Nach zwölf Jahren Schulzeit hieß es Abschied nehmen: 16 Schülerinnen und Schüler der Berufsschulstufe der Rupert-Egenberger-Schule feierten ihren Abschluss. Gemeinsam mit Familien, Lehrkräften und Wegbegleitern blickten sie auf ihre Schulzeit.
„Heute beginnt ein neuer Lebensabschnitt”, sagte Konrektorin Nadine Heldrich. Die Absolventinnen und Absolventen würden künftig unterschiedliche Wege gehen – in Werkstätten, Förderstätten oder auf den ersten Arbeitsmarkt. „Neue Erfahrungen und Freundschaften warten auf Sie.”
Schulleiter Michael Schuierer betonte die Entwicklung der jungen Menschen: „Viele von Ihnen kenne ich bereits aus der Frühförderung und der Schulvorbereitenden Einrichtung. Deshalb ist der heutige Tag ein ganz besonderer Abschied.” Sie hätten viel gelernt, sich persönlich weiterentwickelt und wichtige Schritte in Richtung Selbstständigkeit gemacht.
Genau darum ging es in der Berufsschulstufe: eigene Entscheidungen treffen, Stärken erkennen und herausfinden, welche Unterstützung hilfreich ist. Dazu gehörten praktische Erfahrungen im Alltag, berufliche Praktika und der Umgang mit neuen Herausforderungen. Zudem sammelten die drei jungen Frauen und 13 jungen Männer aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach, der Stadt Amberg und dem Landkreis Schwandorf in Praktika erste Berufserfahrungen. Dabei fanden sie heraus: Was kann ich gut? Was interessiert mich? Und welcher Weg passt zu mir?
Bei der Abschlussfeier präsentierten die Schülerinnen und Schüler besondere Momente ihrer Schulzeit. Einige nutzten Sprachkommunikationssysteme oder andere Unterstützungen, um ihre persönlichen Botschaften mit den Gästen zu teilen.
Auch Ambergs Oberbürgermeister Michael Fritz war gekommen, um den Absolventinnen und Absolventen zu gratulieren und dem Kollegium für seine Arbeit zu gratulieren. Lebenshilfe-Vorstandsvorsitzender Bernhard Vahle ermutigte die jungen Menschen, ihren eigenen Weg mutig zu gehen, Freundschaften zu pflegen und stolz auf das Erreichte zu sein. Gleichzeitig würdigte er die Begleitung durch die Eltern und das Schulteam: „Es ist eine besondere Anerkennung, wenn Schülerinnen und Schüler sagen: Wir werden euch vermissen.”
Nun warten unterschiedliche Zukunftspläne: Einige wechseln in Werkstätten oder Förderstätten, andere sammeln weitere berufliche Erfahrungen. Ein Schüler startet mit einem Vertrag bei der Firma Lüdecke ins Berufsleben, eine Schülerin zieht sogar nach Dänemark.