Anlässlich der am Karfreitag im Nebenraum der Gaststätte Röckl abgehaltenen Jahreshauptversammlung blickten die anwesenden Mitglieder des Schachclubs Waldsassen von 1985 auf ein zufriedenstellendes Vereinsjahr zurück. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand dabei die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs der ersten Mannschaft. Der erste Vorsitzende des Schachclubs, Matthias Vogl, eröffnete die Versammlung mit einem kurzen Rückblick auf das zurückliegende Vereinsjahr und bedankte sich bei allen aktiven Mitgliedern für ihr Engagement und die Treue zum Verein. Nach wie vor sei die Nachwuchsarbeit für die Aufrechterhaltung des Schachsports in der Klosterstadt eine zentrale Aufgabe, da ein Großteil der Mitglieder des Schachclubs aus beruflichen Gründen nicht mehr in Waldsassen verweile. Dies gewänne umso mehr an Bedeutung, als sich der Erhalt des Spielbetriebs bei der ersten Mannschaft aufgrund der immer dünner werdenden Spielerdecke von Jahr zu Jahr als immer schwieriger gestalte. Vogl verwies in diesem Zusammenhang auf verschiedene Aktionen und Maßnahmen, bei denen insbesondere das von ihm betreute Nachwuchstraining hervorzuheben sei. Der Vorsitzende schloss seine Ausführungen mit einem Gedenken an das kürzlich verstorbene Mitglied Richard Wurzer, der über einige Jahre als Stammkraft erfolgreich am Spielbetrieb der ersten Mannschaft mitwirkte. Kassier Jürgen Maschauer berichtete im sich anschließenden Kassenbericht von soliden Verhältnissen in der Vereinskasse. Mit der im Jahr 2024 beschlossenen Erhöhung des jährlichen Mitgliedsbeitrags auf 35 Euro können die laufenden Ausgaben trotz des in den vergangenen Jahren zu verzeichnenden Anstiegs der Verbandsabgaben gut abgedeckt werden. Die Kassenrevisoren Roman Leiß und Frank Schiller bescheinigten dem Kassier eine ordnungsgemäße Kassenführung. Der Spielleiter der ersten Mannschaft, Markus Fröhlich, berichtete in seinen Ausführungen von einem durchwachsenen Verlauf der noch laufenden Saison der ersten Mannschaft des Schachclubs. Nachdem man vor drei Jahren den Abstieg aus der Bezirksoberliga Oberfranken hatte hinnehmen müssen, steht man einen Spieltag vor Saisonende der Bezirksliga Oberfranken Ost mit 7:9 Punkten bei 31:33 Brettpunkten auf dem siebten Tabellenplatz. Die Tatsache, dass das Team im Saisonverlauf häufig ersatzgeschwächt antreten musste, habe sich in der äußerst ausgeglichen besetzten Bezirksliga als entscheidende Ursache für den schwierigen Saisonverlauf erwiesen. Die erfolgreichsten Spieler in der noch laufenden Saison waren bisher (in der Reihenfolge ihrer Erfolgsquote): Věra Lorencová (3 Punkte aus 3 Partien), Lucius Hertel (3 aus 4), Matthias Vogl (5,5 aus 8), Alexander Stich (4 aus 7), Florens Hertel (4,5 aus 8) sowie Uwe Braunschläger (2,5 aus 6) und Georg Wurzer mit drei Punkten aus sieben Partien. Bei den sich anschließenden Diskussionen wurde darauf hingewiesen, dass die Spielerdecke in den vergangenen Jahren immer dünner geworden sei, was sich insbesondere bei kurzfristigen Ausfällen von Spielern als sehr problematisch erweise. Aus diesem Grund sollen vor Beginn der neuen Saison verschiedene Alternativen zur Stärkung des Spielerstamms diskutiert werden. Anderenfalls müsse man auch den Rückzug der ersten Mannschaft vom Spielbetrieb in Betracht ziehen. Von einem etwas holprigen Verlauf berichtete der Spielleiter der zweiten Mannschaft, Florens Hertel, von der ebenfalls noch laufenden Saison der zweiten Mannschaft. Mit 2:6 Punkten bei 5,5:10,5 Brettpunkten belegen die Nachwuchskräfte in der B-Klasse Marktredwitz lediglich den vorletzten Tabellenplatz, wobei Florens Hertel, Josef Krapf sowie Matthias Vogl die erfolgreichsten Punktesammler waren. Für die nächste Spielsaison hoffe man auf eine Verbreiterung des Spielerstamms, womit unter Umständen eine Verbesserung anvisiert werden könne. Die Veranstaltung schloss mit Diskussionen der anwesenden Mitglieder. Dabei standen verschiedene Anregungen zum Ausbau der Aktivitäten im Nachwuchsbereich im Mittelpunkt der Beiträge.