Mitglieder aus dem Führungskreis des Frauenbundes gestalteten beindruckenden Blumenteppich. Karin Nieman, Renate Bock, Christina Kreuzer, Christina Schaller, Christine Wirth und Andrea Mutterer ( von links ). (Bild: Rita Rosner)

Fleißige „Bienchen” werkelten zu Ehre Gottes

In mühevoller Kleinarbeit haben die engagierten Mitglieder des katholischen Frauenbundes - unter dem Vorsitz von Christina Schaller - auch in diesem Jahr wieder traditionell ein wundervolles und farbenfrohes Naturkunstwerk für das Hochfest Fronleichnam liebevoll kreiert um den Herrn den Weg zu bereiten. Dies ist nicht nur Brauchtum, sondern symbolisiert Dankbarkeit und Ehrerbietung gegenüber Christus. Blüte um Blüte wurden unter den geschickten Händen der Frauen gezupft und zu einem religiösen Motiv geformt. Das florale Prachtstück ist ein optischer Höhepunkt, der bestimmt viele Blicke der Gottesdienstbesucher auf sich ziehen und entsprechend bewundert und bestaunt werden wird. Letztendlich ist es nicht nur eine Freude, sondern auch ein Wertgefühl, Teil dieser wunderschönen Tradition innerhalb der Pfarrgemeinde zu sein. Der Frauenbund übernahm heuer das Legen des prächtigen Blumenteppichs, der vor dem Altar in der Marktplatzanlage seinen Platz finden wird. Auch das Gotteshaus wurde würdevoll mit Blühendem und Fahnen ausgeschmückt. Natürlich gab es zur Stärkung für die geleistete Arbeit Kaffee und köstliche Backwaren aller Art. Zuckerbäcker Anton Frauenreuther ließ es sich wiederum nicht nehmen und spendierte den arbeitsamen Damen süße Leckereien. Hoffentlich spielt der Wettergott mit und hält die Himmelsschleusen - wenigstens während der Fronleichnamsprozession - fest geschlossen.
Beeindruckende Maiandacht des Katholischen Frauenbundes Floß (Bild: Georg Ettl)

Feierliche Maiandacht zu Ehren unserer Himmelskönigin

Der Katholische Frauenbund - unter Vorsitz von Christina Schaller - feierte in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer eine eindrucksvolle Maiandacht, die in diesem Jahr unter dem Motto „Maria, du Mutter für uns alle”, stand. Prächtig dekoriert, mit herrlichen weißen Rosen, erstrahlte der Marienaltar um unsere mächtige Fürsprecherin. Die gewaltige und sehr beeindruckende Marienstatue an der Wand unseres Gotteshauses war zusätzlich mit reichlich Blumen geschmückt und äußerst würdevoll in Szene gesetzt. Einfühlsame und gefühlvolle Texte und Gebete wurden von Christina Schaller, Christine Wirth, Kathrin Barth, Christa Neubeck, Andrea Mutterer, Karin Niemann, Anahit Baloyan und Christina Kreuzer, den Mitgliedern des Führungskreises, vorgetragen. Elisabeth und Stephan König mit Sohn Felix übernahmen wiederum die stimmungsvolle und musikalische Umrahmung. Sie bereicherten mit einer perfekten Auswahl an traditionellen Marienliedern die Andacht noch zusätzlich und so entstand ein fast himmlisches Ambiente. Auch das italienische Musikstück „Salve Regina” hatten sie in ihrem Repertoire. Diese klangvolle Musik war ein Genuss, die Herz und Seele emotional tief berührten. Mit dem wunderschönen Marienlied „Segne du Maria” endete schließlich diese äußerst eindrucksvolle und herzliche Feier für unsere Gottesmutter. Es war außerdem eine gute Gelegenheit den Marienmonat Mai bewusst zu beginnen, den Glauben neu zu stärken und die Hoffnung auf baldigen Frieden in unserer Welt nicht aufzugeben. Die zahlreich erschienenen Gläubigen bedankten sich bei allen Mitwirkenden mit entsprechendem Applaus und erhielten ebenfalls als kleines Präsent einen duftenden Blumengruß.
Gaumenschmaus für die Mitglieder des Katholischen Frauenbundes  (Bild: Christina Kreuzer)

Religiöser Einkehrtag in Johannisthal, einem Ort der Begegnung

76 Frauen aus 7 Zweigvereinen des Katholischen Frauenbundes des Bezirkes Neustadt - davon 15 aus Floß - machten sich vergangene Woche auf den Weg um am Einkehrtag im Exerzitienhaus in Johannisthal teilzunehmen. Es ist schon zur Tradition geworden und fast ein kleines „MUSS” diesen etwas anderen Tag an diesem beschaulichen Ort mit besonderer Ausstrahlung zu verbringen. Ein idyllisch gelegenes Plätzchen, an dem Menschen innehalten, sich begegnen und im Glauben gestärkt werden. Direktor Manfred Strigl begrüßte die Teilnehmerinnen sehr herzlich und freute sich wieder über das große Interesse an dieser Veranstaltung. „Ihr seid das Salz der Erde”. So wie seinen Jüngern spricht Jesus auch uns zu: „Seid Würze für die Welt!” Anhand eines Experimentes wurde den Damen verdeutlicht, dass das Salz trägt. Wir können tragen und ertragen. Salz ist im Wasser unsichtbar. Auch Gott ist für uns Salz. ER ist nicht erkennbar und doch sind wir von IHM getragen. Der Gegenwart Gottes nachzuspüren ist ein lebenswichtiger Aspekt der christlichen Spiritualität. Wir können unsere Verbindung zu Gott immer durch die menschlichen Beziehungen überprüfen. Wie wir zu ihnen stehen, so ist unser Verhalten zum Herrn. Am Ende des bewegenden Einkehrtages feierte man noch zusammen die Heilige Messe. Alle waren sich einig, auch im nächsten Jahr wieder ins Haus Johannisthal zu kommen um Ruhe, Orientierung, neue Kraft für Herz und Geist - auf dem Weg zum Osterfest - zu finden.
Weltgebetstag in Floß (Bild: Sandra Neubeck -Weiser)

Beeindruckender Weltgebetstag in Floß

Der evangelische und katholische Frauenbund, mit ihren Vorsitzenden Christa Riedel und Christina Schaller, begingen wieder gemeinsam den ökumenischen Weltgebetstag, der dieses Jahr unter dem Motto „Kommt! Bringt eure Last” ( 11,28 Matthäusevangelium ), stand. In über 150 Ländern nahmen Frauen an diesem Gottesdienst teil und setzten somit ein kraftvolles Zeichen der Frauensolidarität und globalen Verbundenheit. Hoffnung gegen Hoffnungslosigkeit. Dies machte auch die Gottesdienstliturgie der nigerianischen Christinnen sehr deutlich. Der westafrikanische Staat, ein Mosaik aus Kulturen, Sprachen und Traditionen, ist zwar reich an Ressourcen, aber arm an Verantwortungsbewusstsein und Hoffnung. Im Laufe der Jahre versank das Land immer tiefer in Armut und Verzweiflung. Ein Sack Reis - ein Grundnahrungsmittel - ist für viele Familien ein Luxusgut geworden. Selbst in dieser fast aussichtslosen Lage arbeiten die Nigerianerinnen weiter auf eine bessere Zukunft hin und sehen trotzdem Beweise für Gottes Treue. Ihr starker Glaube gibt ihnen die notwendige Kraft dazu. Ihr Mut und das Durchhaltevermögen, im Schatten der Ausgrenzung zu leben, sind bewundernswert. Das evangelische Gemeindehaus wurde entsprechend landestypisch dekoriert und lud sofort zum Verweilen auf dem „afrikanischen Kontinent” ein. Gefühlsbetonte Geschichten, Lieder und Fürbitten, die Herz und Seele berührten und den Wortgottesdienst zusätzlich bereicherten, trugen Christa Riedel, Christina Schaller, Christine Wirth, Kerstin Sommermann, Andrea Mutterer, Katrin Barth, Christa Neubeck, Silvia Schnappauf, Christina Kreuzer sowie Pfarrer Wilfried Römischer in eindrucksvoller Weise vor. Die Arche Musica, unter Leitung von Andreas Kunz, übernahm den musikalischen Teil. Pfarrer Römischer erteilte anschließend den Segen Gottes. Ein mit viel Liebe zubereitetes „nigerianisches Büfett” - ein Augen- und Gaumenschmaus - rundete letztendlich diese bewegenden Abendstunden ab, bevor ein interessanter Bildvortrag über Land und Leute den offiziellen Teil dieser Feierlichkeit beendete. Auch in Floß war man weltweit im Gebet vereint und nahm bewusst die Anliegen und Nöte und die Lebensrealität der Frauen in Nigeria, die Sehnsucht nach einer besseren Welt haben, in den Blick.
Viel Lob, Dank und Anerkennung gab es für Sophie Dollhopf, für ihre 70-jährige Treue zum Katholischen Frauenbund. Bild von links: Renate Bock, Sophie Dollhopf und Inge Trottmann. (Bild: Fred Lehner)

Sophie Dollhopf 70 Jahre beimn Katholischen Frauenbund

Wenn heute in der Katholischen Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer die Rede ist, dass der Frauenbund aus der großen Kirchengemeinschaft nicht mehr wegzudenken ist, dann hat die Flosserin Sophie Dollhopf einen großen Anteil. Sie ist heute mit ihren 98 Jahren nicht nur das älteste Mitglied in der Gemeinschaft, sie ist noch das einzig lebende Gründungsmitglied. Es war deshalb nicht verwunderlich, dass sie bei den Jubilarsehrungen in der letzten Jahresversammlung des Frauenbundes Dollhopf im Mittelpunkt stand. 2. Vorsitzende Renate Bock hatte in ihrer herzlich gehaltenen Laudatio herausgestellt, dass es Sophie Dollhopf mit zu verdanken sei, dass der Frauenbund ins Leben gerufen wurde. Sie hatte diese Idee nachdrücklich unterstützt und gefördert. Das war schon im Herbst 1956. Pfarrer Franz Seraph Arnold hatte im November dieses Jahres zu einer Gründungsversammlung aufgerufen, die auch stattfand. Sophie Dollhopf war mit dabei. Schließlich waren es 45 Gründungsmitglieder, die sich am 24. Februar 1957 zu einer Aufnahmefeier trafen. Die Pflege der Gemeinschaft, das kirchliche und gesellschaftliche Engagement, der Einsatz im sozialen und karitativen Bereich und schließlich die Förderung und Bildung der Frauen waren die vier wichtigsten Säulen, auf den der Frauenbund gestellt wurde. Die Triebfeder für das Handeln in Kirche und Gesellschaft ist der gemeinsame christliche Glaube. Sophie Dollhopf, sie leitete den Frauenbund von 1982 bis 1988 als erste Vorsitzende, hatte es sich nicht nehmen lassen, der Bitte der Gemeinschaft, an der Jahresversammlung teilzunehmen, nachzukommen. Freude bei allen Mitgliedern, bei geistlichem Beirat, Pfarrer Max Früchtl und bei Bezirksvorsitzende Inge Trottmann über das Kommen der Jubilarin. In ihrer bekannt ruhigen Art ließ Sophie Dollhopf alles über sich ergehen, was an Lob, Dank und Anerkennung für über 70-jährige Treue zum Frauenbund durch Renate Bock und Inge Trottmann zum Ausdruck kam. Ihre Reaktion auf die Glückwünsche war schlicht und einfach ein herzliches Dankeschön das habe ich gerne gemacht. Jetzt betet die Jubilarin, dass es ihr vergönnt sein möge, die kommende 70-Jahrfeier noch zu erleben.

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