Brauchtum wird im Markt Winklarn großgeschrieben, so auch wieder beim Maibaumaufstellen mit Handarbeit am Marktplatz. Die Organisation und auch die wesentliche Arbeit lag in den Händen der Feuerwehr und der Bunkerhaislleit. Schon am frühen Morgen des 1.Mai wurde die von Andreas gestiftete Fichte zum Marktplatz gebracht. Nach alter Manier erfolgte das Schmücken und Verzieren vor Ort. Ein kurzes Segensgebet vom Pastoralreferenten Alfred Gaßner und ein gemeinsames „Vater unser“ für ein unfallfreies Aufstellen durfte nicht fehlen. Nach den Unfallschutzbelehrungen durch den Zimmerermeister Peter Killermann gings los. Mit Hilfe von langen Stangen, den Schwalben, wurde der 32 m lange Baum mit vielen einzelnen Schüben nach oben gehievt. Oft ertönte ein kräftiges „hau ruck“ von Peter Killermann. Nachdem der Baum nach mühevoller Arbeit in der Vertikalen stand gab es einen kräftigen Schnauferer der Zufriedenheit und einen Tusch von der Blaskapelle Kunschir. Die Bewirtung mit Kaffee, Kuchen, Bratwürsten, Steaks und Getränken während und nach dem Aufstellen lag in bewährter Form in den Händen der Feuerwehr. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Blaskapelle Kunschir. Dieses Jahr gab es noch ein Novum. Der Baum wurde sofort nach dem Aufstellen an den meistbietenden versteigert. Dieser kann das Holz nach dem Absägen kurz vor dem Advent in Empfang nehmen. Die Gäste genossen noch lange den Feiertag bei strahlendem Sonnenschein am Marktplatz.