Kräuterbüschel sind nach bayerischem Brauchtum seit jeher fest verbunden mit dem katholischen Fest „Maria Himmelfahrt“, das im Süden des Freistaates alljährlich am 15. August als „großer Frauentag” gefeiert wird. Der alte Brauch der Kräutersegnung geht auf die Legende zurück, nach der drei Tage nach dem Tod Mariens das Grab leer gefunden worden sein soll. Die Überlieferung besagt weiter, dass vor dem nach Rosen und Lilien duftenden Grab die liebsten Kräuter der Gottesmutter gewachsen sein sollen.
Das eingespielte Vorstandsteam des Winklarner Frauenbundes fertigte unterstützt von freiwilligen Helfern auch heuer wieder am 14. August herrlich duftende Kräuterbüschel, die zusammen mit den in Heimarbeit entstandenen Kränzen am Maria-Himmelfahrtstag vor dem Gottesdienst verkauft wurden. Der Erlös aus dem Verkauf geht an das Kloster Mallersdorf zur Unterstützung von Herzensprojekten der kürzlich verstorbenen Schwester Arnulfina Schöberl.