Ein ganz spezieller Duft zog kürzlich durch die gute Stube des Winklarner Thammerhauses, als Sylvia Mauermaier, Referentin des Katholischen Frauenbundes, ihre vorbereiteten „Schätze“ aus der Fermentier-Küche auspackte. Die Hauswirtschaftsmeisterin, die längst keine Unbekannte mehr beim Frauenbund Winklarn ist, weihte im Rahmen eines kurzweiligen Vortrages mit ihrer charmant-witzigen Art ein breitgefächertes, interessiertes Publikum in die Geheimnisse des Fermentierens ein. Schon lange bevor es Tiefkühlgeräte gab, wurde diese traditionelle Konservierungsmethode angewandt, um Lebensmittel haltbar zu machen, und die Vitaminversorgung für den Winter kostengünstig abzudecken. In der heutigen Zeit wurde das Fermentieren neu entdeckt, da fermentierte Lebensmittel die Bildung einer gesunden Darmflora fördern, was in unserer modernen Welt der Konservierungsstoffe und Antibiotika immer wichtiger geworden ist. Außerdem eigne sich Fermentieren laut Frau Mauermaier bestens zur Resteverwertung in der Küche. Jede Obst- und Gemüsesorte wird zusammen mit einer Gewürzmischung nach eigenem Geschmack mit Hilfe der „Lake-Methode“ oder der „Trockensalzmethode“ zum Superfood. Am Ende des sehr interessanten Vortrages war die Neugier der zahlreichen Gäste geweckt. Nun durften die mitgebrachten Kostproben aus Frau Mauermaiers Fermentier-Küche probiert werden. Für den ein oder anderen könnte der Geschmack etwas gewöhnungsbedürftig sein, so die Referentin mit einem Augenzwinkern. Sie versicherte aber, dass z. B. jeder Salat mit fermentiertem Gemüse zum Highlight auf dem Teller werden könne und den Grundstein für eine langfristige Darmgesundheit lege. Damit Kimchi und Co. Einzug in die heimischen Küchen halten können, gab es für alle Teilnehmer noch Infos und Rezepte rund um dieses Thema zum Mitnehmen.