Unter der großen Anzahl sakraler Bauwerke, mit der die Oberpfalz gesegnet ist, befinden sich auch einige ganz besondere Kunstschätze. Der Katholische Männerverein besuchte zwei solcher außerordentlichen Perlen bei einer Besichtigungstour in Regensburg. Zuerst stand die ehemalige Klosterkirche St. Georg in Prüfening auf dem Programm. Sie gilt als eine der bedeutendsten Kirchen des 12. Jahrhunderts in Deutschland. Zu den Besonderheiten zählt das Hochgrab des Abtes Erminold, das vom selben Künstler stammt, der auch den lachenden Engel im Dom St. Peter zu Regensburg schuf. Besonders beeindruckend waren die romanischen Wandmalereien, die zum Teil noch im Original erhalten sind und den Abbildungen im Perschner Karner gleichen. Der Höhepunkt der Besichtigung war die Führung durch die Doppelkreuzganganlage des Domes. Sowohl die Stephanuskapelle aus dem 11. Jahrhundert als auch die Allerheiligenkapelle aus dem 12. Jahrhundert sind herausragende Beispiele romanischer Baukunst. Die gesamte Anlage geht in ihrer Bedeutung über die nationale Einschätzung hinaus. Sie ist architekturgeschichtlich ein Denkmal von europäischem Rang. Die anschließende Einkehr auf dem Adlersberg rundete für die zahlreich Teilnehmenden den Nachmittag auf gemütliche Weise ab.