Volles Haus, ordentlich Stimmung und das nächste Derby, das seinen Namen verdient hatte: Die Herren der HSG Nabburg/Schwarzenfeld besiegten die HG Amberg im gut besuchten Sportpark mit 34:31 (16:13). Nach einem etwas holprigen Start mit zwei vergebenen Siebenmetern fand die HSG zunehmend in die Partie. Aus dem 0:1 wurde ein 7:3, ehe die Rohrbach-Schützlinge ihren Vorsprung bis zur 22. Minute auf 13:8 ausbauten. Über weite Strecken der Partie setzte Amberg auf eine äußerst körperbetonte Spielweise und lotete dabei das ein- oder andere Mal die Grenzen des Erlaubten aus. Die HSG ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen, blieb diszipliniert und behielt die Nase vorn. Mit 16:13 ging es in die Kabinen. Einfach wurde es aber in der zweiten Halbzeit nicht. Bereits in der ersten Halbzeit musste die HSG auf Fabian Domaier verzichten, später gesellte sich auch Kapitän Christof Gsödl dazu. Amberg witterte Morgenluft und kämpfte sich nach der Pause bis zum 23:23 heran. Doch anstatt den Faden zu verlieren, bewahrte die HSG einen kühlen Kopf: Über 25:23 und 29:25 setzte man sich in der Schlussphase wieder ab. Spätestens beim 34:29, knapp dreieinhalb Minuten vor Schluss, war der Derby-Deckel drauf. Mit etwas Ergebniskosmetik auf Amberger Seite stand am Ende ein verdienter 34:31-Heimsieg auf der Anzeigetafel. Peter Kempter fasst es passend zusammen: „Ein Derby gewinnst du nicht im Vorbeigehen. Heute haben wir auch in schwierigen Phasen dagegengehalten, einen kühlen Kopf bewahrt und uns den Sieg gemeinsam verdient. Genau solche Spiele bringen uns als Mannschaft weiter.“ Das kommende spielfreie Wochenende kommt da zur rechten Zeit: kleine Wehwehchen auskurieren, Akkus aufladen und kurz durchschnaufen, bevor es Anfang November auswärts wieder um Punkte geht.