Prof. Dr. Tobias Licha von der Ruhr-Universität Bochum referierte bei der Erzeugergemeinschaft für Qualitätsgetreide des Landkreises Amberg-Sulzbach über den bei uns allgemein wichtigen Wasser- bzw. Trinkwasserschutz. Verantwortliches, richtiges Handeln verlange man dabei von der Politik und nicht nur von der Landwirtschaft, ebenso von der Industrie etc. und genauso vom Menschen in Stadt sowie Land. Der Vorsitzende der Erzeugergemeinschaft Georg Straller aus Ipflheim hatte Herrn Licha dazu in die Aula der Schule nach Ebermannsdorf eingeladen.
Relativ viele Landwirte aus der Umgebung hatten sich am Sonntagvormittag dafür die Zeit genommen, kein Wunder, denn das Thema lautete: Wasserschutz durch unsere Bauern. Welchen Beitrag liefern dazu die Landwirte zu unserem wichtigen, sauberem Trinkwasser? Mit Professor Licha aus der Branche der Hydrogeochemie konnte dazu nämlich ein Fachmann gewonnen werden, dem, wie er selber sagte, es am Herzen liegt, objektiv für alle Bauern sowie Verbraucher zu berichten.
Sauberes Wasser, so der Referent, das müsse das gemeinsame Ziel von uns allen im Lande gerade auch in der Zukunft bleiben. Mit gesundem Wasser stehe und falle auch unser echter Wohlstand, dabei sprach er ebenso die oftmals undichten Kanäle unserer Städte sowie die der Kommunen an. Fachmann Licha meinte zusammen mit Landwirt Straller und mit Blick auf unsere Gesellschaft, dass hier die oftmals einseitigen Schuldzuweisungen nichts bringen. Vieles sei in der Sache für beide Seiten unverständlich sowie sehr komplex. Außerdem gelte für alle Gesellschaftsbereiche und mit Blick auf das Machbare der Grundsatz: Schuster bleib bei deinen Leisten!
Denke man beispielsweise an unser Wasser als Lebenselixier, den teilweise großen Nährstoffeintrag durch kommunale Abwässer und etliches andere mehr. Die Bauern jedenfalls seien nicht die Alleinschuldigen. Und die Nitratentwicklung im Grundwasser hänge aus der Sicht von Dr. Licha zum einen von der Nitrataufgabe des Landwirts (mineralischer sowie organischer Dünger) ab und zum anderen ebenso von der Nitratreduktionskapazität und etlichen anderen ab, samt Flurabstand. Eine langanhaltende, aber faire Diskussion aller Anwesenden schloss sich schließlich an. Vorsitzender Straller sagte am Ende allen herzlichen Dank.