Die Kleeblatt Werkstätte ist eine Einrichtung zur Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen.

Die Naab-Werkstätten GmbH befassen sich mit dem Thema psychische Erkrankung schon seit jeher und fühlen sich ihrem Versorgungsauftrag für den Landkreis Schwandorf verpflichtet, auch Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen ebenso wie Menschen mit körperlichen oder Sinnesbeeinträchtigungen die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen.
Ursprünglich war das Ziel der Naab-Werkstätten GmbH, Menschen mit einer geistigen Behinderung Arbeit und Bildung anzubieten.
Es zeigte sich jedoch, dass der Bedarf an Arbeitsplätzen für Menschen mit psychischen Problemen immer größer wurde und so befassten sich die Naab-Werkstätten bereits Ende der 90er Jahre mit der Thematik. Das begann damit, dass man Einrichtungen für diesen Personenkreis, die es in größeren Städten bereits gab, besichtigte und sich mit den Fachleuten vor Ort austauschte.
1999 wurde beim Planungs- und Koordinierungsausschuss des Bezirks Oberpfalz die Zustimmung zur Einrichtung einer Werkstätte für Menschen mit psychischer Erkrankung in Schwandorf beantragt.
Nachdem der Bezirk Oberpfalz zugestimmt hatte, konnte im September 2001 mit 15 Beschäftigten der Betrieb in einer angemieteten, ehemaligen Bushalle der Fa. Schmid in der Siemensstraße aufgenommen werden. Vorher war bereits die Entscheidung gefallen, als Arbeitsbereiche eine Fahrradreparatur und eine Montageabteilung anzubieten.
Man einigte sich auf den Namen Kleeblatt Werkstätte.
In den folgenden Jahren stellten immer mehr Menschen einen Antrag auf Aufnahme in der Kleeblatt Werkstätte und es war erforderlich, weitere Räume zur Verfügung zu stellen. Diese wurden ab 2006 auf dem Gelände der Nabaltec AG in der Alustraße angemietet.
Die weitere Zunahme von Beschäftigten mit psychischer Erkrankung haben die Naab-Werkstätten veranlasst, einen Antrag auf Errichtung einer Werkstatt für diesen Personenkreis in der Dachelhofer Straße 89 in Schwandorf zu stellen.
Nach dem Projektstart im Mai 2010 erfolgte im Herbst 2013 der Baubeginn.
Diese für 80 Personen ausgelegte Einrichtung wurde Anfang Juli 2015 bezogen und vereint alle vorher separaten Produktionsräume unter einem Dach. Es gibt verschiedene Arbeitsplätze in Montagegruppen, im Elektronikbereich, in der Fahrradreparatur sowie Garten- und Landschaftspflege, im hauswirtschaftlichen Bereich und auf ausgelagerten Arbeitsplätzen.
Derzeit unterstützen wir 115 Menschen mit psychischer Erkrankung. Als zukunftsorientiertes Unternehmen ermöglichen wir nach dem Sozialgesetzbuch die berufliche Inklusion und Teilhabe von Menschen mit psychischer Beeinträchtigung am Arbeitsleben. Die Zusammenarbeit mit den Werkstatträten und der Frauenbeauftragten fördern die Mitbestimmung.
Die Naab-Werkstätten bieten vielfältige Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten mit unterschiedlichen Schwerpunkten, sind eine nach AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung zur Arbeitsförderung) qualifizierte Rehabilitationseinrichtung und bieten verschiedene Zertifizierungslehrgängen mit Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer, Altenpflegeschule oder Handwerkskammer an.
Zusätzlich eröffnen Außenarbeitsplätze, Praktika und die Vermittlung in Wirtschaftsbetriebe individuelle Arbeitsmöglichkeiten, die zur Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt führen können.
Somit erfüllt die Einrichtung Menschen mit Beeinträchtigungen eine an deren eigenen Wünsche und dem persönlichen Bedarf angepasste Form der Teilhabe am Arbeitsleben.
Mit arbeitsergänzenden Programmen z.B. im kreativen, musischen, sportlichen und technischen Bereich werden persönliche und soziale Kompetenzen erweitert. So lassen sich die Entwicklung der Persönlichkeit sowie die Selbständigkeit in verschiedenen Lebensbereichen fördern.
Beim Tag der offenen Tür am Freitag, 17. Juli 2026 ab 13:00 Uhr in der Dachelhofer Straße 89 in Schwandorf erhalten die Besucher einen Einblick in die Werkstätte. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.