Die Waldbesitzervereinigung Floß und Umgebung wurde am 29. Juli 1956 gegründet und ist heute aus dem Gesellschaftsleben des Marktes nicht mehr wegzudenken. Am Lichtmesstag gab es die traditionelle Lichtmessversammlung in der Gaststätte Plödt in Diepoltsreuth.
Schriftführer Reinhard Alberti war es vorbehalten, die Niederschrift über die letzte Lichtmessversammlung vorzutragen. Die Kassengeschäfte verwaltet Helmut Bär aus Diebersreuth. Er listete Einnahmen und Ausgaben genau auf und hielt fest, dass die Vereinigung auf gesunden Boden stehe. Dies bestätigten auch die Revisoren Helmut Baumgart und Wolfgang Lang. Die Versammlung erteilte Kassier und Vorstandschaft einstimmige Entlastung.
In seinem Grußwort hatte Bürgermeister Robert Lindner das feste und vertrauensvolle Verhältnis der Vere3inigung mit dem Markt herausgestellt. Die WBV sei aus dem Vereinsleben im Flosser Amt nicht mehr wegzudenken. Vorzüglich die Beratung. So möge das Verhältnis zueinander fortgesetzt werden.
Ein fester Bestandteil der Lichtmessversammlung ist der Jahresbericht von Geschäftsführer Michael Bock.
In seiner bekannt lockeren und sehr verständlichen Art zog er auch in dieser traditionellen Versammlung eine kurze und aufschlussreiche Bilanz. Vorweg hielt Bock gerne das vertrauensvolle Verhältnis zur Vorstandschaft der Flosser WBV und mit den Mitgliedern fest. Die Beratung sei längst schon zur Selbstverständlichkeit geworden und die Waldbesitzer sind dafür auch dankbar. Im Jahr 2025 wurden zufällig ausgewählte Mitglieder der WBV hinsichtlich der Einhaltung der PEFC-Kriterien überprüft. Allen Waldbesitzern wurde eine ordnungsgemäße Waldbewirtschaftung bescheinigt worden. Verbesserungspotential sah der Prüfer in den Erhalt von Totholz und der Einbringung von Mischbaumarten. Die Waldbauern können auf ein Jahr ohne Schadensereignisse zurückblicken. Obwohl die Jahresdurchschnittstemperatur über dem langjährigen Mittel lag und weniger Niederschlag als in den vergangenen Jahren gefallen ist, gab es keine größeren Probleme mit dem Borkenkäfer. Dies führte dazu, dass in den Sommermonaten nur sehr wenig Holz eingeschlagen worden ist und somit die Versorgung der Sägewerke sehr schwierig war. In der Folge stiegen die Rundholzpreise kontinuierlich an. Erfolgreich verlief die Teilnahme an der
Nadelwertholzsubmission. Die angebotenen Fichten erzielten Preise zwischen 200 und 400 Euro pro Festmeter. Aktuell herrsche eine rege Einschlagstätigkeit was den guten Holzpreisen, der optimalen Witterung für die Holzernte und der guten Zusammenarbeit mit dem Revierleiter von Floß, Johannes Hauke, sowie den erprobten örtlichen Harvesterunternehmen geschuldet ist. Michael Bock wünschte sich eine weitere gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Darin könne man auch den Wert der Vereinigung sehen.