Beim Köhlerverein Charbonnier de Fleckenstein im Elsass waren die Ebermannsdorfer Köhler zu Gast, um sich ein Bild von dem entstehenden Informationszentrum zur Köhlerei und der Geschichte der Köhler zu machen. Ihr Vorsitzender und ehemaliger Bürgermeister von Lembach, Charles Schlosser, begleitete sie auf dem angelegten Köhlerweg hinauf zum Burgruine Fleckenstein und zum Meilerplatz.
Wie die Ebermannsdorfer erfuhren, ist vor einigen Jahre der Lembacher Köhlerweg angelegt worden. Nahe der Burgruine wird jetzt der Köhlerplatz mit einem überdimensionalen Kohlenmeiler angelegt. Die Kosten in Höhe von 200000 Euro wird mit LEADER-Mittel der Europäischen Union, dem Land Frankreich, dem Departement Elsass und der Gemeinde Lembach finanziert“, erzählte Carles Schlosser. Der Verein bringt sich mit Arbeitsleistung ein.
Das Gebäude besteht aus heimischem Holz Eiche, Douglasie und Lärche. Interessant ist, dass das Ausstellungs-Gebäude wird mit Schindeln eingedeckt wird, die zuvor feuerveredelt werden. Wie Carles Schlosser den Ebermannsdorfern sagte, wurden die karbonisierten Lärchenbretter von den eigenen Köhlern angebrannt. Der Brennvorgang macht die Holzoberfläche auf natürliche Weise haltbar. Diese Methode schützt das Holz, macht es langlebig und verleiht ihm eine einzigartige ästhetische, stiefschwarze Struktur. Die Ebermannsdorfer zeigten sich beeindruckt vom Gesamtprojekt und wollen zur Einweihung wieder nach Lembach kommen.
Die Freundschaft zwischen den beiden Vereinen besteht seit 2016. Begründet wurde sie den Bürgermeistern Charles Schlosser von Lembacher Seite und von Josef Gilch aus Ebermannsdorf. Zuletzt waren die Franzosen beim großen Europäischen Köhlertreffen im Juli 2025 in Ebermannsdorf zu Gast gewesen.
Josef Gilch, Präsident des Europäischen Köhlerverbandes, betonte die Wichtigkeit eines persönlichen Austausches über Grenzen hinweg und die gelebte Deutsch-Französische Freundschaft als Basis für ein geeintes und friedliebendes Europa.