Zu den erfolgreichen Absolventen der Meisterschulen am Ostbahnhof gehört auch Florian Erras aus Amberg. Er bestand die Meisterprüfung im Zahntechnikerhandwerk.
Die Meisterschulen am Ostbahnhof haben im Festsaal des Alten Rathauses den erfolgreichen Abschluss des Schuljahres 2025/2026 gefeiert. Von 354 zur Prüfung angetretenen Handwerkerinnen und Handwerkern bestanden 319 ihre Meisterprüfung in den Gewerken Elektrotechnik, Informationstechnik, Feinwerkmechanik, Friseurhandwerk, Installations- und Heizungsbau, Landmaschinenmechanik, Metallbau und Zahntechnik.
Schulleiterin Nicole Kohnhäuser erinnerte in ihrer Begrüßung an den ersten Schultag, an dem die angehenden Meisterinnen und Meister noch mit vielen Erwartungen vor ihren Lehrkräften saßen. Das Meisterschuljahr verglich sie mit einem Marathon, bei dem zahlreiche Etappen zu bewältigen waren und die Schülerinnen und Schüler körperlich wie geistig gefordert wurden. Diese Herausforderungen ließen sie wachsen und bereiteten sie auf die Meisterprüfung sowie ihre berufliche Zukunft vor. Kohnhäuser zitierte außerdem aus der regelmäßig durchgeführten Schulbefragung. Darin lobten die Studierenden unter anderem die fachliche Kompetenz der Lehrkräfte, die moderne Ausstattung, die gegenseitige Unterstützung und die gute Vorbereitung auf Selbstständigkeit und Berufsleben. Sie dankte dem Kollegium und den beiden Schulträgerinnen, der Landeshauptstadt München und der Handwerkskammer für München und Oberbayern, für die gute Zusammenarbeit.
Oberbürgermeister Dominik Krause würdigte die bewusste Entscheidung der Absolventinnen und Absolventen, für rund zehn Monate viel Zeit und Energie in ihre berufliche Weiterbildung zu investieren. „Sie haben hart gearbeitet, intensiv gelernt und dafür auch Freizeit und Privatleben zurückgestellt. Deshalb dürfen Sie mit Recht stolz auf Ihre Leistung sein.“ Das Handwerk hält München am Laufen und spielt beim Wohnen, bei der Mobilität und bei zahlreichen weiteren Zukunftsaufgaben eine zentrale Rolle. Besonders hob er auch das gesellschaftliche Engagement der Studierenden bei der schulintern organisierten Typisierungsaktion zur Stammzellenspende hervor. Hierdurch konnte bereits ein Leben gerettet werden. Passend zu ihrem neuen Titel lud der Oberbürgermeister die frisch gebackenen Meisterinnen und Meister außerdem zu einem gemeinsamen Foto auf den als „Meisterbalkon“ bekannten Rathausbalkon ein.
Franz Xaver Peteranderl, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, bezeichnete den Meisterabschluss als Beginn eines neuen beruflichen Lebensabschnitts. Die Absolventinnen und Absolventen verfügen nun nicht nur über umfangreiches Fachwissen, sondern auch über die Qualifikation als Führungskraft, Unternehmer und Ausbilder. Mit Blick auf die Digitalisierung ging Peteranderl besonders auf künstliche Intelligenz ein. Sie unterstützt Handwerksbetriebe in vielen Bereichen, stößt jedoch bei der praktischen Umsetzung an Grenzen. „Künstliche Intelligenz kann handwerkliches Geschick, Erfahrung und die Arbeit in einer realen Umgebung nicht ersetzen“, betonte Peteranderl. Er dankte außerdem der Schulleitung, den Lehrkräften und den ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfern für ihren Einsatz.
Der Schülersprecher Marius Helmschrott und die Schülersprecherin Lisa Stonies blickten auf ein intensives Jahr mit anspruchsvollen Lern- und Prüfungsphasen zurück. „Wir nehmen aus diesem Jahr nicht nur den Meistertitel mit, sondern auch viele Erfahrungen, Erinnerungen und neue Freundschaften.“ Ihr Dank galt den Lehrkräften sowie den Familien und Partnern, die sie besonders während der letzten Prüfungswochen unterstützten. Zugleich erinnerten sie daran, dass der Meistertitel für Einsatz und Verantwortung steht. Nun gilt es, das erworbene Wissen weiterzugeben, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft des Handwerks aktiv mitzugestalten. Ihr abschließendes Motto lautete: „Erfolg hat drei Buchstaben: TUN.“
Die besten Schulabschlusszeugnisse erhielten Friseurmeisterin Johanna Innunger mit einem Notendurchschnitt von 1,08, Elektrotechnikmeister Thomas Bader mit 1,14 und Metallbaumeister Severin Lex mit 1,15. Sie wurden für ihre herausragenden Leistungen besonders ausgezeichnet.
Die 1968 gegründeten Meisterschulen am Ostbahnhof sind eine gemeinsame Einrichtung der Handwerkskammer für München und Oberbayern und der Landeshauptstadt München.