Im Kreis seiner Großfamilie hat Georg Zierer senior seinen 99. Geburtstag gefeiert. Kinder, Enkel, Urenkel und deren Familien versammelten sich, um dem Jubilar zu gratulieren und gemeinsam auf ein bewegtes Leben zurückzublicken.
Der am 31. August 1927 geborene Eslarner, vielen als „Fritzn Schorsch“ bekannt, wuchs mit vier Geschwistern auf. Seine große Leidenschaft galt schon früh dem Bierbrauen. Bereits mit 15 Jahren erlernte er bei der Brauerei Bauriedl die ersten Handgriffe des Brauerhandwerks. Nach Krieg und Kriegsgefangenschaft kehrte er 1948 nach Eslarn zurück. 1949 vertiefte er in Regensburg seine Kenntnisse als Mälzer und Brauer.
1952 heiratete Georg Zierer Hannelore, geborene Fischer aus Nürnberg, die er während der Kriegsjahre im Grenzland kennengelernt hatte. Aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor. Heute gehören 14 Enkel und 14 Urenkel zur Großfamilie. Der Tod seiner Ehefrau am 15. März 2017 und der Verlust von Sohn Heiner im Jahr 2019 waren schwere Schicksalsschläge. Halt fand Georg Zierer vor allem bei seiner Familie und in seiner Arbeit.
Am 20. Januar 1951 wurde ihm das Ehrenamt des Kommunbraumeisters übertragen. Über sieben Jahrzehnte war er maßgeblich für die Herstellung des weit über Eslarn hinaus bekannten Kommunbiers und Rebhuhnzoigls verantwortlich. Erst mit 96 Jahren ließ er es etwas ruhiger angehen und gab das Kommunbrauen in jüngere Hände.
Auch kommunal engagierte sich Zierer viele Jahre. Von 1978 bis 1988 gehörte er dem Marktrat an. Für sein ehrenamtliches Wirken erhielt er 2000 die Bürgermedaille in Gold und 2007 die Ehrenbürgerschaft der Marktgemeinde.
Zum 99. Geburtstag gratulierten im Namen der Marktgemeinde und des CSU-Ortsverbandes Bürgermeister Thomas Kleber und im Namen des SPD-Ortsvereins dritte Bürgermeisterin Laura Roth und Marktrat Christian Schmucker. Persönliche Glückwünsche überbrachten Pfarrvikar Dr. Basil Bazir Ngwega für die Pfarreiengemeinschaft Eslarn-Moosbach und MdL a. D. Fritz Möstl als Vorsitzender im Namen der Arbeiterwohlfahrt.