Die Coronakrise ist passé, mit jährlich acht bis zehn Veranstaltungen knüpft der Kulturkreis Pressath seit 2023 erfolgreich an seine seit gut 40 Jahren geleistete vielseitige Arbeit an. Besonders freute sich Vorsitzender Richard Waldmann bei der Generalversammlung im Gasthaus Heining, dass viele der Konzerte, Lesungen, Führungen und Feste „nicht nur gut, sondern sehr gut besucht“ und somit „offenbar nach dem Geschmack“ der Menschen in Stadt und Region waren.
An Höhepunkten des vergangenen Jahres erwähnte Waldmann den schon traditionellen Leseabend mit dem aus Pressath stammenden Politthriller-Autor Horst Eckert, das Konzert des Jazz-Quartetts ViBop, bei dem vor allem der Stepptänzer „einen äußerst nachhaltigen Eindruck hinterließ“, die „Kulturreise“ nach Verona zu Aufführungen von George Bizets Oper „Carmen“ und Carl Orffs „Carmina Burana“ und den Chopin-Abend mit Aleksandra Mikulska und „sechs jungen Talenten“. Beim Jubiläumsabend zum 40. Gründungstag des Vereins seien Eckhard Bodner zum Ehrenvorsitzenden, Pfarrer Edmund Prechtl und Jochen Sertl zu Ehrenmitgliedern ernannt worden.
Hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei leider das Interesse am Orgel- und Violinenkonzert mit den lettischen Künstlerinnen Monta Trigault und Ligita Sneibe in der Stadtkirche, das „wahrlich mehr Besucher verdient hätte“. Für die nächsten Monate, so Waldmann weiter, plane der Kulturkreis ein Harfenkonzert mit Evelyn Huber am 18. Oktober, einen „wirtschaftswunderlichen“ Musik-Revueabend mit dem Ensemble „Conny und die Sonntagsfahrer“ am 21. November und eine Kulturfahrt nach Dresden zu einer Darbietung von Bachs Weihnachtsoratorium am 5. und 6. Dezember.
Für das „Pressather Fähnlein“ berichtete Reinhard Seidler unter anderem von Teilnahmen am Teublitzer „Feldlager“ und am Mittelaltermarkt in Guteneck. Bei den Neuwahlen wurde Richard Waldmann als erster Vorsitzender bestätigt, „Vize“ ist künftig Barbara Bodner, die bisherige zweite Vorständin Ingrid Bollin bleibt Beisitzerin.