Am ersten Pflegestammtisch des neuen Jahres begrüßte 2. Vorsitzende Edda Ströll Martin Olek vom gleichnamigen Sanitätshaus in Wackersdorf. Dieser stellte sich und seine Möglichkeiten vor, Menschen mit körperlichen Einschränkungen bei der Bewältigung des Alltags zu helfen. Zunächst ging er auf die Erstellung sehr spezieller Einlagen für Alltags- bzw. Bequemschuhe ein. Die Fertigung erfolgt mittels einer CNC-Fräse nach einer speziellen Abmessung oder nach einer Ganganalyse, die neueste Technik mit bodenständigem Handwerk verbindet. Ziel sei hier immer die Aktivierung der Fußmuskulatur unter Berücksichtigung der individuellen Möglichkeiten. Angepasste Einlagen gibt es zum Beispiel auch für hochwertige Verbandschuhe, was tatsächlich viele nicht wissen. Therapieschuhe sind nicht einfach Hausschuhe, sondern bei speziellen Krankheitsbildern wie Diabetes ein wichtiges Hilfsmittel zur selbständigen, sicheren Beweglichkeit der Betroffenen. Fachgerechte orthopädische Schuhzurichtungen sind oft das Mittel zur Erleichterung der Bewegung und Linderung der Schmerzen im Fuß beim Gehen.
Für pflegende Angehörige ist es auch immer wichtig zu wissen, dass es verschiedene Möglichkeiten der Hilfe gibt. Martin Olek gab hierzu kompetent einen Einblick in die große Welt der verschiedensten Kompressionsstrümpfe. Wo ist der Unterschied zwischen Rund- oder Flachstrick, ist es besser, Kniestrümpfe oder Leistenstrümpfe zu tragen oder was ist bei welchem Beschwerdebild die bessere Alternative. Dass dies immer in Absprache mit einem Arzt erfolgt, ist eine Selbstverständlichkeit. Angemessen wird mit neuester Technik innerhalb von Sekunden durch eine 3D-Vermessung. Wertvoll waren die Tipps, wie man die Kompressionsstrümpfe leichter anziehen kann und welche Anziehhilfe bei welchen vorhandenen Beweglichkeiten die bessere Alternative ist. Auch wenn der zu Pflegende sich die Strümpfe nicht mehr selber anziehen kann – wie kann man helfen ohne als Pflegender selbst an seine Grenzen zu kommen. Die Anziehhilfen waren natürlich zum Ausprobieren dabei. Olek wies darauf hin, dass Bandagen und Orthesen zur temporären oder permanenten, fortschreitenden Unterstützung des Bewegungsapparates speziell angemessen werden, ebenfalls nach Verordnung durch den behandelnden Arzt. Am Ende des wiederum sehr interessanten Nachmittags bedankte sich Edda Ströll bei Martin Olek mit einem kleinen Geschenk.