Gaumenschmaus für die Mitglieder des Katholischen Frauenbundes  (Bild: Christina Kreuzer)

Religiöser Einkehrtag in Johannisthal, einem Ort der Begegnung

76 Frauen aus 7 Zweigvereinen des Katholischen Frauenbundes des Bezirkes Neustadt - davon 15 aus Floß - machten sich vergangene Woche auf den Weg um am Einkehrtag im Exerzitienhaus in Johannisthal teilzunehmen. Es ist schon zur Tradition geworden und fast ein kleines „MUSS” diesen etwas anderen Tag an diesem beschaulichen Ort mit besonderer Ausstrahlung zu verbringen. Ein idyllisch gelegenes Plätzchen, an dem Menschen innehalten, sich begegnen und im Glauben gestärkt werden. Direktor Manfred Strigl begrüßte die Teilnehmerinnen sehr herzlich und freute sich wieder über das große Interesse an dieser Veranstaltung. „Ihr seid das Salz der Erde”. So wie seinen Jüngern spricht Jesus auch uns zu: „Seid Würze für die Welt!” Anhand eines Experimentes wurde den Damen verdeutlicht, dass das Salz trägt. Wir können tragen und ertragen. Salz ist im Wasser unsichtbar. Auch Gott ist für uns Salz. ER ist nicht erkennbar und doch sind wir von IHM getragen. Der Gegenwart Gottes nachzuspüren ist ein lebenswichtiger Aspekt der christlichen Spiritualität. Wir können unsere Verbindung zu Gott immer durch die menschlichen Beziehungen überprüfen. Wie wir zu ihnen stehen, so ist unser Verhalten zum Herrn. Am Ende des bewegenden Einkehrtages feierte man noch zusammen die Heilige Messe. Alle waren sich einig, auch im nächsten Jahr wieder ins Haus Johannisthal zu kommen um Ruhe, Orientierung, neue Kraft für Herz und Geist - auf dem Weg zum Osterfest - zu finden.
Weltgebetstag in Floß (Bild: Sandra Neubeck -Weiser)

Beeindruckender Weltgebetstag in Floß

Der evangelische und katholische Frauenbund, mit ihren Vorsitzenden Christa Riedel und Christina Schaller, begingen wieder gemeinsam den ökumenischen Weltgebetstag, der dieses Jahr unter dem Motto „Kommt! Bringt eure Last” ( 11,28 Matthäusevangelium ), stand. In über 150 Ländern nahmen Frauen an diesem Gottesdienst teil und setzten somit ein kraftvolles Zeichen der Frauensolidarität und globalen Verbundenheit. Hoffnung gegen Hoffnungslosigkeit. Dies machte auch die Gottesdienstliturgie der nigerianischen Christinnen sehr deutlich. Der westafrikanische Staat, ein Mosaik aus Kulturen, Sprachen und Traditionen, ist zwar reich an Ressourcen, aber arm an Verantwortungsbewusstsein und Hoffnung. Im Laufe der Jahre versank das Land immer tiefer in Armut und Verzweiflung. Ein Sack Reis - ein Grundnahrungsmittel - ist für viele Familien ein Luxusgut geworden. Selbst in dieser fast aussichtslosen Lage arbeiten die Nigerianerinnen weiter auf eine bessere Zukunft hin und sehen trotzdem Beweise für Gottes Treue. Ihr starker Glaube gibt ihnen die notwendige Kraft dazu. Ihr Mut und das Durchhaltevermögen, im Schatten der Ausgrenzung zu leben, sind bewundernswert. Das evangelische Gemeindehaus wurde entsprechend landestypisch dekoriert und lud sofort zum Verweilen auf dem „afrikanischen Kontinent” ein. Gefühlsbetonte Geschichten, Lieder und Fürbitten, die Herz und Seele berührten und den Wortgottesdienst zusätzlich bereicherten, trugen Christa Riedel, Christina Schaller, Christine Wirth, Kerstin Sommermann, Andrea Mutterer, Katrin Barth, Christa Neubeck, Silvia Schnappauf, Christina Kreuzer sowie Pfarrer Wilfried Römischer in eindrucksvoller Weise vor. Die Arche Musica, unter Leitung von Andreas Kunz, übernahm den musikalischen Teil. Pfarrer Römischer erteilte anschließend den Segen Gottes. Ein mit viel Liebe zubereitetes „nigerianisches Büfett” - ein Augen- und Gaumenschmaus - rundete letztendlich diese bewegenden Abendstunden ab, bevor ein interessanter Bildvortrag über Land und Leute den offiziellen Teil dieser Feierlichkeit beendete. Auch in Floß war man weltweit im Gebet vereint und nahm bewusst die Anliegen und Nöte und die Lebensrealität der Frauen in Nigeria, die Sehnsucht nach einer besseren Welt haben, in den Blick.
Viel Lob, Dank und Anerkennung gab es für Sophie Dollhopf, für ihre 70-jährige Treue zum Katholischen Frauenbund. Bild von links: Renate Bock, Sophie Dollhopf und Inge Trottmann. (Bild: Fred Lehner)

Sophie Dollhopf 70 Jahre beimn Katholischen Frauenbund

Wenn heute in der Katholischen Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer die Rede ist, dass der Frauenbund aus der großen Kirchengemeinschaft nicht mehr wegzudenken ist, dann hat die Flosserin Sophie Dollhopf einen großen Anteil. Sie ist heute mit ihren 98 Jahren nicht nur das älteste Mitglied in der Gemeinschaft, sie ist noch das einzig lebende Gründungsmitglied. Es war deshalb nicht verwunderlich, dass sie bei den Jubilarsehrungen in der letzten Jahresversammlung des Frauenbundes Dollhopf im Mittelpunkt stand. 2. Vorsitzende Renate Bock hatte in ihrer herzlich gehaltenen Laudatio herausgestellt, dass es Sophie Dollhopf mit zu verdanken sei, dass der Frauenbund ins Leben gerufen wurde. Sie hatte diese Idee nachdrücklich unterstützt und gefördert. Das war schon im Herbst 1956. Pfarrer Franz Seraph Arnold hatte im November dieses Jahres zu einer Gründungsversammlung aufgerufen, die auch stattfand. Sophie Dollhopf war mit dabei. Schließlich waren es 45 Gründungsmitglieder, die sich am 24. Februar 1957 zu einer Aufnahmefeier trafen. Die Pflege der Gemeinschaft, das kirchliche und gesellschaftliche Engagement, der Einsatz im sozialen und karitativen Bereich und schließlich die Förderung und Bildung der Frauen waren die vier wichtigsten Säulen, auf den der Frauenbund gestellt wurde. Die Triebfeder für das Handeln in Kirche und Gesellschaft ist der gemeinsame christliche Glaube. Sophie Dollhopf, sie leitete den Frauenbund von 1982 bis 1988 als erste Vorsitzende, hatte es sich nicht nehmen lassen, der Bitte der Gemeinschaft, an der Jahresversammlung teilzunehmen, nachzukommen. Freude bei allen Mitgliedern, bei geistlichem Beirat, Pfarrer Max Früchtl und bei Bezirksvorsitzende Inge Trottmann über das Kommen der Jubilarin. In ihrer bekannt ruhigen Art ließ Sophie Dollhopf alles über sich ergehen, was an Lob, Dank und Anerkennung für über 70-jährige Treue zum Frauenbund durch Renate Bock und Inge Trottmann zum Ausdruck kam. Ihre Reaktion auf die Glückwünsche war schlicht und einfach ein herzliches Dankeschön das habe ich gerne gemacht. Jetzt betet die Jubilarin, dass es ihr vergönnt sein möge, die kommende 70-Jahrfeier noch zu erleben.
Gemeinsame Weihnachtsfeier begeisterte im Museumscafe´, Flossenbürg (Bild: Christina Kreuzer)

Stimmungsvolle Weihnachtsfeier im Museumscafe´ in Flossenbürg

Der Katholische Frauenbund Floß und der Seniorenkreis gestalteten in diesem Jahr eine gemeinsame und sehr besinnliche Weihnachtsfeier. Das Cafe´ bot hierfür die passende Kulisse. Duftender Kaffee, allerlei süße Verführungen und ein äußerst liebenswertes Personal warteten schon auf ihre Gäste aus Floß. Marlene Noetzel, Leiterin des Seniorenkreises und die 2. Vorsitzende des Frauenbundes, Renate Bock begrüßten die Mitglieder recht herzlich und freuten sich über das zahlreiche Erscheinen und ganz besonders darüber, dass auch Pfarrer Max Früchtl unter seinen Schäfchen weilte. Die musikalische Begleitung übernahmen Elisabeth und Stephan König sowie Brigitte Beer - Armonia Cante -. Gleich zu Beginn erklang u.a. das wunderschöne Adventslied „Wir sagen euch an den lieben Advent” das gleich zum Mitsingen einlud. Unter dem Motto „Mei staade Zeit”, gewährte zwischen den Gesangsstücken, die Autorin Lisa Stögbauer aus Parkstetten in Mundart rund um die Advents- und Weihnachtszeit heitere aber auch nachdenkliche Einblicke in ihre Gedichte und Geschichten aus dem Leben und berührte sofort die Herzen der vielen Zuhörer. Diese festliche Stimmung wurde somit perfekt eingefangen und ein entsprechender Applaus ließ natürlich nicht lange auf sich warten. Mit einem der wohl bekanntesten Weihnachtslieder „Alle Jahre wieder kommt das Christuskind” und einer vorweihnachtlichen Auszeit vom Alltag endete schließlich der gefühlsbetonte Nachmittag in Flossenbürg.
Feierliche Anbetungsstunde in der Katholischen Pfarrkirche - St. Johannes der Taufer - in Floß. (Bild: Christina Kreuzer)

Beeindruckende „Ewige Anbetung” in der Katholischen Pfarrkirche in Floß

Unter dem Motto bei „Gott verweilen” gestaltete der Katholische Männerverein zusammen mit dem Frauenbund - in der eigens dafür und äußerst würdevoll geschmückten Pfarrkirche, St. Johannes der Täufer -, am vergangenen Montagabend den Tag der „Ewigen Anbetung”. Vor der eindrucksvoll angestrahlten Mutter-Gottes-Statue sprachen und sangen Hans Eismann, Georg Ettl, Christina Schaller und Christina Kreuzer sowie die Mitfeierenden einfühlsame Texte, Gebete und Lieder, die Herz und Seele berührten. Bereits am Morgen zelebrierte Pfarrer Max Früchtl die festtägliche Eucharistiefeier und setzte anschließend das Allerheiligste zur Anbetung aus. Am Abend erteilte er schließlich noch feierlich den Segen, der den Bildnissen zum traditionellen „Frauentragen” mitgegeben wurde. Es ist ein christlicher Adventsbrauch und steht symbolisch für die Herbergssuche von Maria und Josef. 23 Familien waren auch dieses Jahr wieder bereit sie für einige Tage bei sich aufzunehmen, um sich so, auch emotional, auf das Hochfest der „Geburt Christi” einzustimmen. Hier war nicht nur Platz im eigenen Zuhause, sondern auch in den Herzen dieser Gläubigen. Besonders im Advent war dieses emotionale Ritual auch ein Zeichen von Gemeinschaft und wurde somit von Haus zu Haus weitergegeben. Es bot ferner noch die Möglichkeit, sich in besonderer Weise, dem Gebet zu widmen und diese besondere Jahreszeit spirituell zu vertiefen. Am 24.12. kehrt die Heilige Familie dann wieder zurück in die Katholische Pfarrkirche in Floß.
Vorsitzende Christina Schaller ( links ) dankte Linda Hamann für ihren eindrucksvollen Vortrag über Lebenskrisen. (Bild: Christina Kreuzer)

Gourmet-Frühstück beim Katholischen Frauenbund Floss

Im renommierten Familiengasthof Schaller fand der diesjährige Brunch des aktiven Katholischen Frauenbundes, Zweigverein Floss, statt. In einer äußerst einladenden Atmosphäre begrüßte die Vorsitzende - Christina Schaller - die sehr zahlreich erschienenen Mitglieder recht herzlich. Das opulente und leckere Büfett, das nicht nur ein Augenschmaus war, wurde mit einer Vielfalt von kulinarischen Köstlichkeiten liebevoll angerichtet. Ein Genuss auf höchstem Niveau und man schlemmte sozusagen wie „Gott in Frankreich.” Anschließend referierte Studienrätin Linda Hamann über das Thema „Gestärkt in Krisen - den eigenen Weg gehen.” Sie beschrieb sehr anschaulich und eindrucksvoll die Lebenskrisen, die unsere Gedanken und Gefühle massiv beeinflussen können. Auch das Überwinden von Ängsten und Hindernissen wurde sehr intensiv analysiert. Auch die von ihr erzählte Geschichte „Spuren im Sand „ regte zu intensiven Diskussionen an. Ihre wertvolle Arbeit und die Empathie den Mitmenschen gegenüber imponierten allen Teilnehmenden sehr. Frau Schaller überreichte abschließend noch ein Präsent und dankte herzlichst für ihren Besuch in Floss. Trotz unterhaltsamer und genüsslicher Vormittagsstunden kam auch ein bisschen Wehmut auf. Nachdenklich stimmte auch der Gedanke daran, dass viele Menschen ums Überleben kämpfen und unter Hunger leiden. Nicht jeder hat das Glück auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen und ausreichend Nahrung, allerlei Leckerbissen und Delikatessen im Überfluss zu haben. Deshalb das Resümee des Katholischen Frauenbundes: „Wieder einmal mehr ein Gebet und ein von Herzen kommender Dank an unseren lieben Herrgott zu richten!”

Über beiunsdaheim.de:

north