Musik, Lied, Spiel und Tanz machten den Heimatnachmittag des Oberpfälzer Waldvereins, Zweigverein Floß und Umgebung am Sonntag im Fred-Lehner-Saal des Forums Floß (Mehrzweckhalle) zu einem großartigen Erlebnis. Zugleich war es ein blendender Einstieg in die anstehenden Feierlichkeiten des Waldvereins, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Gründungsfest feiert kann.
Allen Mitwirkenden, ohne Ausnahme, galt der donnernde Applaus am Schluss der Aufführung. Zugleich ein dickes Kompliment für ihre aus dem Herzen kommenden Auftritte, die einmal mehr eine Werbung für das Volkstumswesen in einer Kommune waren. Vorsitzender Markus Staschewski hat mit seiner Frau Renate und dem Team der Vorstandschaft und des Vereinsausschusses besonders für die professionelle Vorbereitung und Organisation maßgeblichen Anteil an diesem sehr unterhaltsamen, volkstümlichen Nachmittag. Allein die Programmgestaltung war so gesellschaftlich ausgewählt und ließen das Erlebnis noch steigern. Jeder Vortrag und jede Aufführung wurden mit reichem Applaus belohnt. Auftritte, die sich in die Herzen der überaus dankbaren Besucher prägten. Dass Volkslied und Volksgesang nicht vergessen sind, auch das bewiesen diese Stunden des Beisammenseins.
In die Klänge der Neustädter Stadtkapelle unter der souveränen Leitung von Karl Wildenauer stimmten die Besucher in die Volkslieder ein und ließen zugleich den Jubelverein hochleben. Sie waren für einen beschwingten und fröhlichen Nachmittag Garanten. Die Blasmusik, Rudi Bergmann (Gesang), Markus Staschewski (Gastdirigent) und Sepperl Janda (Löffel) trumpften mit einer prächtigen Polka vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung auf.
Mit einer sauber gespielten Intrade stellte sich die Bläsergruppe des Evangelischen Posaunenchores unter Leitung von Tanja Riedl vor. Den Chor durfte man auch im zweiten Teil mit den Stücken „Da, liegt mein Floß“, einer „Volksliederpotpourri“ des Flossers Fritz Löw und den „Komme zu Heiland Marsch“ erleben. Eine unverzichtbare Bereicherung bei derartigen Veranstaltungen. In seiner herzlich gehaltenen Begrüßung hob Markus Staschewski das „Heimatgefühl“ hervor und hielt gerne fest, dass der Jubelverein dies zu schätzen weiß. Bestätigte hat sich dies durch das gemeinsam gesungene Heimatlied „Mia san die Flossa“.
Gerhard Kühner, er war mit Brigitte durch Sketche mehrmals auf der Bühne zu sehen und glänzte mit Gedichtverse, und ließ „100 Jahre Waldverein Floß“ hochleben.
Der Nachmittag verschönerte sich und hatte einen Glanzpunkt durch die Auftritte der Tanzbambinis des Turnvereins unter Leitung von Anna Feiler und Barbara Hönig. Mit den beiden Auftritten „Drumsticks“ (Wellermann) und „Einzigartig“ (Ich & Ich) spielten sich die Kinder sich in die Herzen der dankbaren Besucher. Der Nachmittag wäre ärmer, würde es die Tanzbambinis nicht geben. Nach dem heiteren Sketch von Brigitte Beer und Gerhard Kühner „Das Ehepaar“ erlebten die Besucher eine prächtig auftretende Volkstanzgruppe der Flosser Landfrauen unter Regie und Leitung von Gisela Bock. Der echte Volkstanz hatte Einzug gehalten und der Nachmittag hatte einen weiteren Höhepunkt. Fernsehreif die Zugabe „Fensterltanz“. Die Landfrauen verabschiedeten sich musikalisch die mit ihrer prächtigen Tracht. Karin Staschewski war mit ihrer Mundartlesung eine Bereicherung in diesen Stunden. Der Beifall galt für die Vorträge „In da Bochgass“, „Da Waschdrog“ und „Der Schüleraufsatz“.
Der Überraschungsgast kam als wie vom Himmel auf die Erde gezaubert. Jedenfalls glaubte man, den Janda Sepperl mit seiner Diatonischen auf der Bühne zu sehen. Man sah den alten Wirtshausmusikanten wie er leibt und lebt. Als die ersten Töne mit dem „Hennerauch“ zu hören waren, konnte man sich in die Zeit vor mehr als 50 Jahren in den Flosser Wirtshäusern versetzen. Sepperl Janda, ein Volksmusikant aus Leib und Seele, brauchte keine Zurufe „Zugabe“, die hatte er sich selbst gewählt, spielte drauf los und krönte den Abschluss mit einem tiefen Schluck edlen Gerstensaft. Das war Spitze.
Der zweite Teil war ausgefüllt mit Mundartlesungen, dem Liedvorträgen des Posaunenchores, dem „
„Naabtal-Duo“ und „Jungfrau im Walde“ ( Brigitte Beer und Gerhard Kühner), viel bömischer Musik und Gesang von der Stadtkapelle Neustadt und dem Schlussgedicht der Flosserin Thilde Krapf „Mein liebes Floß“, das Vorsitzender Markus Staschewski beim großen Finale vortrug. Musikalisch ging der Heimatnachmittag mit dem gemeinsam gesungenen Lied: „Mia san vom Woid dahoam“ zu Ende.