Die Ausstellung „Im breiten Spektrum des Lebens” mit Buchvorstellung zur Einzelausstellung von Gerd Dollhopf ist bis 8. November 2026 in der Stadtgalerie Alte Feuerwache in Amberg zu sehen. Geöffnet ist die Stadtgalerie dienstags bis freitags von 11 bis 16 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Mit der Finissage am 8. November um 11 Uhr hält Gerd Dollhopf den Vortrag „Von Amberg bis nach Rajasthan”. Um Voranmeldung im Stadtmuseum Amberg wird gebeten.
Amberg. Der 1963 in Amberg geborene und ebendort aufgewachsene Fotodesigner Gerd Dollhopf eröffnete am 23. Juli seine Fotoausstellung „Im breiten Spektrum des Lebens” in der Stadtgalerie Alte Feuerwache. Dollhopf studierte in Dortmund Fotodesign und in Nürnberg Grafikdesign und professionalisierte sich im Arbeitsleben als Fotograf, Filmer, Autor von Büchern, Filmen und Projekten, Journalist und Art Director, Ausstellungsdesigner und Kurator, Privatdozent sowie multilingualer Vortragsreisender.
In über 60 nationalen Einzelausstellungen präsentierte er sein fotografisches Schaffen unter anderem in Amberg, Theuern, Bad Windsheim, Fürth, Erlangen, Nürnberg und Dortmund. Mehr als 40 nationale und internationale Gemeinschaftsausstellungen führten ihn nach Charkiw, Krakau, Glasgow, Simferopol, Ufa oder Nowo Ichsanowo. Die bedeutendste darunter war 2016 im Museum of Modern Art Moskau mit einem Auszug aus der Gesamtarbeit zu „Allah Bersah”.
Gerd Dollhopf stellt auch zwei ausstellungsbegleitende Bücher vor. In den reich bebilderten Künstlerbüchern „Allah Bersah” und „Im breiten Spektrum des Lebens” beschäftigt sich der Autor auf 100 Seiten jeweils mit einem speziellen Thema, dem er einen kurzen Text voranstellt.
Das Buch „Allah Bersah” zeigt Porträts der Tataren des Dorfes Nowo Ichsanowo in Baschkortostan. Das Dorf besteht aus 102 Holzhäusern, wobei die Porträts im Innenraum, der „guten Stube”, angefertigt wurden und vom einfachen und entbehrungsreichen Leben dieses Volksstammes künden. Im ersten Anschein verwundern die intensiv farbigen floralen und grafischen Elemente im Umfeld und Hintergrund der Porträtierten. Dem aufmerksamen Betrachter wird jedoch bald klar, dass diese die erstrebte oder vorgestellte Lebenswelt der Tataren darstellen. Sie ist intensiv und reich, farbig und gefüllt, sauber geordnet und arrangiert – somit muss sie den Gegenpol zum realen Leben der von harter Arbeit gezeichneten Personen bilden.
Das Buch „Im breiten Spektrum des Lebens” entstand speziell für die Ausstellung gleichen Titels. In fünf Kapiteln zeichnet es die auf Reisen gewonnenen Erfahrungen des Autors nach. Von Amberg führt dieser Bilderbogen über die Krim nach Ufa, in ein baschkirisches Dorf und bis nach Rajasthan. Die fotografische Darstellung ist dabei immer auf den Menschen konzentriert und variiert thematisch von Menschen am Arbeitsplatz über klassische und experimentelle Porträts hin zu psychologischen Künstlerporträts und Menschen in ihrer Freizeit auf der Krim.
Dabei ist die fotografische Technik der Bildserien immer dem jeweiligen Thema angepasst: Malerische Polaroid-Vergrößerungen stehen im Kontrast zu grafisch-scharfen Porträts, szenische Schwarz-Weiß-Panoramen neben farbintensiven Analog- oder Digitalbildern. Es handelt sich um sogenannte Künstlerbücher, die als Sammelobjekte in einer Auflage von 50 Stück an der Kasse des Stadtmuseums Amberg oder direkt bei gerddollhopf@gmail.com erhältlich sind. Format: A4 quer, hochwertiger Digitaldruck, Hardcover. Von ihnen ist nur noch ein kleiner Teil zum Preis von 74 Euro pro Exemplar erhältlich. Die Bücher sind nummeriert und signiert und enthalten jeweils eine ebenfalls nummerierte und signierte Originalfotografie im Format von etwa 28 x 21 Zentimetern. Die Buchserie wird in etwa zweijähriger Folge fortgesetzt.
Zum Abschluss der Fotoausstellung gibt Gerd Dollhopf am Sonntag, 8. November 2026, um 11 Uhr im Rahmen des Bildvortrags „Von Amberg bis nach Rajasthan” Einblicke in seine Fotoreisen und die Entstehung verschiedener Bildserien. Um Voranmeldung im Stadtmuseum Amberg wird gebeten.