Die Brieftauben als Rennpferde des kleinen Mannes genießen noch immer große Wertschätzung, wie sich bei der 40. Lokalausstellung mit Meisterschaftsfeier der Reisevereinigung Pegnitz herausstellte. Das zeitaufwändige Hobby begeistert viele Züchter und auch die Präsentation der Zuchterfolge stieß in der Halle des Kleintierzuchtvereins Tremmersdorf/Speinshart auf ein bemerkenswertes Publikumsinteresse. Die Wertschätzung des Brieftaubensports ist ungebrochen. Ein anspruchsvolles Hobby, das viel Geduld, Pflege, Idealismus und auch ein bisschen Glück erfordert, umschrieb RV-Vorsitzender Josef Dötsch aus Frankenberg den Alltag der Züchter.
Eine „Dawarer-Spezies”, die ihre fliegenden Schätze als Kulturgut betrachtet. In Tremmersdorf traf sich diese Gemeinschaft, um Rückschau auf ein erfolgreiches Flugjahr zu halten. Eine Ausstellung der schnellsten Rasse-Flieger stand ebenso auf dem Programm des Züchtertreffens wie die Auszeichnungen der Preisträger für das Flugjahr 2025. Für die Erfolgsbilanz der einzelnen „Dawarer” mit ihren insgesamt 10.600 Brieftauben bewertete die Reisevereinigung mit ihren Einsatzstellen Thurndorf, Kirchenlaibach, Pressath und Immenreuth 13 Altflüge mit Einsatzorten und Flugstrecken bis aus Frankreich. Draus folgernd gab es Pokale, Medaillen und Urkunden für viele strahlende Sieger.
Bei den Altflügen fand Gerd Wessels mit seinen fünf besten Tauben besondere Anerkennung. Der Züchter landete mit seinen gurrenden Schätzen auch bei der RV-Kreisstrecken- und Weitstreckenmeisterschaft und bei der RV-jährigen Meisterschaft auf dem 1. Platz. Zur Jungflug-Meisterschaft gratulierte der Vorsitzende der Züchtergemeinschaft Kunnert. Die Ehrenpreisliste der 40. Ausstellung wird von Willi Büttner angeführt. Der Thurndorfer freute sich über die beste Gesamtleistung seiner schnellen Flieger. Bei den Standardmännchen wurde diese Ehre der Schlaggemeinschaft Kunnert aus Kirchenlaibach zuteil. Gerd Wessels aus Pressath gewann mit seinen Tauben den Preis für Standardweibchen.