Zur jährlichen Pflichthegeschau versammelten sich zahlreiche Jägerinnen und Jäger der BJV-Kreisgruppe Weiden-Neustadt im „Naabtalhaus“ in Oberwildenau. Unter der Leitung des Vorsitzenden Hans Dittrich bot die Veranstaltung nicht nur den gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen zur Analyse der Wildbestände, sondern diente auch als Plattform für den fachlichen Austausch innerhalb der regionalen Jägerschaft.
Musikalisch umrahmt wurde der Abend durch die Bläsergruppen Weiden-Neustadt und Windischeschenbach. Vorsitzender Dittrich unterstrich die Bedeutung dieser Tradition, die über das bloße Vorzeigen von Trophäen hinausgeht. Gemäß den bayerischen Richtlinien für die Hege und Bejagung des Schalenwildes erfüllen diese Schauen einen zentralen öffentlichen Auftrag, indem sie über die Arbeit der Jäger und deren Auswirkungen auf die Natur informieren.
Die Berichte der Hegegemeinschaftsleiter – Hans Lehner (Parkstein), Markus Fichtner (Weiden-Süd/Luhe-Wildenau), Michael Singer (Neustadt/WN), Dr. Klaus Kothe (Kohlberg) sowie Hans Dittrich (Floß)– zeichneten ein differenziertes Bild des vergangenen Jagdjahres. Aus den Berichten ging hervor, dass die Schwarzwildstrecke im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen ist. Sorgen bereitet der Jägerschaft die Situation beim Federwild. Dittrich berichtete von einem massiven Einbruch bei der Entenstrecke. Dies führte der Vorsitzende auf Prädatoren, besonders Fischotter und Mink, zurück, die den Besatz stark unter Druck setzten. Dittrich schloss die Versammlung mit dem Dank an die Hegegemeinschaftsleiter für ihre Berichte.