Der Literaturkreis Neunburg vorm Wald bespricht am Donnerstag, 23. Juli, den Roman „Botanik des Wahnsinns“ von Leon Engler. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr in der Fronfeste. Der Debütroman des 1989 im Ostallgäu geborenen Autors, der als Psychologe, Theater- und Hörspielautor sowie Dozent tätig ist, thematisiert psychische Erkrankungen und Abhängigkeiten. Engler verarbeitet darin autobiografische Elemente aus seiner eigenen Familiengeschichte. Der Ich-Erzähler der Geschichte stammt aus einer Familie, in der bereits die Großeltern und Eltern wegen diverser Probleme wie Depression, Verfolgungswahn und krankhafter Sammelwut in der Psychiatrie behandelt wurden. Aus Sorge, selbst in die psychische Abnormalität zu geraten, studiert der Protagonist Psychiatrie. Da er sich in den Anstalten jedoch nicht zu Hause fühlt, wendet er sich dem Schreiben zu. Trotz der schwermütigen Thematik und der psychiatrischen Fachsprache driftet Engler nicht ins Niederschlagende ab, sondern beschreibt den Lebensweg des Protagonisten teils sehr poesiehaft.