In seinem Vortrag „Weniger Stress im Garten-Gießen und Mulchen richtig gemacht” beim OGV Winklarn brachte Karl Ruhland wertvolle und praktische Tipps zum Garteln. Für ihn ist es besonders wichtig die Gartenarbeit für Ältere zu erleichtern und Junge zu motivieren sich einen eigenen Gemüsegarten anzulegen. Eine gesunde Bodenfauna ist die Grundvoraussetzung für einen fruchtbaren Gemüsegarten. So leben in der oberen Erdschicht, der Humusauflage, eine Vielzahl von Kleintieren, wie Würmer, Springschwänze, Insekten, Tausendfüßler, tierische Einzeller und natürlich der Regenwurm. Über ihn und seine Wichtigkeit gibt es einen lehrreichen Spruch: „Der liebe Gott weiß, wie man gute Erde macht. Das Rezept hat er den Regenwürmern gegeben”. Um diese Tiere zu schützen sollte der Boden nicht umgestochen werden, nur mit der Grabgabel lockern reicht. Er rät auch zu richtigem Gießen, am besten am Morgen. Wichtig ist auch nicht alle Tage leicht zu gießen, sondern alle zwei bis drei Tage richtig zu wässern. Die Pflanzen sollen erzogen werden ihre Wurzeln nach unten zu entwickeln um die Nährstoffe aufzunehmen. Gezieltes Gießen, am besten mit einer Gießkanne spart auch Wasser. Mulchen mit Heu, Stroh, Karton, Hackschnitzel oder getrocknetem Rasen schützt vor Austrocknen und Ausschwemmen. Mulch bietet auch Schutz vor Kraut- und Braunfäule. Neben dem Schutz ist Mulch auch noch Dünger. Mit vier Kilogramm Rasenschnitt kann man 80 Gramm Hornspäne ersetzen. Die Dicke der Mulchschicht variiert je nach Pflanze. Karl Ruhland rät bei Radieschen und Salat eine Schicht von drei bis fünf Zentimeter, bei Tomaten können es schon mal 15 Zentimeter sein. Durch das Auftragen von Mulch entwickelt sich auch weniger Unkraut. Im Herbst soll der Boden nicht umgegraben werden, sondern dick mit Mulch bedeckt werden, der aber im Frühling wieder entfernt wird um die Erwärmung des Bodens nicht zu behindern. Der Gartenfachmann rät auch Bodenproben von der Gartenerde zu machen und diese untersuchen lassen. Oft sind die Gartenböden überdüngt oder es fehlen bestimmte Mineralstoffe. Nicole Spachtholz und Anita Dietl bedankten sich mit einem kleinen Frühjahrsgruß für die vielen Informationen und vor allem die praktischen Tipps.