Die Freiwillige Feuerwehr Bergnetsreuth geht noch in diesem Jahr mit einer neuen Führungsmannschaft die kommende Zeit an. Grund dafür ist der Rücktritt von Vorsitzender Harald Kick und seines Stellvertreters Thomas Bock, sowie erster Kommandant Bernhard Einweg. Sie wollen ihre
Ehrenämter und Verantwortung in jüngere Hände legen. Harald Kick war über sechs Jahre erster Vorsitzender, während Bernhard Einweg seit mehr als 18 Jahren Verantwortung als erster Kommandant trug. Für sie stand der Spruch: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ im Mittelpunkt ihres Handelns.
Die Mitgliederversammlung am letzten Wochenende in der Gastwirtschaft Plödt in Diepoltsreuth sollte sich durch geheime, schriftlich Wahl entscheiden, die Ehrenämter neu zu besetzen. Sie wird auch die Vorbereitungen für das Festjahr 2027 treffen, wenn der Bergnetsreuther Wehr ihr 100-jähriges Gründungsjubiläum feiern kann. Nachdem Bürgermeister Robert Lindner als Wahlleiter bestellt wurde, sollte die Versammlung eine Neubesetzung in der Vorstandschaft und im Ausschuss durch geheime, schriftliche Wahl vollziehen. Dazu kam es aber nicht. Obwohl in mehreren Vorbesprechungen darüber ernsthaft diskutiert wurde, fand sich bis zum Wahltag kein aktives Mitglied, Verantwortung zu übernehmen. Eine aus der Versammlung angeregte Unterbrechung der Versammlung wurde einstimmig genehmigt, denn die Hoffnung stirbt zuletzt. Nach gut 20 Minuten berichtete Bürgermeister Lindner, dass man eine Lösung gefunden habe. Damit verbunden ist auch die Neufassung der aus dem Jahre 1985 exizstierende Satzung. Bis es dazu kommt bleiben die Ehrenämter im Vorstand und Ausschuss wie bisher besetzt. Die Abstimmungen waren jeweils einstimmig, nachdem auch die Betroffenen damit einverstanden waren. Sobald in einer Mitgliederversammlung die neue Satzung zur Genehmigung vorgelegt und beschlossen werden kann, kann die Neuwahl der Vorstandschaft und des Ausschusses vorgenommen werden. Die Neubesetzungen stehen bereits in den Startlöchern. Unverbindliche Vorschläge liegen bereits vor. Harald Kick und Thomas Bock stehen nicht mehr zur Verfügung.
Anders verlief der Neuwahl des ersten Kommandanten und seines Stellvertreters. Hier hatte sich Tobias Witt bereit erklärt, die Aufgabe des Kommandanten zu übernehmen. Als Stellvertreter stellte sich Stefan Häupler zur Verfügung. Die jeweils geheime, schriftliche Wahl gab Witt und Häupler bis auf jeweils eine Enthaltung das einstimmige Vertrauen. Beide nahmen die Wahl an.
Bei der Feuerwehr Bergnetsreuth steht der Wahlspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ ganz oben an. Sier ist die einzige Wehr, die aus den früheren sechs Flosser Landgemeinden vor der Gebietsreform 1972 hervorging. Ihre Einsatz- und Hilfsbereitschaft steht nicht nur auf dem Papier, sie wird auch umgesetzt. Hilfedienste leisten, Ver4kehrsunfällen beizustehen und sonstiger Schadensfälle zu beheben, finden größte Beachtung und Anerkennung.
In seinem letzten Rechenschaftsbericht für das abgelaufene Vereinsjahr 2025 hatte Harald Kick die wichtigsten Ereignisse der Wehr herausgestellt. Vorher wurde den verstorbenen Mitgliedern Willi Bär und Johann Meißner in einer Gedenkminute gedacht.
Die Aufgaben und Einsätze erfüllen derzeit 19 Wehrmännern und eine Feuerwehrfrau. Dazu zähle 14 passive und 38 fördernde Mitglieder. 72 Mitglieder gehören der Wehr an. Es gab eine Vielzahl von Teilnahmen an Veranstaltungen, eine außerordentliche Mitgliederversammlung und zwei Ausschusssitzungen. Im festen Verbund arbeitete Stellvertreter Thomas Bock mit dem Vorstand zusammen. Dank sagte Kick seinen Stellvertretern, dem Markt Floß, der Wehr aus Floß für das jederzeit gute Einvernehmen und Untersttüzung, sowie den freiwilligen Spenden.
Wie in den vergangenen 18 Jahren, so erstattete erster Kommandant Bernhard Einweg gewissenhaft und korrekt seinen Jahresbericht der herausstellte, dass es vier Einsätze im letzten Jahr gab. Die Aus- und Weiterbildung der Wehrmänner war es besonderes Anliegen, sie endete mit einer Winterartung im Gerätehaus. Auch die Schulungen der Führungskräfte wurde gewissenhaft durchgeführt und die Betreuung und die Unterhaltung des Löschfahrzeuges schlug sich mit rund 500 Kilometer nieder. Während seiner 1281-jährigen Dienstzeit war die Anschaffung des neuen Tragkraftspritzenfahrzeuges der Höherpunkt. Einweg hielt mit seiner Meinung nicht zurück als er festhielt, dass er sich öfter mehr Unterstützung durch die Aktiven gewünscht hätte. Sein Dank richtete sich an den Markt, die Flosser Wehr und an die Spitze der Landkreisführung unter Kreisbrandrat Marco Saller. Er selbst werde der Feuerwehr Bergnetsreuth auch weiterhin die Treue halte und unterstützen.
Mit den Einnahmen und Ausgaben beschäftigte sich Kassier Josef Lindner, der trotz aller Herausforderungen von einer gesunden Finanzdecke sprach. Die Wehr könne an den Anforderungen gerecht werden, was auch Kassenprüfer Günter Stich bestätigte. In seiner Stellungnahme zu den Berichten bedauerte Bürgermeister Robert Lindner die Abgänge in den Führungskreisen der Wehr. Sie haben ihre Aufgaben korrekt und gewissenhaft erfüllt und das sei lobenswert. Der Markt stehe weiter hinter der Wehr, damit sie ihre jederzeitige Einsatzbereitschaft weiter erfüllen könne. Schon deshalb müsse es weitergehen. Gesellschaftlich sei die Wehr ein wichtiger sozialer Pfeiler.