Ein voll besetzter Bürgersaal, intensive Gespräche und ein Blick auf ein ereignisreiches Jahr: Die Herbstvollversammlung des Kreisjugendrings (KJR) Neustadt am 18. November zeigte deutlich, welch hohen Stellenwert die Jugendarbeit in der Region genießt. Vorsitzende Christina Ponader begrüßte Delegierte aus den Verbänden, Vertreterinnen und Vertreter der Politik sowie zahlreiche Gäste und führte durch die Sitzung.

Sommerprogramm erneut ein Publikumsmagnet
Besonders erfreulich fiel der Rückblick auf das Sommerprogramm aus, das nahezu komplett ausgebucht war. Neben bewährten Klassikern wie Reiten, Klettern, Kanufahren und Tagesfahrten in Freizeitparks setzte der KJR auch auf inhaltlich vielfältige Angebote aus den Bereichen MINT, Medien und Ökologie. Neu im Programm waren die mehrtägige Outdoor-Abenteuer-Fahrt und ein Ausflug nach Hamburg für die Betreuerinnen und Betreuer des KJR.
Der Ausblick auf 2026 machte deutlich: Auch im kommenden Jahr erwartet die Kinder und Jugendlichen wieder ein abwechslungsreicher Mix aus Freizeit, Lernen und Erleben. Das Sommerprogramm wird Ende Februar online gehen.

Starke Kooperationen und internationale Angebote
Der KJR zeigte sich weiterhin gut vernetzt – sowohl regional als auch international. Der italienische Jugendaustausch in Zusammenarbeit mit dem KJR Tirschenreuth wird fortgeführt, ebenso die England-Sprachreisen in den Pfingst- und Sommerferien. Als feste Stütze für berufstätige Eltern haben sich die beiden Ferienaktionswochen in den Sommerferien sowie das Angebot am Buß- und Bettag etabliert, welche auch 2026 wieder stattfinden werden.
Die gute Unterstützung und enge Zusammenarbeit mit dem Landkreis wird bei Projekten wie der Kinder-Freizeit-Broschüre FREU.ZEIT, der Jugendbeteiligung NEW Real Talk, den Fifty-Fifty-Taxi-Tickets oder auch bei den seit Jahren etablierten Schreibwettbewerb „Kinder schreiben Geschichten“ deutlich.

Demokratie, Prävention und digitale Beratung im Fokus
Ein Blick auf die regionale Projektlandschaft zeigte, wie breit Jugendarbeit heute aufgestellt ist.
Arno Speiser vom Projekt Neustadt lebt Demokratie berichtete von zahlreichen Veranstaltungen, die 2025 viele Menschen erreichten. Als Höhepunkt im kommenden Jahr kündigte er erneut die Lange Nacht der Demokratie an.
Lena Kummer präsentierte die vielfältigen Aktivitäten des Netzwerks NO.way, welches in den Landkreisen Neustadt und Tirschenreuth sowie in der Stadt Weiden zahlreiche Workshops, Diskussionen und Aktionen zur Radikalisierungsprävention durchführen konnte. Aktuell lädt eine Pop-up-Ausstellung in der Regionalbibliothek Weiden zum Mitmachen ein.
Online zugeschaltet zeigte Katha Röhrl das Projekt Digital Streetwork des Bezirksjugendrings Oberpfalz, welches ein niederschwelliges Angebot für Jugendliche bei Fragen und Problemen aller Art anbietet und von den Jugendlichen mittlerweile sehr gerne in Anspruch genommen wird.
Bedeutung der Jugendarbeit hervorgehoben

Die Wichtigkeit der Vernetzung und eine enge Zusammenarbeit aller in der Jugendarbeit Tätigen wurde sowohl in den Grußworten der Vertretenden aus der Politik als auch des Jugendrings Weiden und des Bezirksjugendrings hervorgehoben. Die Arbeit der Verbände und Vereine sei ein wichtiger Baustein in der Demokratiebildung unserer Jugendlichen.
Am Ende der Veranstaltung bedankte sich Ponader für die Unterstützung und den guten Austausch bei allen Anwesenden und Freunden der Jugendarbeit – verbunden mit der Einladung, die erfolgreiche Zusammenarbeit auch im kommenden Jahr fortzuführen.