Zur Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe Weiden-Neustadt im Landesjagdverband Bayern (BJV) trafen sich zahlreiche Mitglieder und Gäste im „Naabtalhaus“ in Oberwildenau. Vorsitzender Hans Dittrich konnte auch prominente Ehrengäste begrüßen, darunter die Landtagsabgeordneten Stephan Oetzinger und Alexander Flierl, die das Miteinander zwischen Jägern und Grundbesitzern lobten. Flierl sprach in seiner Funktion als BJV-Bezirksvorsitzender aktuelle jagdpolitische Herausforderungen wie die Reform des bayerischen Jagdgesetzes sowie den Umgang mit Wolf, Goldschakal und Fischotter an.
In seinem Jahresrückblick hob Dittrich die gesellschaftliche Bedeutung der Jägerschaft hervor, die sich in Veranstaltungen wie der Hubertusmesse in Neustadt/WN oder dem Jägersilvester widerspiegelte. Ein zentrales Thema der Versammlung war die geplante Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Bevor der Landesjägertag in Straubing über eine Steigerung der Abgaben an den Landesverband entschied, beschloss die Kreisgruppe vorsorglich eine entsprechende Anhebung der eigenen Beiträge, um die Handlungsfähigkeit des Vereins auch künftig zu sichern.
Die Berichte aus den Fachbereichen unterstrichen die vielfältige Arbeit der Jäger. Michael Singer berichtete von einer ungebrochen hohen Nachfrage nach der Jungjägerausbildung; die Kurse seien bereits bis in das Jahr 2027 ausgebucht. Besonders erwähnenswert fand Singer den Wechsel der Prüfungszuständigkeit vom Landwirtschaftsministerium zum Eichamt, das dem Wirtschaftsministerium unterstellt ist. Von 25 Teilnehmern bestanden 20 die zurückliegende Jägerprüfung. Auch die Hundeausbildung unter der Leitung von Gerhard Greim verzeichnet regen Zulauf, da die Kreisgruppe Weiden-Neustadt verstärkt Kapazitäten für umliegende Gruppen übernimmt. Im Bereich der Lebensmittelsicherheit gab Josef Schiml Entwarnung: Bei 66 Strahlenmessungen im vergangenen Jagdjahr wurde der Grenzwert nur in 2 Fällen überschritten.
Über das jagdliche Brauchtum informierten die Leiter der beiden Bläsergruppen, Wolfgang Hohlmeier (Weiden-Neustadt) und Matthias König (Windischeschenbach). Sie berichteten von zahlreichen Einsätzen bei öffentlichen Veranstaltungen, Jubiläen und Gottesdiensten, mit denen die Bläser die Jagdkultur in der Region repräsentierten. Als neuen Schießobmann stellte Vorsitzender Dittrich Roland Helm vor.
Finanziell steht der Verein auf soliden Beinen, wie Schatzmeister Hans Lehner darlegte. Ein wesentlicher Teil der Mittel floss im vergangenen Jahr in die vereinseigene Immobilie „Hubertus“. Hier wurde der Anbau eines neuen Ausbildungsraums an die Gaststätte erfolgreich abgeschlossen. Durch dieses Bauprojekt schafft die Kreisgruppe moderne Kapazitäten für die fundierte Schulung des jagdlichen Nachwuchses. In Vertretung der Kassenprüfer Otto Uhl und Monika Flor bescheinigte Mirko Bertl dem Schatzmeister eine saubere Buchführung.