzlichen „Vergelt’s Gott“.
Die Ministrantengemeinschaft der Pfarrei Friedenfels mit den verabschiedeten Oberministranten (links im Bild), der neu aufgenommenen Ministrantin Luca Marie Klar (Bildmitte) und Pfarrer Martin (rechts). (Bild: Roland Zeitler)

Ministrantenaufnahme, Ehrungen und Verabschiedung in Friedenfels

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickte Pfarrer Martin beim Gottesdienst der Pfarrei Maria Immaculata Friedenfels auf die Ministrantengemeinschaft. Mit Luca Marie Klar wurde eine neue Ministrantin aufgenommen, zugleich hieß es, langjährige Wegbegleiter zu verabschieden. Unter dem Leitgedanken „Jeder hat seine Stärken, Möglichkeiten und Talente – gemeinsam können wir alles schaffen” verdeutlichte ein Predigtspiel, bei dem gemeinsam ein Drachen gebaut wurde, wie wichtig jeder Einzelne für die Gemeinschaft ist. Für fünf Jahre Ministrantendienst wurden Hannah Rohrer und Matthias Klöble geehrt, für zehn Jahre Philipp Rohrer und Johannes Schraml. Sie erhielten Urkunden und kleine Geschenke. Emotional wurde es bei der Verabschiedung von Antonia und Milena Klöble, Leonie Kaßeckert und Theresa Schraml, die in den vergangenen dreieinhalb Jahren als Oberministranten Verantwortung übernommen hatten. Nach zwölf beziehungsweise vierzehn Jahren Ministrantendienst endet ihre aktive Zeit. Auch Johannes Schraml wurde nach zehn Jahren, zuletzt als Gruppenleiter, verabschiedet. Pfarrer Martin dankte den Ausscheidenden herzlich für ihre Treue, ihren Einsatz und die vielen Stunden, die sie in die Ministrantengemeinschaft eingebracht hatten. Mit ihrem Engagement hätten sie die Gruppe geprägt und Spuren in der Pfarrei und in vielen Herzen hinterlassen. Im Namen der Ausscheidenden bedankte sich Leonie Kaßeckert bei Pfarrer Martin, dem ehemaligen Pfarrer Joseph, dem Mesnerteam sowie allen Eltern, Familien und Ministranten für die Unterstützung und die gemeinsame Zeit. Die Verantwortung als Oberministranten habe ihnen viel bedeutet. Zugleich freuten sie sich, dass nun neue Ministranten diese Aufgabe weiterführten. An die Pfarrgemeinde richtete sie die Bitte, auch die neuen Verantwortlichen tatkräftig zu unterstützen. Das Amt der Oberministranten übernehmen künftig Amelie Hoffmann, Philipp Rohrer, Magdalena Zeitler und Korbinian Weidner. Ihnen wünscht die Pfarrei viel Freude und Gottes Segen.
Im Bild (von rechts nach links): Referent Adrian Käß, Barbara Kaßeckert (2. Kolping-Vorsitzende), Anneliese Krenkel (1. Vorsitzende KEB TIR), Hans Stelzl (Leiter KEB TIR) und Reiner Gärtner (1. Kolping-Vorsitzender). (Bild: Luis Kaßeckert)

Zwischen Pilgerwegen und Dolce Vita: KEB-Vortrag in Friedenfels begeistert

Für einen Abend wurde die voll besetzte Veranda im „Goldenen Engel” zum Ausgangspunkt einer virtuellen Reise durch Italien. Unter dem Titel „Die Schönheit Italiens – Zwischen Pilgern, Natur und Geschichte” nahm Adrian Käß aus Friedenfels die Zuhörer mit zu bedeutenden Städten, beeindruckenden Landschaften und vor allem zu Orten, an denen Glaube und Pilgertradition bis heute lebendig sind. Von Venedig über Mailand und den Gardasee führte die Reise zunächst nach Padua. Neben den kulturellen und landschaftlichen Besonderheiten rückten dabei auch religiöse Zeugnisse in den Mittelpunkt. Besonders Padua mit der Basilika des heiligen Antonius zeigte die enge Verbindung von Kunst, Geschichte und gelebtem Glauben. Ein weiterer, wenn auch stiller Pilgerort war Assisi, die Wirkungsstätte des heiligen Franziskus. Käß schilderte die Stadt als einen Ort, an dem Gläubige aus aller Welt auf den Spuren des Heiligen unterwegs sind. Die Bilder vermittelten dabei nicht nur die Schönheit der mittelalterlichen Stadt, sondern auch ihre besondere spirituelle Atmosphäre. Anschließend ging es durch die Toskana mit Vinci, Lucca, San Gimignano, Volterra und Siena bis nach Florenz. Neben Landschaft, Kunst und Kultur zeigte der Referent immer wieder die Spuren christlicher Tradition, die das Erscheinungsbild vieler Städte bis heute prägen. Auch im Süden Italiens warteten besondere Eindrücke. Palermo und Pompei zeigten die Vielfalt und die tiefe Geschichte des Landes. Den Höhepunkt bildete schließlich Rom - seit Jahrhunderten Ziel unzähliger Pilger. Petersdom, Vatikan und die zahlreichen Kirchen und historischen Stätten machten deutlich, welche zentrale Bedeutung die Stadt für Christen aus aller Welt besitzt. Mit beeindruckenden Aufnahmen, persönlichen Erlebnissen und humorvollen Anekdoten brachte Käß seinen Zuhörern Italien näher. Dabei wurde deutlich, dass das Land weit mehr ist als schöne Landschaften und berühmte Städte: Es ist auch ein Ort gelebten Glaubens und jahrhundertealter Pilgerwege.
Pater Antony mit einigen Grundschulkindern und ihrem selbst gestalteten Erntedankwagen (Bild: Alexandra Kaßeckert)

Grundschule gestaltet Erntedankwagen zum Gottesdienst

Am vergangenen Sonntag feierte die Pfarrgemeinde Friedenfels traditionell ihr Erntedankfest. Begleitet von den Steinwaldmusikanten Pullenreuth zogen die Vereine gemeinsam zur Kirche. Den Erntedankgottesdienst feierte Pater Antony, der sich zu Beginn kurz vorstellte und Pfarrer Martin an diesem Sonntag vertrat. In seiner Predigt ging er auf den tieferen Sinn des Erntedankfestes ein. Es gehe nicht nur darum, für die Ernte, die Früchte und das Getreide dankbar zu sein, die Gott uns schenkt. Vielmehr sollten wir auch für unser eigenes Leben dankbar sein. „Das ist für mich der tiefere Sinn des Erntedankfestes”, so der Geistliche. Ein besonderer Blickfang in der Kirche war der von den Grundschulkindern gestaltete Erntedankwagen. Mit viel Freude und Kreativität hatten die Kinder ihn im Unterricht vorbereitet und geschmückt. Gemeinsam mit ihren Lehrkräften leisteten sie damit einen schönen Beitrag zum diesjährigen Erntedankfest. Zum Schluss bedankte sich Pater Antony bei Bürgermeister Adrian Käß, den Gremien und den Vereinen mit ihren Fahnenabordnungen für die zahlreiche Teilnahme und Anwesenheit beim Kirchenzug und beim Gottesdienst. Sein besonderer Dank galt dem Mesner-Team für den schön gestalteten Erntedankaltar, Frau Cilli Wittmann für die Gestaltung des Kirchenschmucks sowie den Steinwaldmusikanten Pullenreuth für die musikalische Umrahmung. Ebenso galt sein Dank allen Beteiligten, die zum Gelingen des Erntedankfestes beigetragen haben.


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Die Reisegruppe der Kolpingsfamilie Friedenfels beim Ausflug ins Zillertal. Im kleinen Bild: Reiseleiterin Lucia Schmidt und Busfahrer Gerwig Gerl, die beim Gruppenfoto nicht dabei waren. (Bild: Heinz Störzer und Petra Würth)

Kolpingfamilie Friedenfels unterwegs im Zillertal

62 Teilnehmer machten sich am ersten Septemberwochenende auf den Weg ins Zillertal. Der Bus war damit bis auf den letzten Platz besetzt; eine vierköpfige Familie reiste deshalb mit dem eigenen Auto hinterher. Die Fäden der Organisation liefen bei Reiseleiterin Lucia Schmidt zusammen. Sie bereitet die Wochenendausflüge der Kolpingsfamilie bereits seit Jahrzehnten hervorragend vor und begleitet sie umsichtig wie auch humorvoll. Nach einem Frühstück beim Zwischenhalt stand zunächst Heinzenberg auf dem Programm. Dort besichtigten die Ausflügler die Wallfahrtskirche „Maria Rast” und das Goldschaubergwerk. Bei einer Führung erhielten sie interessante Einblicke in die Arbeit der Bergleute und die beschwerlichen Bedingungen des früheren Goldabbaus. Nach einer Einkehr auf der Käse-Alm wurde anschließend das Hotel in Mayrhofen angesteuert. Am Samstag lockte die Bergwelt rund um Hintertux. Mit der Gletscherbahn erreichte die Gruppe die Sommerbergalm; einige fuhren weiter zum Tuxer-Ferner-Haus und zur „Gefrorenen Wand”. Bei herrlichem Sonnenschein eröffnete sich ein beeindruckender Blick über das Tuxertal und auf den Hintertuxer Gletscher. Den Abend ließen die Teilnehmer bei guter Stimmung mit den „Jungen Zillertalern” ausklingen. Der Sonntag begann mit einem feierlichen Gottesdienst, bei dem auch der verstorbenen Kolpingmitglieder gedacht wurde. Über den Achensee führte die Heimreise nach Pertisau. Dort konnten die Ausflügler noch die Läufer des Achensee-Marathons beim Zieleinlauf beobachten. Nach einer letzten gemeinsamen Einkehr in einer Gaststätte am Donau-Radweg in Pentling ging es zurück nach Friedenfels. Das Fazit fiel rundum positiv aus: Ein abwechslungsreiches Wochenende mit vielen schönen Erlebnissen und toller Gemeinschaft. Ein besonderer Dank galt Lucia Schmidt für die perfekte Organisation sowie Busfahrer Gerwig Gerl, der die Gruppe bereits seit nahezu 15 Jahren sicher und zuverlässig begleitet.
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