Einen abwechslungsreichen und gelungenen Tagesausflug unternahm die Kolpingsfamilie Neunburg am vergangenen Samstag nach Eger (Cheb) und zur Burg Loket in Tschechien. Rund 40 Teilnehmer machten sich auf den Weg, um die historischen Sehenswürdigkeiten der Nachbarregion kennenzulernen.
Bei einer interessanten Stadtführung durch die Altstadt erfuhren die Teilnehmer viel Wissenswertes über die Bedeutung Egers als Handels- und Marktplatz. Die charakteristischen hohen Dächer vieler Häuser dienten früher als Lagerraum für Waren und zeugen noch heute von der wirtschaftlichen Bedeutung der Stadt. Ein weiterer Schwerpunkt der Führung war die Ermordung des Feldherrn Albrecht von Wallenstein, tschechisch Valdštejn, im Jahr 1634, die zu den bekanntesten historischen Ereignissen der Stadt zählt.
An die Zeit der Staufer, deren Kaiserpfalz in Eger zu den wichtigsten staufischen Residenzen gehörte erinnert eine achteckige Stauferstele. Diese verbindet Eger mit den anderen einstigen Wirkungsstätten der Staufer. Anschließend stärkte sich die Reisegruppe bei einem gemeinsamen Mittagessen. Danach blieb noch etwas Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, einzukaufen oder bei einem gemütlichen Spaziergang die besondere Atmosphäre zu genießen.
Am Nachmittag führte die Reise weiter zur beeindruckenden Burg Loket, die malerisch über dem Fluss Eger thront. Die deutsche Übersetzung von Loket lautet „Ellbogen”, da die Eger die Burg in einer markanten Flussschleife umgibt, die an die Form eines Ellbogens erinnert.
Bei einer Führung erhielten die Teilnehmer spannende Einblicke in die Geschichte der Burg. Im Anschluss konnte die Burg individuell erkundet werden. Während einige den Aufstieg auf den Turm wagten und mit einem herrlichen Ausblick über die umliegende Landschaft belohnt wurden, besichtigten andere mit einem gewissen Schaudern die Folterkammern im unteren Bereich der Burg.
Mit vielen neuen Eindrücken und schönen Erinnerungen trat die Reisegruppe am Abend die Heimreise an.