Die Begeisterung war den Zuhörern dieser besonderen Lesung regelrecht anzusehen. Autor und Regisseur Daniel Alvarenga, der kürzlich in der Stadtbücherei Tirschenreuth seinen neuen Roman vorstellte, zog das Publikum von Anfang an in seinen Bann. Bekannt durch seinen Erfolg mit der Verfilmung und dem Erstlingswerk „Hundswut“, erschien im Dezember 2025 nun sein zweites Buch.
Was ist richtig, was ist falsch? Was ist ethisch noch vertretbar? Fragen, mit denen man sich des Öfteren auseinandersetzen muss – so auch in Alvarengas neuem Roman „Ruf der Leere“. Eindringlich zeichnet er von Anfang an ein atmosphärisch dichtes Bild, vorbei an menschlichen Abgründen bis an die Grenzen der Moral - und sogar darüber hinaus.
Die Handlung startet vermeintlich harmlos: Eine Gruppe von Menschen, ein Treffen im Wald, ein vergnügliches Wochenende. Aber der Schein trügt: Stattdessen finden sich ungebetene Gäste ein und ein seltsamer alter Mann stellt alle Beteiligten vor eine schier unmögliche Aufgabe. Wer ist es also wert weiterzuleben, während alle anderen sterben?
Im Anschluss an die Lesung nutzten viele der Zuhörer noch die Gelegenheit, Alvarengas Bücher am Büchertisch der St. Peter Buchhandlung käuflich zu erwerben und mit dem Autor ins Gespräch zu kommen. Auf die Frage einer Leserin, ob „Ruf der Leere“ genauso wie „Hundswut“ verfilmt werde, konnte Alvarenga noch nichts Genaueres sagen. Es gebe aber bereits mehrere Anfragen von Produzenten, fügte der Autor hoffnungsvoll hinzu.