Einige Jäger trafen sich am frühen Morgen in Eslarn am „Breierweiher”, um gemeinsam Nisthilfen für Enten zu bauen. Ausgerüstet mit Werkzeug ging es nach einer kurzen Besprechung ans Werk.
Für das passende Baumaterial war bestens vorgesorgt: Michael Forster hatte im vergangenen Winter Schilf gemäht, gebündelt und zum Trocknen aufbewahrt. Die Schilfmatten fanden nun als stabile Reeddächer eine wertvolle Verwendung. Vorsitzender Michael Kraus sorgte zudem für die benötigten Bretter. Beim gemeinsamen Werkeln konnte jeder seine Ideen und Erfahrungen einbringen. Auch Grundschüler Emil Schmid erwies sich als tatkräftiger Handwerker. Gemeinsam mit seinem Vater baute er eine Röhre aus Drahtgitter und Schilf.
Die Ergebnisse zeigen verschiedene Bauweisen: Von der quadratischen „Nistbude”, die bereits seit Jahren im dortigen Eisweiher ihren Dienst tut, über die neuen Schilfniströhren von Sebastian Schmid sowie Christian Ertl. Johannes Ertl ergänzte die Palette mit Weidenkörben und Florian Forster mit seinem geplanten sechseckigen Bruthäuschen aus wasserfesten Platten. Vorsitzender Michael Kraus freute sich, dass auch Jagdscheinanwärter Uli Bauer interessiert mitarbeitete. Zufrieden stellte er fest: „Schön wenn sich unser Nachwuchs für Entenkörbe interessiert und nicht nur für Munition und Kaliber”
Die landesweit rückläufige Entenstrecke ist für die Jäger ein Warnsignal. Der Verlust natürlicher Strukturen und fehlende Nistmöglichkeiten zwingen Enten zunehmend zur gefährlichen Brut am Ufer. „Dort drohen Gefahren durch Fuchs, Marder, Mink, Waschbär, Krähen, und Greifvögel. Selbst wenn ein Gelege diese Gefahren übersteht, kommt meist irgendwann der Traktor mit dem Mulcher damit das Ufer hübsch aussieht”, stellte man enttäuscht fest.
Mit den Nisthilfen wollen die Waidmänner einen Beitrag für sichere Brutplätze und den Erhalt der heimischen Entenbestände leisten. Zum Abschluss des Arbeitseinsatzes gab es einen Frühschoppen und Christian Enderlein grillte Wildbratwürste.