„Der Verein befolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildstätige Zwecke durch Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege, insbesondere durch die Unterhaltung einer Gemeindediakonissenstation, der Kinderpflege im Sinne der Inneren Mission und durch den Unterhalt eines Kindergartens“. Diese Satzungsbestimmungen wurden vor über 126 Jahren durch den damaligen evangelischen Pfarrer und späteren Dekan Adolf Bauer bei der Gründung des Vereins der „Evangelische Gemeindediakonie e.V. Floß“ einstimmig beschlossen. Erhalten geblieben ist die Kinderpflege mit Unterhalt eines Kindergartens, während die Gemeindediakonissenstation aufgelöst werden musste. Ähnlich die Armenpflege und deren Unterstützung.
Heute ist der neu erweiterte und sanierte Kindergarten „Unterm Regenbogen“ aus den kirchlichen und dem Gesellschaftsleben des Marktes nicht mehr wegzudenken. Kinder können in dieser Erziehungsstätte untergebracht eine zeitgemäße Form christlicher Diakonie. erleben. Träger des Kindergartens ist der Diakonieverein.
Eine Besonderheit: Wie keine zweite Erzieherin kann Elke Hör auf eine nunmehr 45-jährige Arbeit im Kindergarten der Gemeindediakonie, zurückblicken. Ihre souveräne, vorbildliche Arbeit, ihre beispielhafte Kollegialität und jederzeitige Unterstützung sowie ihr vorzügliches Verständnis sind herausragende Tugenden, die dem Kind und der Einrichtung des Kindergartens sehr zu Gute kommen. Ein Engagement, das den Kindern viel Freude und Mut macht. Eine Berufskollegin und Erzieherin, die in den 45 Jahren alle Höhen und Tiefen des Kindergartens erfahren und sich durch ihr liebevolles und hingebendes Verhalten größte Verdienste im Dienst des Kindes erworben hat.
Lob, Dank und Anerkennung waren es, das Elke Hör im Rahmen eines Festaktes in der Pfarrkirche St. Johannes Baptista durch Pfarrer Wilfried Römischer, die Gemeindediakonie, und dem Team der Erzieherinnen des Kindergartens erfahren durfte. Der Glanz der Gratulanten waren die Kinder, die mit Lied und Gebet aufwarteten und der Feierstunde ihren Stempel aufdrückten.
Lang war der Zapfenstreich vom Kindergarten in das Gotteshaus, wo alles festlich geschmückt war. Die musikalische Gestaltung lag in Händen von Kantor Andreas Kunz. Nach dem Glockengeläut und dem Wort der Begrüßung durch Pfarrer Römischer versammelten sich die Kinder im großen Altarraum in dem auch Elke Hör unter dem Regenbogen Platz genommen hat. Dann ertönte das Lied „Singen unterem Regenbogen“, während der Pfarrer mit Gebet und der Predigt „Wir sagen Servus und Gott segne dich“ aufwartete. Dem Gebet des Dankes hatte der Pfarrer Gottes Treue, Vergebung und Frieden unterm Regenbogen angesprochen. Darauf sangen die Kinder „Ich schenk dir einen Regenbogen“. Den Fürbitten und dem Vater unser folgte der Segen durch das Team des Kindergartens mit den beiden Leiterinnen Kristina Schaller und Heidi Hippmann. Das Segenslied „Gott sei vor dir“ rundete die eindrucksvolle Fest- und Feierstunde ab.
Für den Träger des Kindergartens, der Evangelischen Gemeindediakonie, überbrachte Vorsitzender Manfred Venzl die Dankesworte an Elke Hör, einer Erzieherin mit Herz, Verstand und gelassener Ruh, die den Kindergarten mitgeprägt hat. „Hier habe die Chemie gestimmt“ hielt Venzl gerne fest. Ein Abschiedspräsent war Ausdruck des Dankes und der Anerkennung für einen großartigen Dienst. Das unterstrich für den Elternbeirat Sprecherin Angela Feiler und schließlich wussten Kristina Schaller, Heidi Hippmann und Michaela Riebl als Kolleginnen in Gedichtform viel zu erzählen. Heidi Hippmann glänzte mit ihren Anekdoten und auch hier blieben die Präsente nicht aus. Es drängte förmlich Elke Hör, für diesen Festakt ein Dankeschön zu sagen. Die sichtlich gerührte Erzieherin sprach davon, dass sie vor 45 Jahren einen Lottogewinn machte und im Flosser Kindergraten eine Berufsstellung erhielt. „Ich war gerne in Floß“ und fühle mich jetzt wie im Urlaub. Ihr Dankeschön erfasste alle, Das war alles noch nicht vorbei. Im Kindergarten gab es einen Sektempfang und freundliche Gespräche, die noch lange anhielten.